Stürmer in London

Aubameyang-Wechsel zum FC Arsenal vor Abschluss

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Pierre-Emerick Aubameyang (l) kommt mit einem goldfarbenen Land Rover zum Dortmunder Flughafen. Foto: Guido Kirchner

Der Wechsel von Aubameyang zum FC Arsenal steht vor dem Abschluss. Am Dienstag reiste der Stürmer von Dortmund nach London. Nachdem Giroud wohl nach Chelsea wechselt, läuft alles auf die Verpflichtung des Belgiers Batshuayi als Ersatz für Aubameyang hinaus.

Dortmund (dpa) - Pierre-Emerick Aubameyang fuhr mit einer goldfarbenen Luxus-Karosse am Dortmunder Flughafen vor. Der TV-Sender Sky zeigte ein Video der "Ruhr Nachrichten", wie der Angreifer von Borussia Dortmund mit seiner Familie und großem Gepäck das Flughafen-Gebäude betrat.

Anschließend flog der Torjäger im Privatjet nach London, um beim FC Arsenal den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren und den wohl bereits ausgehandelten Kontrakt zu unterschreiben. Damit dürfte der erwartete Wechsel des 28 Jahre alten Gabuners, der beim BVB-Training fehlte, zu den Gunners kurz vor dem Abschluss stehen. Am Nachmittag wurde Aubameyang schon auf dem Arsenal-Gelände gesichtet.

Die offizielle Bestätigung des spektakulären Transfers durch die Vereine stand trotz der angeblichen Einigung über die finanziellen Modalitäten aber noch aus. Als Ablösesumme für den Torjäger stehen rund 65 Millionen Euro im Raum. Der Bundesliga-Torschützenkönig soll in London einen Vertrag bis 2021 erhalten und beim Premier-League-Club zehn Millionen Euro netto plus Prämien verdienen.

Dem Vernehmen nach hängt der Vollzug des Aubameyang-Transfers davon ab, ob der BVB bis zur Schließung der Transferliste am Mittwoch (18.00 Uhr) einen Ersatz findet. Als heißester Kandidat gilt Michy Batshuayi. Der 24 Jahre alte belgische Angreifer mit kongolesischen Wurzeln soll vom FC Chelsea ausgeliehen werden.

Englische Medien berichteten am Abend, dass der Wechsel von Arsenal-Stürmer Olivier Giroud zum Lokalrivalen Chelsea kurz bevor steht. Damit wäre eine weitere Voraussetzung für den Aubameyang-Deal geschaffen. Die Clubs sollen sich bereits auf eine Ablösesumme von umgerechnet knapp 20 Millionen Euro für den Franzosen geeinigt haben. Giroud stand auch beim BVB auf der Wunschliste. Nun läuft alles auf die Verpflichtung von Batshuayi hinaus.

Noch am Montag hatte Aubameyang für neuerlichen Ärger gesorgt, indem er als geladener Zeuge dem Prozess um den Bombenanschlag auf das BVB-Team fernblieb und stattdessen ein Attest vorlegen ließ. Angeblich war er nicht verhandlungsfähig, weil er 39 Grad Fieber hatte.

Anders als Aubameyang hatte Marc Bartra im Prozess geschildert, wie er noch unter den Folgen des Sprengstoffanschlags vom 11. April 2017 leidet, bei dem er sich eine schwere Armverletzung zugezogen hatte. Am Dienstag folgte die Nachricht, dass der Innenverteidiger vor der Rückkehr in seine spanische Heimat steht. Der 27-Jährige soll sich zu finalen Gesprächen in Sevilla aufgehalten haben.

Bartra, der durch die Verpflichtung von Manuel Akanji (FC Basel/20,0) neue Konkurrenz bekommen hat, soll laut "Bild" bis zum Saisonende an den spanischen Erstligisten Betis Sevilla verliehen werden. Dazu sei eine Kaufoption vereinbart worden.

Offiziell bestätigt wurde am Abend die Verpflichtung des 17 Jahre alten Top-Talents Sergio Gomez vom FC Barcelona. Der vielseitige offensive Mittelfeldspieler erhält laut BVB einen "langfristigen Vertrag" und profitiert von einer festgeschrieben Ablösesumme, die rund drei Millionen Euro betragen soll. "Sergio Gomez ist weltweit zweifellos einer der stärksten Spieler seines Jahrgangs. Wir sind schon seit geraumer Zeit an ihm interessiert und froh, dass er sich trotz der Offerten vieler europäischer Topclubs für Borussia Dortmund entschieden hat", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

In das ganze Wechsel-Theater platzte die Meldung, dass BVB-Trainer Peter Stöger in den kommenden Wochen auf Stürmer Andrej Jarmolenko verzichten muss. Der 28 Jahre alte ukrainische Nationalstürmer laboriert an einer Sehnenverletzung im Fuß.

BVB-Homepage

Profil Bartra

Profil Aubameyang

Video Ruhr Nachrichten

Telegraph-Bericht

Guardian-Bericht

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