FIFA vertagt Entscheidung über Olympia-Fußball

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Fußball im Rahmen der Olympischen Spiele - die Entscheidung einer Neuregelung des Turniers und der Teilnahmebedingungen durch die FIFA wurde vertagt.

Rio de Janeiro - Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine Entscheidung über die umstrittene Altersregelung für das Olympia-Fußball-Turnier auf den 3. Dezember vertagt.

Bis dahin soll nun eine Arbeitsgruppe abschließend prüfen, ob für die Turnier-Teilnahme die bisherige Regelung - Spieler unter 23 Jahre (U23) plus drei ältere Spieler - bestehen bleibt, oder die Altersgrenze generell auf unter 21 Jahre (U21) herabgesetzt wird. Das FIFA-Exekutivkomitee benannte am Dienstag bei seiner Sitzung in Rio de Janeiro den Kameruner Issa Hayatou zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe.

Bei dem Thema gebe es noch viele Streitpunkte, räumte FIFA-Präsident Joseph Blatter nach der Sitzung ein. Mit Blick auf eine mögliche Streichung des Fußball-Turniers vom Olympia-Plan für den Fall einer U-21-Regelung sagte der Schweizer: "Ich glaube nicht, dass der Fußball von den Olympischen Spielen ausgeschlossen wird. Das IOC hat auch eine Verantwortung gegenüber den internationalen Verbänden", sage Blatter. Ein Ausschluss käme nach seinen Worten dem Ende einer "Liebesgeschichte" zwischen dem Fußball und Olympia gleich. Das Fußballturnier sei eine der Hauptattraktionen der Olympischen Spiele.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) drängt darauf, dass auch ältere Spieler an den Olympischen Spielen teilnehmen können, während die FIFA mit Blick auf Interessen der Fußballclubs und die Attraktivität der Fußball-WM eine niedrige Altersgrenze bevorzugt. Damit wäre der Teilnahme älterer Top-Spieler an den Olympischen Spielen ein Riegel vorgeschoben. Blatter sagte, er hoffe, dass er am Freitag in Kopenhagen mit IOC-Präsident Jacques Rogge über das Thema sprechen könne.

Bei den Sommerspielen 2008 in Peking hatte es heftigen Streit um einige Top-Spieler wie den Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) nsowie die Brasilianer Diego (damals Werder Bremen) und Rafinha (Schalke 04) gegeben, weil diese gegen den Willen ihrer Vereine am Olympia-Turnier teilnahmen, obwohl es keine Abstellungspflicht durch die FIFA gab. Bremen und Schalke waren deswegen vor den Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) gezogen.

dpa

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