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DFB-PK vor Ungarn: Gnabry-Einsatz fraglich - Müller fordert zwei Siege

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Von: Vinzent Fischer

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Bundestrainer Hansi Flick und Thomas Müller stellen sich vor dem Auswärtsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Ungarn der Presse. Der Ticker.

13.24 Uhr: Das war‘s von der Pressekonferenz aus Herzogenaurauch. Thomas Müller und Hansi Flick haben ihre Statements abgegeben. Hier gibt es das Wichtigste zum Nachlesen.

Thomas Müller (Spieler deutsche Nationalmannschaft) über...

...seine erste WM als Fan: „Die erste WM, an die ich mich erinnere, war die von 1998. Die Fußballwahrnehmung hat 1996 begonnen. Oliver Bierhoff war mir schon vor der Nationalmannschaft ein Begriff. Für Public Viewing war ich denke ich noch zu jung. An das Argentinien-Spiel 2006 kann ich mich gut erinnern, da war ich bei einer größeren Veranstaltung.“

...die körperliche Belastung: „Es ist einfach so, wie es ist. Wir haben einen guten Kader und werden das stemmen können. Das ist sicher nicht der Wunschtraum. Es ist dringend notwendig, dass wir die zwei Spiele gewinnen und dann in den Urlaub können.“

...Gesten gegen Diskriminierung und Rassismus: „Die Aktion von Leon (Goretzka, im EM-Spiel vergangenes Jahr, d. Red.) war absolut spontan. Der ungarische Fanblock hat sich da nicht von seiner besten Seite gezeigt. Das war ein Zeichen von Leon persönlich, das uns aber aus dem Herzen gesprochen hat. Wir haben aus Solidarität bei der Aktion der Engländer gemacht. Wenn der Anlass vorhanden ist, dann sind wir natürlich offen. Wir planen da jetzt aber nicht durchgängig eine Aktion und wollen das nicht inflationär wirken lassen. Als wir sowas gemacht haben, gab‘s ja auch den ein oder anderen, der das nicht so gut fand.“

Thomas Müller (Spieler deutsche Nationalmannschaft) über...

...das EM-Aus 2021: „Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Wir fahren heute nach Ungarn, um uns die Bestätigung für das England-Spiel zu holen. Wir wollen uns für die nächsten Monate und die Leistungen in den letzten Spielen belohnen.“

...seine Position als „Raumdeuter“: „Diese überraschenden Laufwege sehe ich eigentlich nicht. Ich versuche eigentlich immer, logisch zu laufen. Es geht viel um Timing, und dann kann man dem Gegner auch wehtun. Die Abstimmung ist natürlich schwieriger mit Spielern herzustellen, mit denen man nicht so oft zusammenspielt. Wir haben hier in der Nationalmannschaft auch andere Spielertypen.“

...seine Rolle in der Mannschaft: „Ich fühle mich nicht als der Papa, das bin ich auch nicht. Ich versuche, sowohl auf als auch neben den Platz Input zu geben. Ich versuche, die Jungs zu kitzeln und zu motivieren. Man muss dann aber auf dem Platz schon auch was liefern - das will ich natürlich auch vorleben.“

Thomas Müller (Spieler deutsche Nationalmannschaft) über...

...das Homeground in Herzogenaurauch: „Die Zimmer sind sehr sachlich gehalten. Man wird dazu animiert, die Zimmer zu verlassen und Zeit auf dem Camp zu verbringen. Man kann sich behandeln lassen. Für Spiel, Spaß und Sport ist gesorgt. Man kann sich wohlfühlen, hat aber auch genug Fokus für das Turnier.“

...seine Position in der Torjäger-Rangliste des DFB: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es heute um Torrekorde geht. Ein paar Tore habe ich mir schon noch vorgenommen. Wie viele es genau werden, kann ich nicht sagen. Wie viele am Ende rauskommen, ist nicht entscheidend.“

...Jamal Musiala: „Er arbeitet auch an den Dingen, die er nicht so gut kann. Es ist beeindruckend, wie er aus Situationen mit Ball rauskommt. Das Aufdrehen nach vorne ist eine seiner Stärken. Es gibt sicherlich Spieler mit einem besseren Abschluss oder Passspiel. Aber das zeichnet ihn aus, seit er bei uns bei den Bayern-Profis ist: Er arbeitet immer weiter an sich.“

13:04 Uhr: Thomas Müller nimmt am Pult den Platz von Hansi Flick ein.

Hansi Flick (Trainer deutsche Nationalmannschaft) über...

...die Qualität von Ungarn: „Das ist eine Mannschaft, die sehr gut verteidigt. Sie haben eine gute Ordnung, stehen kompakt und eng. Sie wissen, wie man aggressiv verteidigt und dem Gegner das Leben schwer macht. Darum wird das für uns eine schwierige Aufgabe.“

...die bevorstehende WM in Katar: „Es geht darum, dass wir uns gut vorbereiten müssen. Wir haben jetzt noch vier Spiele, die nehmen wir dankbar an. Nach so einer langen Saison ist das natürlich tough für die Spieler. Wir wollen eine erfolgreiche WM spielen.“

...die Atmosphäre im Stadion: „Es wird eine gute Stimmung, was man sich ja auch erhofft. Es kann sein, dass Pfiffe kommen. Ich kenne das selbst aus meiner eigenen Erfahrung als Spieler. Aber sobald der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, blendet man das aus.“

...Lukas Nmecha: „Er hat ein gutes Tempo und kann den Gegner dadurch unter Druck setzen. Er hat gezeigt, dass er eventuell eine Option sein kann. Er ist eine Option, wie jeder andere auch.“

Hansi Flick (Trainer deutsche Nationalmannschaft) über...

...den Kräfteverschleiß: „Vier Spiele sind einfach zu viel, nach so einer langen Saison. Wir hatten eine Pandemie, da sind auch viele Spiele mit Englischen Wochen hinten angestellt worden. Es ist eine kurze Sommerpause, man hat fast keine Vorbereitung. Man sollte schon mal hinterfragen, wie man den Spielern mal eine Pause gönnen kann.“

...Joshua Kimmich: „Er hat zwei sehr gute Spiele gemacht und gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist.“

...Leon Goretzka und die ungarischen Fans: „Das ist null Thema bei uns. Jeder einzelne hat schon so viele Spiele gemacht, bei denen die Stimmung aufgeheizt war. Jeder hat das auf dem Niveau schon mal aushalten müssen.“

Hansi Flick (Trainer deutsche Nationalmannschaft) über...

...Timo Werner: „Wir brauchen Spieler, die im Rhythmus sind. Gerade für Katar ist das entscheidend. Wir haben überhaupt keine Zeit, nochmal nachzubessern. Wir erwarten von jedem einzelnen, der in den Kader möchte, dass er seine Fitness auf einem Top-Niveau hält. Es ist durchaus möglich, dass er morgen von Anfang an spielt.“

...Antonio Rüdiger: „Er hat eine fantastische Entwicklung gemacht. Dass er bei Real Madrid spielen darf, ist der Lohn für seine Arbeit. Er ist einer, der im Training sehr fokussiert ist. Er kann eigentlich immer spielen und hat in der letzten Saison über 6.000 Minuten gespielt. Er ist ein absoluter Leader da hinten drin.“

...Manuel Neuer und Thomas Müller: „Manuel Neuer wird spielen. Thomas ist ein Spieler, der jeder Mannschaft gut tut.“

...Serge Gnabry: „Sein Einsatz ist fraglich. Er hat muskuläre Probleme in der Wade.“

Hansi Flick (Trainer deutsche Nationalmannschaft) über...

...Rotation in der Startelf: „Wir wollen einfach die drei Punkte holen und uns für den Einsatz und den Aufwand belohnen. Gegen England war das ein großer Schritt nach vorne, und den wollen wir jetzt bestätigen. Als Trainerteam wollen wir schon jedem die Chance geben zu spielen, aber am Schluss zählt das Ergebnis.“

...das Spiel gegen Ungarn: „Nach England ist das gegen Ungarn das schwerste Spiel. Wir müssen an die Leistung gegen England anknüpfen. Das wird eine ganz große Aufgabe für uns.“

12:45 Uhr: Der Bundestrainer betritt den Raum, Thomas Müller allerdings fehlt noch. Gleich geht‘s los!

Update vom 10. Juni, 12.41 Uhr: In wenigen Minuten werden Hansi Flick und Thomas Müller hier erwartet. Wie bereitet sich die Nationalelf auf das schwere Spiel in Ungarn vor?

Erstmeldung vom 10. Juni, 12.00 Uhr: Herzogenaurach - Die deutsche Nationalmannschaft steht unter Zugzwang. In der Nations League (Liga A/Gruppe 3) liegt das Team um Bundestrainer Hansi Flick nach zwei Spieltagen lediglich auf dem dritten Tabellenplatz. Zum Auftakt gab es gegen Italien und England jeweils nur ein Remis. Mit einem Auswärtssieg in Ungarn (20.45/RTL) könnte „die Mannschaft“ auf den ersten Tabellenplatz springen.

Nationalmannschaft: Pressekonferenz mit Hansi Flick und Thomas Müller im Live-Ticker

In der Puskas-Arena in Budapest steht der Nationalelf allerdings ein schweres Spiel bevor. Immer wieder fallen die ungarischen Fans - unter ihnen teils gewaltbereite Hooligans - negativ auf, jüngst etwa beim Heimspiel gegen England. Die Partie hätte eigentlich als „Geisterspiel“ unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden sollen, doch durch ein Schlupfloch in den Regularien konnten sich Fans als Begleitpersonen von Kindern Zutritt in das Stadion verschaffen. Während des Kniefalls, den die Engländer zum Kampf gegen Rassismus regelmäßig begehen, begann das Publikum, die Spieler auszupfeifen.

DFB erwartet Chaos-Spiel in Budapest - Ungarn-Fans mit Buhrufen und homophoben Gesängen

Auch das letzte Aufeinandertreffen mit der deutschen Nationalmannschaft verlief nicht ohne Zwischenfälle. Während die Organisatoren rund um die Partie in der Allianz Arena ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt setzen wollten, fielen die mitgereisten ungarischen Anhänger schon vor dem Spiel durch homophobe Gesänge auf. Auch während des Spiels ging es heiß her. Nach zwischenzeitlichem Rückstand rettete Leon Goretzka die Mannschaft vor dem Ausscheiden in der Gruppenphase und erzielte kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer - inklusive provokantem Herz-Jubel in Richtung Ungarn-Fans. Ihn werden die Anhänger wohl besonders auf dem Zettel haben.

Vor der Abreise nach Budapest melden sich Hansi Flick und Thomas Müller ab 12.45 Uhr in einer Pressekonferenz zu Wort. Wir berichten im Live-Ticker. (vfi)

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