Deutsche Jugend erfolgreich wie nie

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Mesut Özil & Co. mit dem Pott

Malmö - Nach zuletzt 16 titellosen Jahren im Juniorenbereich hat sich die Nachwuchsförderung im deutschen Profifußball endlich ausgezahlt.

Als allererster Verband ist der DFB im Besitz aller drei EM-Titel im Junioren-Bereich.

Von den letzten fünf internationalen Turnieren gewannen die DFB -Teams drei innerhalb von nur elf Monaten: 2008 wurde die U 19 Europameister, 2009 gewannen die U 17 und nun die U 21 ihre EM - Turniere. Schon im Jahr 2007 kündigten sich die ersten Erfolge an. Die U 19 scheiterte im EM -Halbfinale nur knapp und bei der U 17- WM in Südkorea erreichten die Junioren immerhin Platz drei. In 2009 bieten sich nun noch zwei Gelegenheiten, die internationale Bilanz weiter zu verbessern: Im September bei der U 20- WM in Ägypten und anschließend bei der U 17- WM , die voraussichtlich in Nigeria stattfinden wird.

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Der Erfolg ist planbar. Seit neun Jahren hat der Deutsche Fußball- Bund ( DFB ) die Nachwuchsförderung professionell strukturiert und investiert seitdem etwa zehn Millionen Euro jährlich in die Talente und Sichtung der jüngsten Kicker. Es gibt mittlerweile fast 400 Stützpunkte, über 1000 Honorartrainer und insgesamt 29 Koordinatoren. Zudem wurden die Profi-Clubs verpflichtet, Nachwuchs-Leistungszentren einzurichten. “Der Erfolg unterstreicht die hervorragende Arbeit in den Leistungszentren der Bundesliga, die die Grundlage für die Stärke unserer Nationalmannschaften ist“, sagte DFL-“Vize“ Harald Strutz und weist damit auf den Anteil der Clubs hin. Diese haben allein vorige Saison fast 70 Millionen Euro in den Nachwuchsbereich investiert.

“Die immensen Investitionen in die Nachwuchsförderung tragen Früchte“, betonte Strutz, der auch Clubchef des FSV Mainz 05 ist. In der Tat betreiben die Vereine einen hohen Aufwand: Sie leisten sich einen großen Trainerstab, dazu wurden so genannte Eliteschulen eingeführt, die an die Leistungszentren der Vereine gekoppelt sind und in denen für die jungen Talente eine sportliche und schulische Karriereförderung auf dem Programm steht. So hat zum Beispiel Torwart Manuel Neuer vom FC Schalke 04 eine solche Eliteschule durchlaufen.

Profitieren wird davon natürlich die A-Nationalmannschaft. Aus der aktuellen U 21 haben fünf Akteure bereits in der A-Auswahl gespielt, Sami Khedira , Benedikt Höwedes und Jerome Boateng könnten folgen. Einige von ihnen - wie Torhüter Neuer - haben große Chancen bei der WM 2010 in Südafrika dabei zu sein. Aus dem 23-er EM -Kader haben 19 Spieler Bundesliga-Erfahrung, neun davon schon mehr als 50 Spiele in der 1. Liga absolviert, Gonzalo Castro gar schon 120. Marko Marin hat zum Beispiel in der abgelaufenen Saison in 33 von 34 Bundesliga- Spielen für Borussia Mönchengladbach mitgewirkt.

Das war früher anders. Aus dem letzten Europameister-Team der U 16 von 1992 hat in Lars Ricken nur ein Spieler den Sprung in die A- Auswahl geschafft. Spieler des Jahrgangs 1976 wie Michael Ballack oder Torsten Frings spielten damals nicht im DFB -Team. “Den Namen Ballack kannte ich überhaupt nicht. Das war eine Phase, in der unsere Jugendarbeit absolut nicht ausgereift war“, sagte Bernd Stöber , der 20 Jahre lang DFB -Juniorentrainer war, in einem “Welt“-Interview.

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DFB -Trainer Horst Hrubesch, der seinen zwei gewonnenen EM -Titeln im Juniorenbereich im September sogar noch einen WM -Sieg mit der U 20 folgen lassen kann, profitierte wie kein anderer vor ihm von den neuen Strukturen. “Wir haben in Deutschland in den letzten Jahren einiges auf die Beine gestellt mit den Verbänden und den Vereinen. Es kommen jede Menge junger guter Spieler nach. Ich glaube, dass sich das mittlerweile auszahlt. Da gehen wir guten Zeiten entgegen.“

dpa

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