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Gerüchte über Putins Gesundheit: „Nur noch drei Jahre zu leben“ und extrem kurzsichtig?

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Von: Stephanie Munk

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Wladimir Putin ist todkrank und muss riesige Buchstaben ablesen: Neue Gerüchte um den russischen Präsidenten verbreitet jetzt angeblich ein russischer Geheimagent. 

London - Spekulationen um den Gesundheitszustand von Russlands Präsidenten Wladimir Putin gibt es seit Jahren. Mal wird behauptet, er habe Blutkrebs, dann ist es wieder Bauspeichelkrebs, dann ein Nervenleiden wie Parkinson oder Multiple Sklerose. Der russische Präsident, der mit dem Ukraine-Krieg seit drei Monaten die Welt in Atem hält, wird bei seinen öffentlichen Auftritten genauestens beobachtet. Aufgedunsenes Gesicht, starre Haltung, zuckende Körperteile, Festklammern am Tisch - jeder Hinweis auf eine mögliche tödliche Krankheit wird analysiert.

Zeichen für eine Erkrankung? Russlands Präsident Wladimir Putin hält sich während einer Besprechung an seinem Tisch fest.
Zeichen für eine Erkrankung? Russlands Präsident Wladimir Putin hält sich während einer Besprechung an seinem Tisch fest. © Mikhail Klimentyev/Kremlin Pool/Imago

Gerüchte um Putin-Krankheit: Steckt bewusste Propaganda des Kreml dahinter?

Ein Statement vonseiten der russischen Regierung zu einer Erkrankung Putins gibt es von seinem Verteidigungsminister Sergej Lawrow. Er dementierte vor einigen Wochen die Gerüchte: Der Präsident erscheine täglich in der Öffentlichkeit, sagte der Außenminister. „Sie können ihn auf den Bildschirmen beobachten, seine Auftritte lesen und hören. Ich glaube nicht, dass vernünftige Leute in diesem Menschen Anzeichen einer Krankheit oder eines Unwohlseins sehen können.“

Dass Lawrow überhaupt auf die Gerüchte einging, ist umso bemerkenswerter, als dass eine mögliche Krankheit des Präsidenten in Russland eigentlich als Tabu-Thema gilt. Es gibt jedoch auch die gegenteilige These: Demnach verbreitet der Kreml ganz bewusst Spekulationen um eine schwere Krankheit Putins, um ihn innerhalb Russlands menschlicher erscheinen zu lassen und vom Ukraine-Krieg, der aus Putins Sicht nicht so läuft wie erhofft, abzulenken. Dies sagte unter anderem Politik-Expertin Olga Lautman vom „Center for European Policy Analysis“ im Interview mit dem Nachrichtenportal Newsweek.

Gerüchte um Putin-Krankheit: Angeblicher Spion spricht von „schwerer Krebserkankung“

Jetzt heizt ein angeblicher russischer Geheimagent, der anonym bleiben will, die Mutmaßungen um Putins Gesundheitszustand wieder an - in einem Interview mit der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mirror, in dem er sehr konkrete Angaben macht. Putin habe eine „schwere Form einer schnell voranschreitenden Krebserkrankung“, soll der Agent berichtet haben, er habe „nur noch zwei oder drei Jahre zu leben.“ Er habe außerdem erfahren, dass der russische Präsident unter starken Kopfschmerzen leide und seine Gliedmaßen unkontrolliert zittern würden.

Gerüchte um Putin-Krankheit: Liest der russische Präsident riesige Buchstaben ab?

Zudem verliere Putin nach und nach sein Augenlicht. Bei Fernsehauftritten werde alles in riesigen Buchstaben auf Zettel geschrieben, sodass Putin es ablesen könne. „Die Buchstaben sind so groß, dass nur ein paar Sätze auf ein Blatt Papier passen“, so der Agent. „Eine Brille trägt er nicht, weil es ein Zeichen von Schwäche wäre.“

Putins Stimmung schwanke außerdem extrem. Sei er früher im Umgang mit Untergebenen ruhig und gelassen gewesen, habe er nun oft Anfälle von unkontrolliertem Zorn. „Er ist komplett verrückt geworden und vertraut keinem mehr“, so der anonyme Spion.

Die angeblichen Enthüllungen stammen laut Daily Mirror aus einer geheimen Nachricht des Geheimagenten an den ehemaligen FSB-Agenten und jetzigen Kremlkritiker Boris Karpichkow, der sich in Großbritannien vor Putin versteckt. Ob die Spekulationen stimmen, ist ungewiss.

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