Borussia bei RB

BVB vor "Finale" gegen RB Leipzig: Darum ist Platz zwei für Dortmund so wichtig

Der BVB hat am Samstag bei RB Leipzig ein Endspiel um Platz zwei. Für Borussia Dortmund ist der Vize-Titel besonders wichtig. Das sind die Gründe.

  • Für Borussia Dortmund* steht bei RB Leipzig das Duell um Platz zwei an.
  • Der BVB will seinen Anspruch untermauern, die Nummer zwei im deutschen Fußball zu sein.
  • Das ist aber nicht der einzige Grund, warum diese Platzierung so wichtig ist.

Dortmund - Es ist zwar erst der vorletzte Spieltag in dieser Saison der Bundesliga, doch für Borussia Dortmund steht schon jetzt ein vorgezogenes Endspiel an, wenn die Mannschaft von Trainer Lucien Favre am Samstag zu Gast bei RB Leipzig ist.

Verein:

Borussia Dortmund

Stadion:

Signal-Iduna-Park

Kapazität:

81.365 Zuschauer

Trainer:

Lucien Favre

Sponsor:

Evonik Industries

Trainingsplatz:

Trainingsgelände Hohenbuschei

Denn der BVB, mit 66 Punkten auf Rang zwei, trifft auf den direkten Verfolger aus Leipzig mit 63 Zählern. Heißt: Gewinnen die Schwarz-Gelben das Spiel bei RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr/im Live-Ticker auf WA.de sowie live im TV und Stream*), läuft Borussia Dortmund definitiv hinter dem Deutschen Meister FC Bayern ins Ziel ein.

"Das ist jetzt unser letztes verbliebendes und vorrangiges Ziel", sagte Sportdirektor Michael Zorc. "Es ist nicht nur eine Sache des TV-Rankings, sondern es geht auch ums Prestige."

Dass es überhaupt dazu kommen würde, hat sich der BVB selbst zuzuschreiben: Der BVB patzte am Mittwoch gegen Mainz  und nutzte den Ausrutscher von RB Leipzig (2:2). Auch wenn Borussia Dortmund die Champions League sicher hat, werden die Verantwortlichen einen ähnlichen Auftritt wie gegen die Rheinhessen nicht akzeptieren. Dafür ist es zu wichtig, Platz zwei zu festigen - aus folgenden Gründen.

1) Platz zwei bringt dem BVB mehr TV-Gelder

Zorc hatte es bereits vor der Pleite gegen Mainz klar formuliert. "Für uns ist es schon ein Unterschied, ob wir als Zweiter oder Vierter einlaufen. Es geht da um TV-Gelder, es geht aber auch um Prestige", sagte der Sportdirektor des BVB.

In der laufenden Saison kassiert Borussia Dortmund rund 66,584 Millionen Euro an TV-Geldern. Wenn die Saison jetzt beendet wäre, wären es für die kommende Spielzeit nach aktuellem Stand laut fernsehgelder.de 80,36 Millionen Euro. Je mehr Punkte hinzukommen, desto größer wird der Betrag.

2) Platz zwei unterstreicht den Anspruch des BVB, (erster) Verfolger des FC Bayern zu sein

Auch dieser Punkt war Zorc sehr wichtig. "Wir wollen untermauern, dass wir die Nummer zwei im deutschen Fußball sind", erklärte der BVB-Sportdirektor.

Bei Borussia Dortmund halten sie weiter am Ziel fest, Titel zu gewinnen - und den FC Bayern mal als Deutschen Meister abzulösen. In dieser Saison ist dieser Unterfangen spätestens seit der Niederlage gegen die Münchner. In der neuen Saison wird der BVB den nächsten Anlauf starten.

3) Platz zwei untermauen ist beim BVB auch ein Zeichen für die Mentalität der Spieler

Das Wort Mentalität können sie bei Borussia Dortmund nicht mehr hören. Dennoch hat der Auftritt gegen Mainz genau das gezeigt - mit den entsprechenden Reaktionen*.

Für den BVB um Axel Witsel (von links) und Trainer Lucien Favre steht bei RB Leipzig das Duell um Platz zwei an.

Vom eigenen Anspruch, hinter FC Bayern die zweite Kraft im deutschen Fußball zu sein, war in diesem Spiel wenig zu sehen - zum Leidwesen von Sportdirektor Zorc: "Wir haben gespielt, als wäre der ein oder andere mit dem Kopf bereits im Urlaub." Dass soll dem BVB, der in der Aufstellung in Leipzig auf den gesperrten Achraf Hakimi verzichten muss, nicht noch einmal passieren. "Ich hoffe, dass Mainz ein Einzelfall war", so Zorc: "Natürlich werden wir die Mannschaft nochmals darauf hinweisen, was wir in dem einen oder anderen Einzelgespräch auch schon getan haben."

4) Platz zwei erspart dem BVB weitere Diskussionen um Trainer Lucien Favre

Keine Frage: Jeder Niederlage des BVB und jeder indiskutable, lustlose und unmotivierte Auftritt der Mannschaft von Borussia Dortmund bringt die Diskussionen um Trainer Lucien Favre wieder im Gange. Der Verlust von Platz zwei könnte die Diskussion über seine Zukunft beim BVB neu beleben. Nach den beiden mühseligen 1:0-Erfolgen über Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf war sie zumindest für eine kurze Zeit abgeebbt.

Auch wenn Lizenzspielerchef Sebastian Kehl bereits meinte: "Wir sollten jetzt nicht alles in Frage stellen. Wir hatten zuvor einen sehr, sehr guten Lauf." Ähnlich sag es Torwart Roman Bürki: "Die Mannschaft hat kein Mentalitätsproblem. Sonst stünden wir nicht auf dem zweiten Platz."

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Thissen/dpa

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