Während Sabitzer-Pressekonferenz

„Das ist Quatsch“: Salihamidzic reagiert bei umstrittenem Thema gereizt - Kahn unterstützt ihn sofort

 FC Bayern München
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Hasan Salihamidzic hat eine klare Meinung zu den neuen Bestrebungen der FIFA.

Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn vom FC Bayern München haben sich zu den neuesten Ideen rund um die Fußball-Weltmeisterschaften geäußert.

München - Aktuell plant Fußball-Weltverband FIFA nach der Aufstockung des WM-Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Teams die nächste Revolution. Auf Bestreben von FIFA-Direktor Arsene Wenger* soll bereits bis Ende des Jahres über einen Zwei-Jahres-Rhythmus für die Weltmeisterschaft entschieden werden. Beim FC Bayern München* sieht man die Ansätze kritisch.

FIFA-Vorstöße: Weltmeisterschaft alle zwei Jahre? FIFA-Gremium mit Ex-Bayern-Stars berät über neue Ideen

„Die Fans wollen mehr wichtige Spiele“, meinte der langjährige Arsenal-Manager Wenger nach Beratungen mit dem FIFA-Gremium im katarischen Doha. Sollte es nach dem 71-Jährigen gehen, würden EM und WM alle zwei statt wie gewohnt alle vier Jahre ausgetragen werden. Zudem sei er für eine gebündelte Abstellungsperiode während der Saison im Oktober. Derzeit gibt es fünf Abstellungsperioden pro Jahr, Wenger zufolge sei dies „nicht effizient“.

Der hochkarätigen FIFA-Versammlung, die sich insgesamt für Wengers Idee aussprach, gehörten neben anderen ehemaligen Weltstars auch Lothar Matthäus, Sami Khedira und Jürgen Klinsmann an. Ab 2026 könnte die WM-Endrunde also im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen werden, sollte die FIFA* ihr Vorhaben in die Tat umsetzen. Auch große Stars wie Ronaldo oder Peter Schmeichel befürworteten den Vorsatz.

FC Bayern: Sportvorstand Hasan Salihamidzic klar gegen FIFA-Vorhaben - „Es ist unrealistisch“

Auch wenn mit Matthäus und Klinsmann zwei ehemalige Bayern-Profis in Doha dabei waren, scheint die Idee der FIFA offenbar nicht gut beim Rekordmeister anzukommen. „Das mit der WM ist in ein Quatsch, das geht gar nicht“, meinte etwa Hasan Salihamidzic* im Rahmen der Vorstellungs-Presserunde des Neu-Münchners Marcel Sabitzer*.

„Es ist unrealistisch, weil die Jungs hier einen Monat weg wären, die ganzen Pläne wären durcheinander. Ich glaube nicht, dass das eintreten wird“, meinte der Sportvorstand auf die auf Oktober konzentrierte Länderspielpause. „Mehr Spiele kann es auf jeden Fall nicht mehr geben“, fügte er hinzu, die Belastung der Stars ist für die Führungsetage ein wichtiges Thema.

FC Bayern: Führungsetage Hainer und Kahn mit eindeutigen Statements - „Man will noch mehr Geld machen“

Bayern-Boss Oliver Kahn* verzichtete auf Kommentare zu Wengers Vorstößen. „Es ist ja nichts Neues, dass immer mal wieder Ideen zum Besten gegeben werden“, so der 52-Jährige. „Ich bin gespannt, was da noch so alles kommt. Wir sind als Klub gut beraten, die aktuellen Themen zu bewältigen. Wir können uns nicht mit Ideen beschäftigen, die möglicherweise in einer fernen Zukunft liegen“, sagte Kahn am Donnerstag.

Einen Tag zuvor hatte sich FCB-Präsident Herbert Hainer auf dem Branchenkongress SPOBIS in Düsseldorf entschieden gegen die Pläne ausgesprochen. „Man will noch mehr Geld durch noch mehr Wettbewerbe und Spiele machen. Dadurch versucht man aber nur, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Das ist der falsche Weg“, machte er deutlich. Die Haltung des Rekordmeisters zur weitreichenden Neuausrichtung des FIFA-Turniers ist also eindeutig. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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