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Mini-Fußball-WM in Ramlingen

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Von: Anonym WLZ

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- Als am Sonnabend um 17.18 Uhr der Schlusspfiff des WM-Finales ertönte, gab es für die Mannschaft von Ghana kein Halten mehr. Die Spieler rannten über den Platz, fielen sich in die Arme und rissen sich die Trikots vom Körper. „Klein spielt Groß“: So sieht es also aus, wenn die jungen Kicker von den D-Junioren das Motto der Mini-WM ganz genau nehmen.

Mit 1:0 hatte sich Ghana im Endspiel gegen Algerien verdient durchgesetzt; dass sich dort zwei Teams aus Afrika gegenüberstanden, war allerdings nicht die einzige Überraschung dieses Turniers.

Vorausgegangen war dem Jubel des neuen Weltmeisters Ghana, der im Punktspielbetrieb als D-Jugend der JSG Basche United aus Barsinghausen antritt, ein neunstündiges Fußballfest mit 1500 Zuschauern, die auch für den Zweiten JSG Deister-Süntel United sowie alle anderen 30 Mannschaften viel Beifall übrig hatten. Spannende Spiele und glückliche Kindergesichter hatte sich Jürgen Stern, Klubchef des Gastgebers SV Ramlingen/Ehlershausen, vor der WM gewünscht. Von beidem gab es reichlich an diesem sonnigen Sonnabend, dazu Lob von allen Seiten für eine perfekte Organisation. „Das war für mich der schönste Tag hier beim RSE“, freute sich Stern.

Es sind die vielen schönen Geschichten und Anekdoten, die dieses von der HAZ gemeinsam mit der Sparkasse, dem Optikunternehmen Fielmann und dem RSE auf die Beine gestellte Turnier auch und besonders für die kleinen Kicker zu einem unvergesslichen Ereignis machen. „Das war voll krass, ich musste sogar Autogramme geben“, erzählte ein Spieler von Honduras am Pommes-Stand dem kleinen Italiener neben ihm.

Außergewöhnliches spielte sich auch kurz vor den Finalspielen auf einem der hinteren Plätze ab. Dort trafen sich zwei ausgeschiedene Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel, und man musste schon zweimal hinschauen, um zu glauben, wer da so nett mit einander umging – die Teams von Deutschland und Holland. Es war nicht zu übersehen, dass Klein hier ausnahmsweise einmal nicht Groß spielte und sowohl die Jungs vom TSV Horst als auch die Mädchen vom TSV Pattensen mächtig viel Spaß hatten.

Das beste Beispiel dafür, dass es an diesem Traumtag keine Verlierer gab, war das Team der Italiener. Nach ihrem Viertelfinalsieg im Neunmeterschießen gegen die starken Spanier (96) verloren die Jungs vom VfR Ochtersum das Halbfinale gegen Ghana in letzter Minute mit 0:1. Doch nach dem Erfolg im Spiel um den 3. Platz war die bittere Niederlage wieder vergessen.

Jeder Spieler nahm Erinnerung von der Mini-WM mit nach Hause, unabhängig von Siegen und Niederlagen.Auch Lea Moshauer. Die Spielerin vom TSV Pattensen war so begeistert von ihrem schicken Trikot der Niederlande, dass sie es am liebsten gar nicht mehr ausgezogen hätte, es aber auf jeden Fall an einem besonderen Platz aufbewahren wird. „Das kommt zu Hause in eine Vitrine“, sagte die Elfjährige. „Haben deine Eltern denn eine Vitrine?“, wurde sie gefragt. „Nee“, sagte Lea, „aber die kaufe ich noch.“

Christian Purbs und Patrick Hoffmann

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