Frankfurter Stadion

Deutsche Bank steigt bei Eintracht Frankfurt ein

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Das Stadion von Eintracht Frankfurt wird zukünftig „Deutsche Bank Park“ heißen.

Die Deutsche Bank steigt bei Eintracht Frankfurt ein. Der Verein bestätigte eine Einigung.

  • Eintracht Frankfurt verhandelte mit Deutscher Bank über Namensrechte am Waldstadion
  • Eintracht Frankfurt bestätigt Deal
  • Arena bekommt neuen Anstrich

Update vom Montag, 01.04.2020, 9.05 Uhr: Die Deutsche Bank steigt bei Eintracht Frankfurt ein. Wie der Bundesligist am Mittwoch bestätigte, hat der Vertrag mit dem neuen Namenssponsor eine Gültigkeit bis mindestens zum 30. Juni 2027, mit der Option zur Verlängerung. Über die Höhe der jährlichen Sponsoring-Kosten haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart, hieß es. Die Frankfurter Bank löst die Commerzbank ab, die 15 Jahre Namenssponsor gewesen ist.

Eintracht Frankfurt: Vertrag bringt 38 Millionen Euro ein

„Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wollten Eintracht Frankfurt und die Deutsche Bank zu einem späteren Zeitpunkt umfassender über die Eckpfeiler der Partnerschaft und das Konzept des Deutsche Bank Parks informieren“, teilte die Eintracht mit. Wie die „Bild“ berichtete, werde dem Frankfurter Bundesligisten der Vertrag in den nächsten sieben Jahren rund 38 Millionen Euro einbringen.

„Dabei geht es nicht nur um Sport-Sponsoring und Namensrechte, sondern auch darum, gemeinsam neue digitale Geschäftsmodelle und Produkte zu entwickeln, die weit über das heutige Stadionerlebnis hinaus im Alltag der Menschen eine Rolle spielen“, hieß es.

Update vom Montag, 09.03.2020, 13.52 Uhr: Für die kommende Bundesligasaison werden die Namensrechte für das Waldstadion in Frankfurt neu vergeben. Die Deutsche Bank ist dafür ein heißer Kandidat. Im Netz stößt der mögliche neue Namensgeber bisher allerdings nicht auf große Begeisterung. Auf Twitter gibt es Kritik von den Fans. 

Fans kritisieren Deutsche Bank als Namensgeber des Waldstadions

Einige sind allgemein gegen den Verkauf der Namensrechte im Profifußball und kritisieren die Kommerzialisierung, die damit in diesem Sport vorangetrieben wird. Für sie ist und bleibt die Arena in Frankfurt das „Waldstadion“. In diesem Fall bemängeln einige Fans konkret, dass die Deutsche Bank in den letzten Jahren in diverse Gerichtsverfahren verwickelt war und zweifeln an den moralischen Standards des Unternehmens. 

Die Fans sehen eine „negative Konnotation“ des Geschäftspartners in der Öffentlichkeit und halten einen Vertrag mit der Deutschen Bank daher für Rufschädigend für die Eintracht. Insbesondere die Investitionen der Deutschen Bank in Rüstungsexporte und ihre Verwicklung in Steuerhinterziehung und Geldwäsche beunruhigen einige Fans, wie auch fr.de* berichtet. 

Eintracht Fans halten „Deutsche Bank-Arena“ für rufschädigend

Auch der bisherige Sponsor, die Commerzbank, ist nicht frei von derartigen Vorwürfen. Für die Fans liegt der besondere Unterschied aber in der Verantwortlichkeit für den Namensgeber der Arena. Mit der Übernahme der Commerzbank-Arena von der Stadt, liege diese Verantwortlichkeit ab der kommenden Saison direkt bei Eintracht Frankfurt.

Namensrechte des Waldstadions werden neu vergeben

Erstmeldung vom Samstag, 07.03.2020, 19.01 Uhr: Frankfurt - Im Frankfurter Volksmund und bei den Fans von Eintracht Frankfurt heißt es immer noch Waldstadion, doch seit dem 01.07.2005 trägt die WM-Arena in Frankfurt offiziell einen anderen Namen: Commerzbank-Arena. Doch laut eines Berichts der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung könnte sich das bereits in diesem Jahr ändern. Denn ab der neuen Saison 2020/2021 sollen die Namensrechte für das Waldstadion neu vergeben werden. 

Dann könnte die WM-Arena statt Commerzbank-Arena „Deutsche-Bank-Arena“ heißen. Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, verhandelt derzeit offenbar mit Eintracht Frankfurt über eine „tiefgehende Kooperation, Namensrechte für das Fußballstadion inklusive“, schreibt die FAZ in ihrem Artikel (mit Bezahlschranke). Demzufolge steht der Deal bereits vor dem Abschluss. Die Bank sowie Eintracht Frankfurt wollten sich am Samstag (07.03.2020) nicht dazu äußern. „Dazu sagen wir nichts“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann: „Wir werden uns zu gegebenem Zeitpunkt dazu äußern.“

Eintracht Frankfurt verhandelt mit der Deutschen Bank über Namensrechte des Waldstadions

Nach langen Verhandlungen haben sich Eintracht Frankfurt und die Stadt im Oktober 2019 auf weitreichende Änderungen das Stadion betreffend geeinigt. Denn die Arena gehört nicht dem Fußball-Bundesligisten sondern der Stadt Frankfurt. Ab dem kommenden Sommer wird Eintracht Frankfurt das Stadion jedoch selbst betreiben und als ganzjähriger Mieter fungieren. Damit entfällt auch die Vergabe des Caterings und der Namensrechte der WM-Arena an die SGE. 

Die Namensrechte für das Waldstadion sollen bereits für die kommende Spielzeit neu vergeben werden. Neben der Deutschen Bank hat auch die Commerzbank weiterhin ein Interesse an den Namensrechten. Doch wie es aussieht hat die Deutsche Bank gute Chancen, den Konkurrenten auszustechen. Die Namensrechte kosteten die Commerzbank laut FAS zuletzt rund drei Millionen Euro jährlich. 

Eintracht Frankfurt und Stadt einigen sich – Waldstadion wird ausgebaut

Neben einem neuen Namen wird das Waldstadion in den nächsten Jahren auch einen neuen Anstrich bekommen. Denn Eintracht Frankfurt und die Stadt haben sich zusätzlich auf den Ausbau der Arena geeinigt. Nach dem Umbau werden die Farben der Eintracht im Wohnzimmer der Frankfurter deutlich zu sehen sein, es wird statt bisher 51.5000 dann rund 60.000 Zuschauern Platz bieten. 2024 wird das Stadion zudem als Spielstätte für die Fußball-Europameisterschaft fungieren. 

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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