2. Liga

Bewegung im Abstiegskampf: Ahlen und FSV siegen

- In den Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ist am 20. Spieltag Bewegung gekommen. Nach dem 1:0-Erfolg des Tabellen- 16. TuS Koblenz gegen Fortuna Düsseldorf konnten am Sonntag auch Schlusslicht Rot Weiss Ahlen sowie der Tabellenvorletzte FSV Frankfurt Siege feiern.

Ahlen bezwang im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga Rot-Weiß Oberhausen mit 1:0 und beendete seine schwarze Serie von fünf Spielen in Serie ohne Sieg. Frankfurt gewann 2:0 beim SC Paderborn: Zunächst schaffte Cidimar nach 17 Sekunden das schnellste Saisontor, kurz vor Schluss legte der Brasilianer nach. Das dritte Sonntagsspiel zwischen dem Karlsruher SC und 1860 München fiel wegen der winterlichen Verhältnisse aus.

Lob für St. Pauli und FCA - Aufstand im Keller Drei Spiele, drei Siege - nach ihrem makellosen Start ins neue Jahr prasselt in der 2. Fußball-Bundesliga das Lob en masse auf die Aufstiegsanwärter FC St. Pauli und FC Augsburg nieder. „Das ist Fußball vom Feinsten“, schwärmte Ex-Nationalspieler Bernhard Dietz nach dem 2:0 der Kiez-Kicker beim MSV Duisburg, durch das die Hanseaten den schwächelnden 1. FC Kaiserslautern erst einmal von der Spitze verdrängten. Vor allem dank Torjäger Michael Thurk ist auch Augsburg immer mehr auf Aufstiegskurs: „Der FC Augsburg hat einen Stürmer, der normalerweise mit zur WM fahren muss. Wenn ich Bundestrainer wäre, ich würde ihn mitnehmen“, zollte Bielefelds Coach Thomas Gerstner nach dem 1:3 seiner Arminia dem gegnerischen Stürmer Respekt.

Seine Auswärtsstärke konnte Pauli zum Auftakt des 20. Spieltages unterstreichen. Von Beginn an übernahmen die Hanseaten in Duisburg die Regie und kamen durch Treffer von Marius Ebbers und Deniz Naki zum bereits achten Saison-Auswärtssieg. “42 Punkte reichen noch nicht zum Aufstieg“, betonte Stürmer Ebbers. „Aber wenn man gesehen hat, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, dann war das sicher eine Ansage.“ Allerdings kann Lautern mit einem Sieg im Montagsspiel bei Alemannia Aachen die Tabellenführung zurückerobern.

Der strenge Winter wirbelte mit Absagen in Rostock und Karlsruhe den Spielplan durcheinander, Augsburgs Angreifer Thurk stürzte Bielefelds sonst so sattelfeste Abwehr von einer Verlegenheit in die andere. In einem packenden Spitzenspiel machte der Stürmer den Unterschied aus und schoss mit seinen Saisontoren 18 und 19 fast im Alleingang den Sieg der zuletzt in Unterzahl spielenden Hausherren heraus. „Wir sind auf einem ganz, ganz guten Weg“, erkannte der 33- Jährige. „Das war ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel“, wusste auch Keeper Simon Jentzsch um die Bedeutung des Sieges im Verfolger-Duell.

Weiter im Aufwind ist auch die SpVgg Greuther Fürth unter ihrem neuen Trainer Mike Büskens. Christopher Nöthe sorgte mit seinem Tor in der Nachspielzeit gegen Energie Cottbus für Büskens dritten Sieg mit den Franken. „Letztendlich haben wir vom Zeitpunkt her etwas glücklich gewonnen“, sagte der Coach. „Ich denke, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben.“ Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz muss nach der dritten Pleite in Serie wohl endgültig alle Aufstiegsträume begraben: „Man muss eben 90 Minuten lang konzentriert bleiben.“

Einen Rückschlag musste Fortuna Düsseldorf hinnehmen. Der Neuling unterlag in Koblenz mit 0:1. Die Hausherren, bei denen Matej Mavric an seinem 31. Geburtstag für den Siegtreffer sorgte, dürfen nach zuletzt sechs sieglosen Spielen wieder vom Klassenverbleib träumen. Für den neuen TuS-Trainer Petrik Sander war es zudem der erste Sieg:„Das war ein Sieg der Moral, der Leidenschaft und des Willens.“

dpa

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