BVB ist Meister! Bayern überholt Hannover

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Die Spieler bejubeln den Titel

Dortmund - Borussia Dortmund ist deutscher Fußball-Meister. Verfolger Bayer Leverkusen patzte am Samstag genauso wie Hannover 96.

Der Jubel bei Borussia Dortmund kennt keine Grenzen mehr: Der westfälische Traditionsklub hat sich durch einen 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga vorzeitig die deutsche Meisterschaft gesichert. Für den BVB war es nach 1956, 1957, 1963, 1995, 1996 und 2002 der siebte Titelgewinn. 

 

Autokorsos, Bierduschen & ein kahler Großkreutz: Dortmund feiert Meistertitel

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Die Schwarz-Gelben profitierten von der Schützenhilfe des 1. FC Köln, der im rheinischen Derby den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen mit 2:0 bezwang. Damit führen die Dortmunder zwei Spieltage vor dem Saisonende mit acht Punkten uneinholbar die Tabelle vor dem Werksklub an. Der Jubel im mit 80.720 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park kannte nach dem Abpfiff keine Grenzen mehr. Die BVB-Helden von Trainer Jürgen Klopp wurden frenetisch gefeiert, es folgte eine lange Nacht rund um den Borsigplatz.

Der Argentinier Lucas Barrios erzielte das erlösende Führungstor in der 32. Minute, der Pole Robert Lewandowski (43.) erhöhte auf 2: 0 und brachte die Borussia schon bis zur Halbzeit deutlich auf die Siegerstraße. Der größte Jubel brandete allerdings auf, als Stadionsprecher Norbert Dickel die Nachricht vom Kölner Führungstor gegen Bayer im Stadion verbreitete.

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In Köln entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem der FC die klaren technischen Vorteile der Leverkusener durch Kampfkraft ausglich. Im ersten Spiel unter Interims-Coach Volker Finke, der als Nachfolger des am Mittwoch zurückgetretenen Frank Schaefer bis zum Saisonende die Verantwortung auch als Coach trägt, holten die Geißböcke einen wertvollen Sieg im Abstiegskampf. Milivoje Novakovic (67./83.) schoss den FC mit den Saisontoren Nummer 15 und 16 zum Sieg gegen den Erzrivalen.

Im Schatten des Titelkampfes stand das Abendspiel zwischen Bayern München und Schalke 04 mit Torwart Manuel Neuer, der möglicherweise in der kommenden Saison beim deutschen Rekordmeister spielt. Die Bayern setzten sich mit 4:1 durch und sind mit 59 Punkten wieder Tabellendritter. Thomas Müller (14./84.), Arjen Robben (6.) und Mario Gomez (19.) trafen für die Münchner. Holger Badstuber (8.) sorgte per Eigentor für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Königsblauen.

Eintracht Frankfurt musste hingegen im Kampf um den Klassenverbleib einen herben Rückschlag hinnehmen. Im Rhein-Main-Derby unterlagen die Riederwälder beim FSV Mainz 05 sang- und klanglos mit 0:3. Elkin Soto (38./45.) und Andreas Ivanschitz (26.) schossen die Treffer für die Rheinhessen. Frankfurt verlor außerdem Sebastian Rode (44.) nach einer Notbremse durch Rote Karte.

Der ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebende VfB Stuttgart errang dagegen auswärts einen Erfolg. Bei 1899 Hoffenheim siegten die Schwaben 2:1. Peniel Mlapa (14.) brachte die Kraichgauer frühzeitig in Führung. Nationalspieler Cacau (63.) egalisierte für die Stuttgarter, Zdravko Kuzmanovic (68., Foulelfmeter) sicherte den Schwaben den Dreier. Der VfB hat jetzt 39 Punkte auf dem Konto und dürfte gerettet sein. Dahinter rangieren Köln (38) und der VfL Wolfsburg (35). Frankfurt belegt mit 34 Punkten den Relegationsrang.

Der Tabellenvorletzte Borussia Mönchengladbach holte durch ein 1: 0 beim Champions-League-Aspiranten Hannover 96 einen weiteren Dreier. Mit 32 Zählern wahrten die Fohlen, die weiterhin Tabellen-17. sind, die Chance auf den Klassenerhalt. Marco Reus (76. ) erzielte das Tor des Tages für die Gladbach. Schlusslicht ist der FC St. Pauli (0:2 beim 1. FC Kaiserslautern.

Der Hamburger SV kassierte durch ein 0:2 gegen den SC Freiburg eine weitere Heimschlappe. Für die Breisgauer traf zum 21. und 22. Mal in dieser Saison Demba Papiss Cisse (16./88.).

Bereits am Freitag hatte der VfL Wolfsburg durch ein 1:0 im Kellerduell bei Werder Bremen einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. „Wir haben drei Punkte und einen wichtigen Sieg geholt. Mehr nicht“, sagte VfL-Coach Felix Magath. Durch den Dreier, den Sascha Riether mit seinem Treffer in der 22. Minute sichergestellt hatte, konnte der VfL Wolfsburg die Relegationsplätze verlassen.

Der FC St. Pauli rückte dagegen dem Abstieg wieder ein Stück näher. Auf dem Lauterer Betzenberg unterlagen die Hamburger klar. Sportchef Helmut Schulte beschäftigte sich bereits mit der 2. Liga in der kommenden Saison. „Dass wir in der Spitze mitspielen wollen, ist klar. Aber wir müssen erst sehen, mit welchen Mannschaften wir es zu tun bekommen“, sagte der Manager des Tabellenletzten.

Komplettiert wird die 32. Runde am Samstagabend mit dem brisanten Duell zwischen Rekordchampion Bayern München und Vizemeister Schalke 04 mit Torwart Manuel Neuer, der möglicherweise in der kommenden Saison bei den Bayern spielen wird. 

sid

 

Die Tabelle

 

1 Borussia Dortmund 32 22 6 4 64:19 45 72
2 Bayer Leverkusen 32 19 7 6 62:43 19 64
3 FC Bayern München 32 17 8 7 71:38 33 59
4 Hannover 96 32 18 3 11 45:42 3 57
5 1. FSV Mainz 05 32 16 4 12 47:37 10 52
6 1. FC Nürnberg 32 13 8 11 45:40 5 47
7 SC Freiburg 32 13 5 14 41:47 -6 44
8 Hamburger SV 32 12 7 13 44:50 -6 43
9 1899 Hoffenheim 32 10 10 12 47:46 1 40
10 FC Schalke 04 32 11 7 14 36:39 -3 40
11 1. FC Kaiserslautern 32 11 7 14 43:48 -5 40
12 VfB Stuttgart 32 11 6 15 57:56 1 39
13 Werder Bremen 32 9 11 12 43:58 -15 38
14 1. FC Köln 32 11 5 16 43:61 -18 38
15 VfL Wolfsburg 32 8 11 13 39:45 -6 35
16 Eintracht Frankfurt 32 9 7 16 30:44 -14 34
17 Borussia Mönchengladbach 32 9 5 18 45:64 -19 32
18 FC St. Pauli 32 8 5 19 33:58 -25 29

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