0:1-Pleite gegen Werkself

Leverkusen schießt Schalke noch tiefer in die Krise

- Schalke 04 rutscht immer tiefer in die Krise: Die Königsblauen verloren am Sonnabend in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 und kassierten bereits die fünfte Heimspiel-Niederlage.

Die Krise des FC Schalke 04 nimmt immer bedenklichere Züge an. Das Team von Trainer Felix Magath verlor am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) und blieb damit auch im fünften Heimspiel der Saison ohne Sieg. Leverkusens Joker Sidney Sam (65. Minute) besiegelte mit seinem Treffer die Pleite der Schalker, die mit nur sechs Punkten aus zehn Partien auf dem vorletzten Platz der Fußball-Bundesliga rangieren. Das keinesfalls glänzende Bayer-Team kletterte hingegen mit 18 Zählern zumindest für 23 Stunden auf den dritten Rang und blieb auch im fünften Auswärtsspiel unbezwungen. Pech hatte Schalkes Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar, der per Kopf gleich zweimal nur das Torgehäuse traf.

Drei Tage nach dem unglücklichen Elfmeter-K.o. im DFB-Pokal verzichtete Bayer-Coach Jupp Heynckes trotz der Strapazen in Mönchengladbach auf personelle Veränderungen. Und sein Kollege Magath, dessen Team sich am Dienstag zu einem 1:0-Pokalsieg beim FSV Frankfurt gemüht hatte, spekulierte vor der Partie prompt auf einen Kräfteschwund der Gäste: „Wir haben gegenüber Leverkusen einen Tag mehr Pause gehabt. Das sollte für uns ein Vorteil sein“, sagte Magath dem TV-Sender Sky.

Zunächst aber agierten beide Teams, deren Defensiv-Reihen im ersten Spielabschnitt weitgehend sicher standen, vor 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena abwartend. Erst mit Ivan Rakitic’ Distanzschuss, den René Adler in der 20. Minute problemlos parierte, nahm die Partie Fahrt auf.

Die beste Schalker Gelegenheit bot sich Huntelaar (22. Minute), der nach einer Flanke von Jefferson Farfan mit einem Kopfball nur die Latte traf. Im direkten Gegenzug hatte Arturo Vidal (23.) die große Gelegenheit zum 1:0, aber der Chilene war nach einem Stellungsfehler der Schalker Abwehr zu verdutzt, um den Ball per Kopf im Tor der Königsblauen unterzubringen.

Im mit Spannung erwarteten Duell der beiden Nationaltorhüter Manuel Neuer und Adler konnten sich beide Keeper im ersten Durchgang nur selten in Szene setzen. Wenn sie aber gefordert waren, waren sie zur Stelle: Neuer klärte gegen die Schweizer Tranquillo Barnetta (42.) und Eren Derdiyok (43.), Adler ließ sich von einer missglückten Flanke von Atsuto Uchida (27.) nicht übertölpeln.

Direkt nach Wiederanpfiff waren die seit nunmehr fünf Ligaspielen sieglosen Hausherren, bei denen die zuletzt geschonten Christoph Metzelder und Raúl wieder von Beginn an mitwirkten, dem 1:0 wieder nah. Nur 55 Sekunden waren gespielt, als eine Co-Produktion von Passgeber Farfan und Abnehmer Huntelaar erneut am Aluminium landete. Auf der Gegenseite war der eingewechselte Sam allein durchgebrochen, ehe Metzelder in letzter Sekunde seinen Schuss abblockte (54.).

Elf Minuten später fast die gleiche Situation, diesmal mit dem besseren Ende für Sam: Einen Traumpass von Lars Bender nahm der flinke Flügelflitzer auf, schüttelte Metzelder ab und ließ Neuer keine Chance. Von diesem Schock erholten sich die Schalker, die seit dem 17. April auf einen Heimsieg warten, nicht mehr richtig. Bei zwei Schüssen von Farfan (72.(80.) mussten die Leverkusener Auswärts- Könner nochmals zittern, aber der starke Schlussmann Adler hielt den clever erarbeiteten Sieg fest. Den ersatzgeschwächten Gästen reichte ein abgezockter Auftritt, um die enttäuschenden Schalker noch tiefer in die Krise zu bugsieren.

dpa

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