Bundesliga

Keine Hektik beim Transferschluss

Haupteinkäufer im Winter war Felix Magath

Düsseldorf - Die Fußball-Bundesliga investierte in der zweiten Transferperiode fast 50 Millionen Euro für neue Spieler. Insgesamt wurden für die laufende Spielzeit fast 200 Millionen Euro ausgegeben. Rekord-Einkäufer in diesem Winter war der VfL Wolfsburg.

Die letzten Schnäppchen sind gemacht, aber hektische Betriebsamkeit ist kurz vor Toreschluss der zweiten Transferperiode in der Fußball-Bundesliga ausgeblieben. 1899 Hoffenheim hat sich kurzfristig mit dem auf Leihbasis verpflichteten Wolfsburger Srdjan Lakic im Angriff doch noch verstärkt. Der 1. FC Kaiserslautern und der SC Freiburg haben noch Spieler abgegeben. Allerdings standen auf der letzten Transferliste noch fast 50 Profis, die am Dienstag (bis 18.00 Uhr) noch verpflichtet oder abgegeben werden konnten.

Damit blieben weitere spektakuläre Wechsel zunächst aus. Allerdings kann ein Spieler wie Michael Ballack, der nicht auf der aktuellen Liste steht, immer noch in bestimmte ausländische Ligen wie Norwegen, Schweden, Russland und die Schweiz wechseln. Bis 15. April ist sogar noch ein Transfer in die USA möglich.

Insgesamt haben die Erstligisten im Zeitraum vom 1. bis zum 31. Januar 48,29 Millionen Euro für Neuverpflichtungen ausgegeben, Leihgebühren sind dabei nicht eingerechnet. Im Gegenzug nahmen die Vereine 28,39 Millionen durch Spielerverkäufe ein. Insgesamt hat sich die Liga seit Saisonbeginn laut einer Erhebung der Nachrichtenagentur dpa neue Spieler für fast 200 Millionen Euro geleistet.

Haupteinkäufer im Winter war Felix Magath, der etwa 29 Millionen Euro in acht weitere Spieler für den VfL Wolfsburg investiert hat. „Wir haben die Qualität noch einmal gesteigert. Deshalb bin ich sicher, dass wir uns weiter nach vorn arbeiten werden“, sagte der Wolfsburger Coach.

Teuerste Profis waren VfL-Neuzugang Ricardo Rodriguez, der für 7,5 Millionen Euro vom FC Zürich nach Niedersachsen wechselte, und Leverkusens Torhüter Bernd Leno, der 7,5 Millionen gekostet hat. Giovanni Sio vom FC Sion war Wolfsburg 5,8 Millionen wert.

Den größten Erlös für einen Profi verbuchte der SC Freiburg mit zwölf Millionen Euro von Newcastle United für Stürmer Papiss Demba Cissé. Allerdings hat das Tabellenschlusslicht bislang lediglich 800 000 Euro in fünf neue Spieler investiert.

Auch bei den meisten anderen Vereine sitzt das Geld nicht mehr so locker. Der Trend zu preiswerten Leihgeschäften oder ablösefreien Spielern setzt sich fort. Nur das Top-Duo Bayern München und Meister Dortmund sowie der Hamburger SV holten bisher gar keinen neuen Spieler. Hertha BSC und Hannover 96 begnügten sich mit einer Neuverpflichtung, allerdings zahlten die Berliner nur 90 000 Euro für Felix Bastians, Hannover investierte 1,8 Millionen in Mame Biram Diouf.

Neben dem 12-Millionen-Transfer des Freiburgers Cissé brachten zwei Wechsel innerhalb der Bundesliga das meiste Geld: Torhüter Leno von Stuttgart nach Leverkusen (7,5) und Vedad Ibisevic von Hoffenheim nach Stuttgart (5). Borussia Mönchengladbach hat für den Verkauf von Raul Bobadilla zu Young Boys Bern etwa zwei Millionen kassiert, verpflichtet wurde er 2009 für gut vier Millionen. Angesichts der zu erwartenden 17,1 Millionen von Borussia Dortmund für Marco Reus im Sommer kann der Tabellenvierte den Transfer-Verlust gut verkraften.

frx/dpa

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