Löw setzt den WM-Rotstift an

+
Joachim Löw bereitet sein Team auf ein heißes Match bei rund 40 Grad vor.

Dubai - Joachim Löw hat für das zweite Länderspiel der Asienreise mehrere personelle Veränderungen und eine Rückkehr zu zwei Stürmern angekündigt.

Angesichts der extremen Hitze in Dubai, mit der die 17 Akteure am Samstagabend (Ortszeit) gleich nach der Ankunft aus Shanghai konfrontiert wurden, erwartet der Bundestrainer gegen die Vereinigten Arabischen Emirate einen schwierigen Saisonabschluss. “Ich denke, dass das Spiel bei 40 Grad noch einmal ein immenser Kraftakt wird. Trotzdem werden wir versuchen, ein besseres Spiel zu machen als gegen China“, verkündete Löw während des neunstündigen Fluges in das Scheichtum einen Tag nach dem 1:1.

Abwehrspieler Heiko Westermann und Andreas Hinkel sollen gegen die Vereinigten Arabischen Emirate neu in die Startelf kommen. Philipp Lahm wird wieder links verteidigen, Mario Gomez bleibt gesetzt im wieder zweiköpfigen Angriff. Weiterhin offen ließ Löw, ob der Schalker Torhüter Manuel Neuer von Anfang an im Tor stehen oder zur Pause eingewechselt wird. Christian Träsch (Stuttgart) und Tobias Weis (Hoffenheim) werden im Laufe der Partie ihr Länderspiel-Debüt feiern.

Gegen die Hitze verordneten die DFB-Mediziner, sehr viel zu trinken und die Sonne zu meiden. “Die Trainingseinheiten werden so spät wie möglich in den Abend gelegt“, sagte Löw. Spielbeginn am kommenden Dienstag ist um 22.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ).

Im Gespräch mit den mitreisenden deutschen Reportern erläuterte Löw an Bord der DFB-Chartermaschine zudem seinen Strategiewechsel für die WM-Saison. “Wir werden nicht mehr diesen größeren Kader haben, sondern einen kleineren. Wir werden zu Saisonbeginn den möglichen WM-Kader relativ stark einschränken“, kündigte Löw an. Er erwägt sogar, die Namen der wohl höchstens 35 WM-Kandidaten auch öffentlich zu benennen.

Derzeit würden “Positionsprofile für jeden Spieler“ erstellt, verriet Löw. Zur neuen Saison erhalten die Akteure “Arbeitsunterlagen“ mit Vorgaben, woran sie arbeiten und was sie verbessern müssen. “Wir wollen Vertrauen ausdrücken, aber auch sehen, dass Arbeit stattfindet“, sagte der DFB-Chefcoach.

Einen zweiten Fall Metzelder wie bei der EM 2008 werde es nicht mehr geben, machte Löw deutlich. “Wir sind bei einigen, wie Christoph Metzelder, ein hohes Risiko eingegangen. Wenn vor der WM einer zwei, drei, vier Monate im letzten halben Jahr verletzt ist, wird es wahrscheinlich nicht reichen.“ Der Abwehrspieler von Real Madrid war nach einer Fuß-Operation ohne Spielpraxis und nochmals verletzt in die EM-Vorbereitung gegangen und hatte beim Turnier auch gespielt.

Jogi gestern, Jogi heute

Jogi gestern, Jogi heute

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare