Barça pulverisiert Mourinhos Real

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Xavi bejubelt seinen Führungstreffer

Barcelona - Der FC Barcelona hat Real Madrid im "Clásico" an die Wand gespielt, mit einem Kantersieg gedemütigt und die Königlichen damit auch in der Tabelle entthront.

Mesut Özil und Sami Khedira haben bei ihrem ersten “Clásico“ in Spanien gehörig Lehrgeld bezahlt. Die deutschen Fußball-Nationalspieler gingen am Montagabend mit Real Madrid beim 0:5 beim FC Barcelona sang- und klanglos unter. Vor 99 000 Zuschauern im Camp Nou spielte der spanische Meister die “Königlichen“ in der 240. Auflage des ewigen Duells an die Wand und löste Real an der Spitze der Primera Division ab.

Xavi (10.) und Pedro (18.) brachten schon früh ihr Team auf die Siegerstraße. Ein Doppelschlag von Weltmeister David Villa (55./58.) besiegelte den bitteren Real-Abend und die erste Niederlage für Madrid unter Trainer Jose Mourinho. Als Villa traf, war der zuletzt hochgelobte Özil schon nicht mehr auf dem Platz. Der Ex-Bremer wurde in der Pause durch Lassa Diarra ersetzt. Jeffren machte in der Nachspielzeit einen der höchsten Siege von Barcelona perfekt. Wenige Sekunden später sah Sergio Ramos nach einem brutalen Foul gegen Messi und anschließender Tätlichkeit Rot.

Über ein Dutzend Weltmeister und zehn Kandidaten für den Titel des Weltfußballer des Jahres standen beim Spiel der Spiele in Spanien auf dem Platz - glänzen konnten aber nur die Stars im “Barca“-Trikot: Lionel Messi wirbelte, Andres Iniesta und Xavi lenkten und David Villa traf.

Vor allem Messi war der auffälligste Spieler. Auch wenn ihm wieder einmal kein Tor gegen eine von Mourinho trainierte Mannschaft gelang, war er der entscheidende Mann. Einmal traf er nur den Pfosten, doch zweimal legte er für Villa auf.

Auf Real-Seite fiel der zuletzt starke Superstar Cristiano Ronaldo weniger durch spielerische Brillanz als vielmehr durch Meckern auf. Ein Freistoß in der ersten Halbzeit aus 25 Metern, der knapp das Tor verfehlte - das war's vom Portugiesen.

Von Özil war noch weniger zu sehen. Kaum Ballbesitz, keine Einfälle - er schien dem Druck vor rund 400 Millionen TV-Zuschauern in aller Welt nicht gewachsen zu sein. Auch Khedira konnte im defensiven Mittelfeld das Barcelona-Spektakel nicht stoppen und ging mit Real unter.

dpa

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