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Wieder Gas für Europa durch Nord Stream 1: Russland will aber weniger liefern

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Von: Felix Busjaeger

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Gaspipeline Nord Stream 1
Kommt ab Donnerstag wieder Gas durch die Nord-Stream-1-Gaspipeline? Diese Frage beschäftigt derzeit Deutschland und sorgt für eine Gaskrise. (Symbolbild) © Stefan Sauer /dpa

Nord Stream 1 soll wieder Gas nach Deutschland und Europa liefern. Das soll nun kremlnahe Experten mitgeteilt haben. Doch künftig soll weniger geliefert werden.

Moskau – Der Stopp von Nord Stream 1 hat vor wenigen Wochen dafür gesorgt, dass die Gaskrise in Deutschland noch schlimmer und ein Gasnotstand plötzlich eine drohende Möglichkeit wurde. Ungewiss war zudem, ob Russland die Gaslieferung nach Deutschland nach Ende der planungsmäßigen Wartungsarbeiten wieder aufnehmen würde. Nun gibt es offenbar Gewissheit: Nord Stream 1 soll ab dem 21. Juli wieder Gas nach Europa liefern. Das berichtet die Bild unter Berufung kremlnahe Experten. Zuvor gab es wegen der Gaskrise die Angst, dass ohne das russische Gas im Winter gefroren werden müsste.

Nord Stream 1 soll wieder Gas liefern: Deutschland steht weiterhin vor einer Gaskrise

Dass Nord Stream 1 ab dem 21. Juli wieder Gas nach Deutschland transportiert, galt lange Zeit als ungewiss. Während Deutschland immer wieder in die Gaskrise rutschte, spielte Russland seine Macht aus und setzte den Westen unter Druck. Noch am Dienstag, dem 19. Juli, hatte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert darauf hingewiesen, dass ein dauerhafter Ausfall von Nord Stream 1 Deutschland härter treffen würde als Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Wegen der Unsicherheit bei Nord Stream 1 und den stark steigenden Gaspreise in Deutschland waren Verbraucher immer mehr in Sorge geraten und haben einen Ausweg aus der Preisspirale gesucht. Das zeigte sich unter anderem auch beim Einkaufsverhalten. Aber auch Alternativen für die Gasheizung stehen hoch im Kurs.

Gaskrise in Deutschland: Drosselung könnte problematisch werden

Dass künftig Nord Stream 1 nur noch gedrosselt Gas nach Deutschland liefern soll, könnte langfristig allerdings ebenfalls problematisch werden. Zum Vergleich: Vor den Wartungsarbeiten an der Gaspipeline war der Liefermenge schon auf 40 Prozent reduziert worden. Eine weitere Drosselung könnte die Pläne der Bundesrepublik, die Gasspeicher für den kommenden Winter zu füllen, weiter belasten. Es gab auch schon Überlegungen, wem der Gashahn wegen der Gaskrise in Deutschland zuerst zugedreht werden sollte.

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