Terror in Nigeria

30 Zivilisten sterben bei Boko-Haram-Angriff

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Foto: Eine Bürgerwehr in Nigeria hat sich für den Kampf gegen Boko Haram mobilisiert.

Abuja - Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben im Nordosten Nigerias ein Dorf gestürmt und mindestens 30 Zivilisten ermordet. Der Angriff habe sich am Donnerstag im Dorf Gaya im Bundesstaat Adamawa ganz in der Nähe des Waldgebietes des Sambisa Forest ereignet, sagte ein örtlicher Sicherheitsbeamter.

Die Extremisten hätten auch mehrere Häuser niedergebrannt. Kämpfer der Boko Haram hatten den dichten Wald lange als Rückzugsgebiet benutzt und sich dort in Camps versteckt. Es wird vermutet, dass auch die im April 2014 aus einer Schule in dem Ort Chibok entführten 200 Mädchen in der Region gefangen gehalten werden. Nach Angaben des Sicherheitsbeamten hat das nigerianische Militär mittlerweile aber einen Großteil des Gebietes durch Luftangriffe und Bodentruppen unter Kontrolle gebracht. Boko Haram terrorisiert seit Jahren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer, um dort einen Staat mit streng islamischem Recht zu errichten. Den Angriffen und Anschlägen sind Schätzungen zufolge mehr als 13 000 Menschen zum Opfer gefallen, rund 1,5 Millionen Menschen sind geflohen. Die von Boko Haram eroberten Gebiete sollen zusammengenommen der Größe Belgiens entsprechen.

dpa

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