7:0! FCR Duisburg gewinnt DFB-Pokal

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Fatmire Bajramaj stellte mit ihrem 1:0 die Weichen zum Sieg.

Berlin - Vor dem Gewitter ließen es die Fußballerinnen des FCR Duisburg krachen und sicherten sich erstmals das Pokal-Double.

Acht Tage nach dem ersten UEFA-Cup-Triumph holten die Duisburgerinnen mit einem Kantersieg auch zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Durch das 7:0 (2:0) über Turbine Potsdam ging am Samstag eine elf Jahre lange Durststrecke im Berliner Olympiastadion zu Ende. Die Potsdamerinnen verpassten dagegen nach ihrem Hattrick zwischen 2004 und 2006 den vierten Cup-Sieg.

So schön jubeln die Siegerinnen

So schön jubeln die DFB-Pokal-Siegerinnen

Ausgerechnet die künftige Potsdamerin Fatmire Bajramaj leitete in der 28. Minute mit einem schönen Volleyschuss den FCR-Erfolg nach drei Berliner Endspiel-Pleiten ein. Die Weltmeisterin legte zudem für den zweiten Treffer durch einen sehenswerten Direktschuss von Annemieke Kiesel (37.) vor. Ein Doppelschlag durch das zweite Tor der Niederländerin (47.) und die Belgierin Femke Maes (50.) sorgte unmittelbar nach der Pause für die Entscheidung. Inka Grings (54.) legte wenig später nach, ehe es stark zu regnen und zu donnern begann. Die Torjägerin besorgte auch den sechsten Treffer (86.), Alexandra Popp (90.) sorgte für den Endstand.

Allerdings hatten die Siegerinnen anfangs auch Glück. Potsdam, das in der Bundesliga mit 2:2 und 3:0 ungeschlagen gegen Duisburg geblieben war, war dem in der 18. Minute ganz nah: Ein Kopfball von Stefanie Draws prallte von einem Innenpfosten an den anderen und wieder hinaus. Zuvor fälschte die Duisburgerin Annike Krahn eine Flanke von Leni Laursen Kaurin mit dem Kopf fast ins eigene Netz ab.

Eine taktische Änderung der Westdeutschen brachte dann den gewünschten Erfolg. Die bis dahin wirkungslosen Bajramaj und Simone Laudehr wechselten die Seiten. Als Potsdams Verteidigerin Babett Peter unter Laudehrs Flanke hindurch sprang, schmetterte Bajramaj das Leder freistehend in die Maschen.

Dagegen lenkte Kathrin Längert auf der anderen Seite eine abgerutschte Flanke von Anja Mittag über die Latte (35.), dann schoss die Torjägerin über den Kasten (41.). Nach dem Wiederanpfiff ließ sich der bei Pokalfinals bisher ohne Gegentore gebliebene Bundesliga-Zweite überrumpeln: Erst setzte sich Kiesel durch, dann staubte Maes nach Schuss von Grings ab, ehe die Torjägerin mit einem überlegten Schlenzer auch selbst erfolgreich war und Potsdam ein unerwartetes Debakel bescherte. Grings traf zudem noch die Latte (82.), ehe sie das halbe Dutzend voll machte.

Das 25. Frauen-Finale war zugleich das vorläufig letzte im deutschen Wembley. In den kommenden beiden Jahren wird das Endspiel entweder in Frankfurt, Köln, Gelsenkirchen, Wolfsburg oder Leverkusen ausgetragen. DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach vor dem Finale von einem Test und schloss eine Rückkehr ins Olympiastadion nicht aus. Dort waren zu Spielbeginn nur 2000 Zuschauer, bis zum Abpfiff strömten etwa 25 000 Fans vor dem Männer-Endspiel in die Arena.

dpa

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