USA wollen 4000 Irak-Soldaten abziehen

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US-Soldaten beim Appell zum Irak-Einsatz.

Washington - Die USA wollen bis Ende 4000 Soldaten aus dem Irak abziehen. Das kündigte der US-Oberbefehlshaber vor Ort, Ray Odierno, am Mittwoch in Washington an.

Damit wären dann noch etwa 120 000 US-Soldaten im Irak, hieß es in einer Erklärung Odiernos für den Streitkräfteausschuss des Abgeordnetenhauses.

Der General äußerte sich vorsichtig optimistisch über die Entwicklung im Irak. Statistiken zeigten, dass die Gewalt nachgelassen habe. Die Zahl der Attacken sei in den vergangenen zwei Jahren um 85 Prozent zurückgegangen, von 4064 im August 2007 auf 594 im August 2009.

Im September habe es bisher 563 Angriffe gegeben. Im selben Zwei-Jahres-Zeitraum sei die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten um 93 Prozent geschrumpft, die der ums Leben gekommenen irakischen Sicherheitskräfte um 79 Prozent, zitierten US-Medien aus Odiernos Stellungnahme.

Der Oberkommandierende wies zugleich darauf hin, dass trotz der Fortschritte Sicherheitsprobleme blieben. Er wies unter anderem auf die Bombenanschläge auf zwei Ministerien in Bagdad mit mehr als 100 Todesopfern als Folge. Er äußerte sich jedoch positiv über die irakischen Sicherheitskräfte in Bagdad, die die Aufgaben der US- Soldaten übernommen haben. “Sie wollten die Verantwortung haben, und sie haben demonstriert, dass sie dazu fähig sind“, erklärte Odierno.

dpa

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