Investoren im Fußball: Wer bei welchem Verein seine Finger im Spiel hat

Der TSV 1860 München wird seit 2011 von einem jordanischen Geschäftsmann finanziell unterstützt werden. Aber die Münchner Löwen sind nicht der einzige Verein, der von einem Geldgeber Finanzspritzen erhält. Sehen Sie hier einen Streifzug durch Europa von Vereinen, die durch einen Investor unterstützt werden.

Die TSG 1899 Hoffenheim profitierte von einem Geldgeber. Durch Mäzen Dietmar Hopp gelang dem Klub der Durchmarsch von der Regionalliga bis zur Herbstmeisterschaft 2008 in der ersten Liga.

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, mit vier Milliarden Euro einer der reichsten Deutschen, ist Mitbegründer des Unternehmens SAP AG. Er führte den Verein aus Sinsheim von der Regional- bis in die Bundesliga.

Auch Hannover 96 wird von einem Investor regelmäßig mit Geld unterstützt.

Martin Kind (r.) hat Hannover 96 durch sein Hörgeräte-Unternehmen mit zahlreichen Millionen Euro unterstützt. Er ist ein Verfechter der 50+1 Regel im deutschen Fußball.

RB Leipzig feiert 2013 den Aufstieg in die 3. Liga. Offiziell heißt der Verein RasenBallsport Leizpig, allerdings steckt dahinter ein guter Geldgeber.

Denn der Verein wird wie weitere Klubs von Red Bull finanziert. Dietrich Mateschitz, österreichischer Unternehmer, hält 49 Prozent der Anteile an der Red Bull GmbH.

Vor Leipzig versuchte Mateschitz mit Red Bull Salzburg den Angriff auf die europäische Krone zu starten. Dieses Vorhaben scheitert aber an der schwachen nationalen Konkurrenz.

Neben Leipzig und Salzburg wird auch in Amerika ein Verein von den "Roten Bullen" getragen: Die New York Red Bulls mit dem Weltmeister Thierry Henry.

Der FC Basel wird von einer Mäzenin unterstützt.

Gisela Oeri ist einer der wenigen weiblichen Präsidenten im europäischen Fußball.

Das Gehalt von Quincy Owusu Abeyie vom FC Malaga wird durch Mohammad bin Nasser Al Thani bezahlt. Der Scheich, der den Nachrichtensender Al Jazeera gründete, gehört zu einer Dynastie, die seit dem 19. Jahrhundert den Herrscher von Katar stellt.

Racing Santader ist mittlerweile der dritte spanische Verein, der einen Investor im H intergrund hat. Mehdi Lacen kann es nur recht sein.

Der indische Multimilliardär Ahsan Ali Syed kaufte 80% der Rechte von Racing Santander. Der Unternehmer hat laut eigenen Angaben 130 Firmen.

Der FC Getafe wurde im April 2011 von einer arabischen Firmengruppe aus Dubai gekauft. Der Name des Klubs blieb der gleiche, das Trikot bekam die Aufschrift "Team Dubai".

Leonid Fedun ist ein russischer Geschäftsmann mit geschätzten 5,5 Milliarden Dollar. Er arbeitet für die russische Ölfirma Lukoil.

Die Fans von Spartak Moskau können sich ebenfalls über kräftige Finanzspritzen freuen. Mit dem Geld locken sie immer mehr Topspieler nach Russland.

Anschi Machatschkala wird durch einen Investor unterstützt. Dieser ermöglicht Einkäufe wie Roberto Carlos oder Samuel Eto'o. Suleyman Kerimov hält die größten Anteile der VTB-Bank. Durch seine Investmentfirma Nafta Moskau ist er größter Aktionär beim fünftgrößten Silberproduzent der Welt.

Terek Grosny ist der zweite Verein aus Tschetschenien, der für Aufsehen sorgt.

Ramsan Kadyrow jun. ist seit 2007 Präsident der Teilrepublik Tschetschenien. Ihm werden Folter und zahlreiche Morde vorgeworfen. Er ist großer Fußballfan und veranstaltete ein Benefiz-Spiel u.a. mit Lothar Matthäus. Woher sein Vermögen kommt, ist unbekannt.

Der AC Milan, siebenmaliger Champions-League-Sieger hier mit Robinho, ist auch mit Hilfe eines Geldgebers so erfolgreich.

Unterstützung erhält der AC durch den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der Politiker ist durch seine Gründung von Medienanstalten, die er immer noch besitzt, vermögend geworden.

Auch der zweite Mailänder Verein wird von einem Investor geführt. Inter gelang letzte Saison um Kapitän Javier Zanetti das Triple.

Ohne die Gelder von Präsident Massimo Moratti wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Der Italiener ist ein Öl-Tycoon und Sohn des Inter-Eigentümers Angelo Moratti.

Der FC Genua geht seit ein paar Jahren auf Einkaufstour, u.a. Luca Toni, Rafinha. Möglich macht dies auch Enrico Preziosi. Er gründete die Giochi Preziosi und ist Hauptaktionär.

Der AS Rom wird schon seit 1993 von einem Investor finanziert und geführt. Dadurch konnten der Traditionsklub auch Fan-Liebling Francesco Totti halten.

Thomas Di Benedetto kaufte sich vor kurzem die Anteile des römischen Klubs. Er ist seit 1983 Präsident einer Investmentmanagementfirma.

Jahrelang hinkte der FC Chelsea national und international hinterher. Bis ein russischer Investor die Londoner übernahm und zu drei Meistertiteln führte.

Roman Abramowitsch gehört zu den russischen Oligarchen und verdient seine Milliarden mit seinen Ölunternehmen. Für 210 Millionen Euro kaufte er den FC Chelsea. Einen eigenen Privatjet besitzt der Russe ebenfalls.

Ryan Giggs spielt seit 16 Jahren bei Manchester United, lange bevor der Investor aus Amerika kam, um United zu übernehmen.

Die Glazer-Familie führt den Traditionsverein aus Manchester seit Mai 2005. Mittlerweile halten sie 75% der Anteile an United.

Mit der Übernahme von Manchester City ist auch der zweite Klub aus der Stadt im Norden Englands übernommen worden.

Mansour Bin Zayed ist ein Sohn der Herrscherfamilie von Abu Dhabi in den VAE. Er ist Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten für seinen Bruder.

Der Traditionsklub, der 2009 in die zweite englische Liga a bstieg, wurde von einem englischen Geschäftsmann übernommen.

Mike Ashley ist der Geldgeber für die Magpies. Er unterstützt den Verein seit 2007, als er ihn für 135 Millionen Pfund (ca. 160 Millionen Euro) kaufte.

Der englische Zweitligist FC Portsmouth, der letzte Saison überraschend ins FA-Cup Finale zog, wird seit einigen Jahren von einem Investor unterstützt.

Balram Chainrai verdient sein Geld als Geschäftsmann mit Haushaltsgeräten. Der aus Nepal stammende Präsident von Portsmouth teilt ist nicht der einzige, der Anteile hält.

Die Anteile des FC Port Vale wurden von einem sehr großen und weltberühmten Fan gekauft. Dieser ist in der Pop-Musik-Branche tätig.

Der fußballfanatische Robbie Williams erfüllte sich damit einen Kindheitstraum.

Steven Gerrard, Kapitän des FC Liverpool, spielt seit seinem neunten Lebensjahr für den Verein

Sein Klub wurde 2007 von den US-amerikanischen Geschäftsleuten George Gillet (r.) und Tom Hicks für 470 Millionen Pfund gekauft. Gillett verdient sein Geld mit dem Vertrieb von Medien und Fleischwaren. Hicks ist Mitbegründer einer Investment-Firma

Arsene Wenger, Trainer von Arsenal London, kann sich auf einen Geldregen für neue Spieler freuen.

Der US-Milliardär Stan Kroenke hat sein Aktienpaket vom FC Arsenal erweitert und ist nun Eigentümer der "Gunners". Der Amerikaner besitzt neben Arsenal auch noch die Denver Nuggets und Colorada Avalanche. Seine Frau ist die Erbin der Wal-Mart-Kette. Dazu kommen seine eigenen Unternehmen.

Der UEFA-Cup-Sieger von 2009 Schachtar Donezk spielt seit Jahren mit vielen Brasilianern und konnte zuletzt das Viertelfinale der Champions League erreichen.

Die ganzen internationalen Erfolge verdankt der Klub aus der Ukraine dem Multimilliardär Rinat Achmetow. Der Sohn eines Bergmannes besitzt 30 Unternehmen und kontrolliert somit die ostukrainische Stahl- und Kohleindustrie. 

Karpaty Lwiw wird von Petro Dyminsky einem ukrainischen Geschäftsmann geführt und kann dadurch international auf sich aufmerksam machen.

Seit Mai 2011 wird auch Paris St. Germain finanziell unterstützt. Nach vielen Schulden, übernahmen die Qatar Sports Investments den Verein und holten unter anderem Stars wie Zlatan Ibrahimovic an die Seine.

Nasser Al-Khelaïfi, Präsident von Paris St. Germain hat schon zahlreiche Fans gelockt. Er ist auch das Oberhaupt der Qatar Sports Investments, das bislang hunderte Millionen Euro in den Hauptstadtklub steckte.

2003/2004 stand der AS Monaco kurz davor sich die europäische Krone aufzusetzen, doch das Finale der Champions League verloren die Monegassen mit 0:3. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die Ligue 2, will der Stadtstaat wieder angreifen, unter anderem mit Top-Torjäger Radamel Falcao.

Möglich ist dies dank Dmitri Jewgenjewitsch Rybolowlew. Der russische Unternehmer soll rund 9,5 Milliarden US-Dollar besitzen und versucht den Verein wieder nach oben zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

UEFA Champions League
Kommentare zu diesem Artikel