Eintracht Frankfurt

Fredi Bobic und Axel Hellmann ausgezeichnet

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Macher 1: Fredi Bobic.

Die Eintracht-Vorstände Fredi Bobic und Axel Hellmann werden vom „Horizont Sport Business“-Magazin zu „Player des Jahres“ gekürt.

Fredi Bobic hat in der jüngeren Vergangenheit so ziemlich alles an Preisen abgeräumt, was denkbar ist. Zweimal in Folge, 2018 und 2019, wählte eine hochdekorierte Jury des Magazins „11 Freunde“ den Sportvorstand von Eintracht Frankfurt zum „Manager des Jahres“. Jedes Mal wurde Bobic dabei in der Kölner Flora nach Regeln der Kunst abgefeiert. Auch das Fachblatt „Kicker“ kürte den 47-Jährigen 2019 zum „Mann des Jahres“. In dieser Woche nun folgte die offizielle Ernennung zum „Player des Jahres“, gewählt von einer Jury des renommierten „Horizont Sport Business“-Magazins.

Die Ehrung in den Räumen der Frankfurter Rudergesellschaft Germania im Stadtteil Sachsenhausen erhielt Bobic diesmal aber nicht allein. Ebenfalls eines „Player des Jahres“ würdig empfand das Preisgericht durchaus zu Recht den bei der Eintracht fürs Marketing verantwortlichen Vorstandskollegen Axel Hellmann. Die beiden führenden Köpfe des seit zwei Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich stabil überperformenden Fußball-Bundesligisten, beide mit Vertrag bis 2023, vergaßen bei der von „Horizont“-Chefredakteur Uwe Vorkötter moderierten Award-Verleihung nicht, den dritten Mann im Eintracht-Vorstand zu erwähnen: Finanzchef Oliver Frankenbach agiert lieber mehr im Hintergrund und verwaltet mittlerweile einen Umsatz von 201,4 Millionen Euro.

Eintracht zum „Social-Media-Meister“ gekürt

Dass die Einnahmen stramm auf mehr als 250 Millionen Euro zumarschieren, hat eine Menge mit den klugen Transfers von Bobic zu tun, zudem mit der umfassenden Digitalisierungsstrategie von Hellmann. Gerade wurde die Eintracht zum zweiten Mal nach 2017 offiziell zum deutschen „Social-Media-Meister“ gekürt.

Macher 2: Axel Hellmann.

Frank Hensgens, Deutschlandchef des Eintracht-Hauptsponsors Indeed, lobte die „extreme Kompetenz“ der beiden „Baumeister der neuen Eintracht“ in allerhöchsten Tönen: „Als wir 2017 die Vertragsgespräche mit der Eintracht geführt haben, haben wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet, was dann passieren würde.“ Vor allem die Auftritte in der Europa League mit einem heroischen Aus im Halbfinale beim FC Chelsea hätten dafür gesorgt, dass die Eintracht „ganz Deutschland stolz gemacht hat“. Der gebürtige Rheinländer ergänzte hochachtungsvoll: „Selbst in meiner Heimat finden viele Menschen die Eintracht super-sympathisch.“ Christian Sewing, Vorstand der Deutschen Bank, fügte erhellend hinzu: „Fredi Bobic und Axel Hellmann verkörpern die ganze Wucht der Eintracht.“ In der Tat: Viel mehr Lob geht nicht.

Hellmann strich heraus, dass die Gründung einer Stabsstelle in seiner Abteilung mit Mitarbeitern, die komplett aus dem Tagesgeschäft herausgehalten werden, „ausschließlich langfristig denken und sich nur mit der Zukunft beschäftigen“, den Erfolg zentral mitbegründet habe. Er könne anderen Klubs nur raten, es der Eintracht mit der Bildung einer solchen Stabsstelle nachzutun.

Einen besonderen Dank hatte Bobic aus diesem für ihn fast schon zur Routine gewordenen Anlass an Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing zu vergeben. Steubing habe ihn 2016 „gegen größere Widerstände durchgesetzt“. Die Botschaft dürfte auch im Klub angekommen sein, „Horizont“-Chefredakteur Vorkötter äußerte jedenfalls sibyllinisch über die Preisträger: „Falls das Verhältnis der beiden kompliziert sein sollte, wissen sie es ganz gut zu verbergen.“ Womöglich ergänzen sich Bobic und Hellmann auch deshalb doch so gut, weil der eine sich als Schwabe in Hessen eine gewisse Distanz und somit einen kühlen Blick bewahrt hat und der andere als einstiger Fan aus dem G-Block und studierter Jurist die Symbiose von ökonomischer Power, Tradition und Emotionalität glaubhaft zu verbinden weiß. Zudem sind die Geschäftsfelder deutlich gegeneinander abgegrenzt. Wie dem auch sei: Es wurde dann jedenfalls ein geselliger gemeinsamer Abend.

Von Jan Christian Müller

Martin Hinteregger und Daichi Kamada haben auf Dienstreisen mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften auf sich aufmerksam gemacht und, erstaunlicherweise, Tore erzielt. Der Österreicher traf beim 3:1-Erfolg gegen Israel zum 2:1, Kamada, nach einer Stunde eingewechselt, setzte beim 6:0 gegen die Mongolei den Schlusspunkt. Es war der erste Treffer im dritten Länderspiel für den 23-Jährigen. Insgesamt befinden sich elf Eintracht-Spieler im Einsatz für ihre Ländermannschaften. 

Ob Kamada freilich rechtzeitig und vor allem fit für die Bundesligapartie der Eintracht gegen Bayer Leverkusen zurück in Frankfurt sein wird, ist nicht ganz sicher. Japan spielt nämlich am Dienstag noch in Tadschikistan. Die Eintracht muss ihrerseits bereits am Freitag (20.30 Uhr) wieder ran. Am Dienstagabend sind auch noch Dejan Joveljic, Frederik Rönnow, Djibril Sow und Simon Falette mit ihren Teams im Einsatz. Viel Zeit zur Regeneration bleibt da nicht. kil

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