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Wirbel um Nagelsmanns Feuerwehr-Spruch: „Hätte nicht gedacht, dass man mir das zutraut“

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Von: Alexander Kaindl, Florian Schimak

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Julian Nagelsmann entschuldigte sich für seinen Feuerwehr-Spruch.
Julian Nagelsmann entschuldigte sich für seinen Feuerwehr-Spruch. © Jan Huebner / Imago

Der FC Bayern hat mit einem Sieg gegen den BVB die zehnte Meisterschaft in Folge eingefahren. Gesprächsbedarf gibt‘s aber schon vor dem Spiel. Die Stimmen.

München - Früher flogen zwischen dem FC Bayern und dem BVB bereits im Vorfeld die Giftpfeile. Und heute? Friede, Freude, Eierkuchen. Aber warum? Ob es an der recht deutlichen tabellarischen Konstellation liegt? Nach dem 31. Spieltag war sie noch eindeutiger und endgültig: Der FC Bayern ist nach dem 3:1-Sieg gegen Dortmund vorzeitig Deutscher Meister.

Die Protagonisten standen schon vor der Partie Rede und Antwort. Wir haben die Stimmen hier zusammengefasst:

Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern München) vor dem Spiel über …

… Joshua Kimmich: „Der Sechser ist bei mir ein extrem wichtiger Spieler. Gut, dass wir da einen guten haben.“

… das Spiel gegen den BVB: „Wir wollen Meister werden. Es fühlt sich aufgrund der letzten Wochen vielleicht nicht so spektakulär an. Aber jetzt ist es ein besonderer Umstand. Ein ausverkauftes Haus, zum zehnten Mal in Folge. Das ist ein historischer Moment. Wir haben die beste Abwehr, den besten Sturm, sind berechtigt auf Platz eins. Heute sollten wir das Spiel genießen und idealerweise den Titel holen.“

… mögliche Bierduschen: „Ich habe zwei Ersatzjacken dabei. Aber die habe ich immer dabei.“

… den Wirbel um seinen Feuerwehr-Spruch bei der PK: „Ich habe es grundsätzlich nicht ganz verstanden. Warum sollte ich da die Feuerwehr diskreditieren? Da ging es nur um das Wort freiwillig. Eine Feuerwehr, die brauchen wir, da sind nicht nur ich, sondern auch alle anderen glücklich. Ich bin der Letzte, der irgendein Ehrenamt diskreditiert. Ich hätte nicht gedacht, dass man mir das zutraut. Ich entschuldige mich bei allen, die das in den falschen Hals gekriegt haben. Es ging einzig um das Wort freiwillig.“

… die angebliche Verlängerung von Neuer: „Ich weiß es nicht. Ich glaube, die Gespräche sind gut, aber ich weiß nichts Finales.“

… den Bankplatz von Niklas Süle: „Wir haben überlegt, aber seine letzten 90 Minuten sind lange her, er braucht Zeit. Lucas und Upa haben es gut gemacht, es war schwer, einen von ihnen auf die Bank zu setzen. Niki ist noch nicht bei 100 Prozent. Wir sind extra so aufgestellt, dass wir auf ein paar Dinge reagieren können.“

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Marco Rose (Trainer, BVB) vor dem Spiel über ...

... das Vorhaben, die Meisterschafts-Party des FCB zu versauen: „Ja, dafür sind wir hier. Wenn ich er (Julian Nagelsmann, Anm. d.Red.) wäre, würde ich auch Meister werden wollen. Aber das wollen wir verhindern.“

... das häufige Fehlen von Haaland und Reus: „Es interessiert am Ende nur das Ergebnis. Beide sind Unterschiedsspieler, wenn beide auf dem Platz stehen, ist das nochmal eine andere Nummer. Wir haben jetzt 63 Punkte, was auch nicht schlecht ist. Eigentlich wollten wir hier herfahren und auf Augenhöhe agieren.“

... seinen taktischen Ansatz heute: „Wir werden uns nicht hinten reinstellen. Das ist nicht unser Ansatz.“

... sein Verhältnis zu FCB-Coach Nagelsmann: „Wir schätzen uns sehr. Er ist ein hervorragender Trainer und ein cooler Typ. Wir werden nach dem Spiel bestimmt nochmal eine Minute reden.“

Philipp Lahm (Ex-Kapitän des FC Bayern München) vor dem Spiel über …

... die Situation beim FC Bayern: „Sie sind die letzten vier Jahre dreimal früh ausgeschieden. Was man merkt, wenn man ins Stadion geht: Man weiß nicht, wies ausgeht. Beim FC Bayern gab es mal eine Phase, da wusste man: Es kann nichts passieren.“

... die heutige Meisterchance: „Es ist eine Riesenchance, ein Zeichen zu setzen nach dem Pokalaus und dem Scheitern in der CL. Die zehnte Meisterschaft - zuhause, vor einem vollen Stadion. Da freut man sich als Spieler.“

Alexander Zverev (Tennis-Olympiasieger und Bayern-Fan) vor dem Spiel über ...

... seine Anfänge als Bayern-Fan: „Klar bin ich auch HSV-Fan. Als kleiner Junge habe ich aber immer den FC Bayern München verfolgt. Ich bin froh, dass Bayern heute um die Meisterschaft spielen kann. Die letzten Wochen waren schwer.“

... seine eigene Fußballkarriere: „Ich war mal Torwart, aber ich wollte immer Tennisspieler werden. Meine ganze Familie war ja immer in der Tenniswelt.“

... die Tenniskünste der Bayern-Stars: „Das weiß ich nicht. Ich habe den Thomas auf dem Platz gesehen, ich weiß, dass Robert sehr begeistert ist. Thomas war genau so wie auf dem Fußballplatz, er hat einfach einen Weg gefunden.“

... das CL-Aus der Bayern: „Sie sind nicht in der Gruppe raus, sie waren im Viertelfinale. Auch wenn sie Favoriten waren - das passiert. Ich kenne das aus dem Tennis. Heute ist der Sieg sehr wichtig.“

... mögliche Vertragsverlängerungen von Müller, Neuer und Lewandowski: „Ich würde mich sehr freuen. Neuer und Müller sind seit so vielen Jahren dabei, ich wünsche mir das sehr. Hoffentlich gewinnen sie dann nächstes Jahr die Champions League.“

Michael Zorc (Sportdirektor, BVB) vor dem Spiel über...

... sein letztes Spiel in der Allianz Arena: „Emotional verbindet sich damit jetzt nicht so viel, da ist ja nicht unser Stadion. Der FC Bayern wird sehr, sehr wahrscheinlich Deutscher Meister. Aber es muss ja nicht heute sein.“

... seinen Abschied im Sommer: „Es ist eine Entscheidung, die in den letzten Monaten und Jahren getroffen wurde. Aber wenn nun die letzten Spiele anstehen, wird man schon etwas wehmütig.“

... die angeblich fixen Transfers des BVB: Ich habe ja schon wieder so viel gelesen. Bislang ist ein Transfer von uns perfekt, da ist der Wechsel von Niklas Süle. Darüber freuen wir uns sehr. Ansonsten sind wir in guten Gesprächen, wie man im Politischen sagen würde.“

... das Interesse an Karim Adeyemi: „Das ist natürlich ein Spieler, den wir sehr gut kennen und den wir sehr gut finden.“

... den möglichen Wechsel von Erling Haaland in die Premier League: „Das ist etwas, was ich jetzt nciht gänzlich ausschließen würde.“ (smk)

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