Erfolg zum Abschied von Diego und Baumann

Werder Bremen ist DFB-Pokal-Sieger!

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Diego (r.) verabschiedet sich mit einem Titel

Berlin - Werder Bremen hat eine verkorkste Saison doch noch gerettet und sich dank des sechsten DFB-Pokal-Triumphs für die neue Europa League qualifiziert.

Der Meisterschafts-Zehnte schlug anderthalb Wochen nach dem verlorenen UEFA-Cup-Endspiel am Samstag im ausverkauften Berliner Olympiastadion Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 (0:0). Vor 74 244 Zuschauern erzielte Nationalspieler Mesut Özil in der 58. Minute den Treffer, der dem stark aufspielenden künftigen Juventus-Profi Diego und Baumann einen Abschied nach Maß bescherte. “Wir haben als Mannschaft gezeigt, dass wir sehr stark sind. Jetzt wird nur noch gefeiert“, kündigte Özil an. 

Das Finale in Bildern

Werder ist DFB-Pokal-Sieger! Das Finale in Bildern

Doch der richtige Jubel brandete bei den Bremern erst auf, als sie von Uwe Seeler um 22.14 Uhr den Pokal überreicht bekamen. “Es war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften, aber man hat gesehen, dass wir den Pokal haben wollten“, meinte Trainer Thomas Schaaf, nachdem er die obligatorische Bierdusche über sich hatte ergehen lassen müssen. “Wir haben heute ein super Spiel gemacht und verdient gewonnen. Wir standen unter Druck nach dem verlorenen UEFA-Cup-Endspiel“, meinte Torsten Frings.

Mit leeren Händen standen nach dem Titel 1993 einmal mehr die Leverkusener da. “Es ist unheimlich bitter“, meinte Torwart René Adler, der in der ersten Halbzeit zur Hauptfigur wurde, beim einzigen Gegentreffer allerdings nicht gut aussah. “Für uns war das eine Katastrophe“, meinte er zu der Niederlage, die die Diskussionen nach der Rücktrittsdrohung von Coach Bruno Labbadia in den kommenden Tagen noch verschärfen dürfte. “Nach einer Finalniederlage ist es nicht schön, über die Zukunft zu reden“, meinte der Bayer-Trainer.

Lange brauchte die Werder-Mannschaft nicht, um sich gegen die mit leichten Vorteilen in die Partie gestarteten Leverkusener frei zu spielen. Ein butterweicher Freistoß von Diego in seinem letzten Spiel im Werder-Dress köpfte Sebastian Prödl aus Abseitsposition aufs Leverkusener Tor, Adler parierte glänzend. Zum Verhängnis wäre dem Bayer-Schlussmann fast die 13. Minute geworden: Frings versuchte den weit vorm Tor postierten Adler zu überlisten, bei seiner Abwehraktion krachte der Keeper unglücklich gegen den Pfosten. Gegen Hugo-Almeida und Naldo zeigte er anschließend Unsicherheiten, einen Kopfball von Naldo kurz vor dem Pausenpfiff wehrte Adler dann spektakulär ab.

Dabei dürfte es nicht Labbadias Abschiedsdrohung kurz vor dem Finale gewesen sein, die die Leverkusener hemmte. Vielmehr ließ sich die junge Mannschaft von den defensiv um Naldo hervorragend organisierten Bremern den Schneid abkaufen. Zumal die besten Chancen kläglich versiebt wurden und Tim Wiese im Werder- Kasten und Nationalkeeper-Duell in der ersten Hälfte nicht ein einziges Mal geprüft wurde. Anstatt das Leder ins Netz zu schießen, traf Patrick Helmes in der 22. Minute den Ball nach toller Vorarbeit von Renato Augusto nicht richtig und versemmelte den Ball kläglich.

Was auch immer Labbadia seinen Schützlingen in der Pause mit auf den Weg gab - es zeigte ein paar Minuten lang Wirkung, wenngleich die erste Leverkusener Chance nach dem Seitenwechsel eine gewagte Kopfballabwehr von Bremens Nationalspieler Clemens Fritz war, die nur knapp das eigene Tor verfehlte (51.). Anschließend musste sich Wiese lang machen, als er einen Schuss von Tranquillo Barnetta mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (54.).

Doch dann blitzte einmal mehr Diegos Fußball-Genialität, für die “Juve“ 24,5 Millionen Euro an Werder überweist, auf, als er den Ball Özil auflegte. Der Schuss des Mittelfeldmanns war für Werder noch einmal weitere 2,5 Millionen Euro wert. Sekunden danach durfte sich Baumann von den Fans feiern lassen, als er nach 59 Minuten das Feld verließ und damit seine Karriere zu Ende ging - nicht ohne voller innerer Zufriedenheit eine halbe Stunde später den Triumph mit Diego & Co zu genießen. “Wenn das letzte Spiel der Karriere mit einem Pokalsieg gekrönt wird, das hat schon was. Ich hatte das Gefühl, es war ein guter Moment aufzuhören“, sagte Baumann.


Und so jubelten die Frauen

So schön jubeln die DFB-Pokal-Siegerinnen

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