1. FC Nürnberg wieder erstklassig

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Nach dem 2:0 von Marek Mintal zweifelte keiner mehr am Aufstieg.

Nürnberg - Der Bundesliga-Aufstieg war gerade erst ein paar Sekunden perfekt, da bekam Nürnbergs Erfolgstrainer Michael Oenning schon die erste Bierdusche verpasst.

Klitschnass feierte der Coach am Sonntag mit den Spielern des 1. FC Nürnberg die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. “Spontane Feste sind die schönsten. Das werden wir heute ausleben“, jubelte Oenning nach dem 2:0 (2:0) des Traditionsclubs im Relegationsrückspiel gegen den in die Zweitklassigkeit geschickten FC Energie Cottbus.

Verkehrte Welt nach Abpfiff: Die Fans auf dem Rasen, die Spieler auf der Tribüne.

Mit einem lockeren Pfingstspaziergang hatten die Franken ihren siebten Bundesliga-Aufstieg perfekt gemacht und Cottbus als letzten Ost-Club aus dem Oberhaus gestürzt. Tore von Christian Eigler (29. Minute) und Marek Mintal (37.) sorgten für den Sieg und die direkte Rückkehr der Franken nach nur einem Jahr im Unterhaus. Vor 46 780 Zuschauern im ausverkauften Frankenstadion kamen nach dem 3:0-Erfolg des FCN im Hinspiel am Donnerstag in Cottbus keine Zweifel am Nürnberger Bundesliga-Einzug mehr auf. Zu Tausenden strömten die Club-Fans nach dem Abpfiff auf den Rasen und feierten sich und ihr Team. “Wir sind froh, dass wir die Aufgabe so gelöst haben. Der Druck war sehr groß. Nach den zwei Toren war die Sache durch. Jetzt werden wir die Stadt zum Beben bringen“, sagte Torschütze Eigler. Manager Martin Bader kündigte an, dass die junge Aufstiegs-Mannschaft auch das personelle “Gerippe“ für die Bundesliga-Saison stellen soll.

Club-Coach Michael Oenning „genießt“ die Bierdusche.

Die Nürnberger setzten sich in der erstmals seit 1991 wieder ausgetragenen Bundesliga-Relegation als vierter Zweitligist durch und zogen zudem mit Arminia Bielefeld als Rekordaufsteiger gleich. Oenning schaffte gleich in seiner Premierensaison als Chef-Coach einen bei seiner Amtsübernahme im Spätsommer 2008 noch kaum für möglich gehaltenen Erfolg. Ein Jahr nach dem Abstieg konnte der Club wie schon beim Pokalerfolg 2007 an einem Pfingstwochenende die Korken knallen lassen.

Nürnberg feiert den Aufstieg

1. FC Nürnberg feiert den Aufstieg

Durch Cottbus' Abstieg wird in der kommenden Spielzeit erstmals seit vier Jahren und zum zweiten Mal überhaupt seit der Wiedervereinigung kein Verein aus der früheren DDR in der Eliteklasse spielen. “Das tat natürlich unheimlich weh. Wir wollten uns ordentlich verabschieden. Letztlich sind wir einfach nur enttäuscht“, sagte Cottbus-Torwart Gerhard Tremmel.

In der Lausitz muss nach drei Jahren Bundesliga ein Neuaufbau erfolgen. Über den Namen des neuen Trainers wollte Manager Steffen Heidrich nicht spekulieren. Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten dementierte Kontakte zu Energie. Im letzten Spiel unter dem scheidenden Trainer Bojan Prasnikar, der mit seiner ungewöhnlichen Abschiedsankündigung am Tag vor der Partie die Auflösungserscheinungen beim FC Energie dokumentiert hatte, konnte Cottbus den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Eliteklasse erneut nicht antreten. “Es wird sehr schwer in der 2. Liga“, sagte der scheidende Coach.

Von kampfloser Aufgabe war bei den Lausitzern nur in den Anfangsminuten nichts zu spüren. Jiayi Shao (2.) donnerte mit dem Mute der Verzweiflung einen Freistoß aus fast 40 Metern an die Querlatte. Der Club kontrollierte die Partie - die Fans hatten auf den Rängen längst mit Dauergesängen die erneute Pfingstparty gestartet und konnten sich auf 10 000 Liter Freibier freuen.

Der Hinspiel-Vorsprung wurde durch den ersten Torschuss ausgebaut. Eigler zirkelte den Ball mit toller Präzision aus halbrechter Position unter die Torlatte. Mintal legte noch vor der Pause per Flachschuss nach. Die zweite Halbzeit war Schaulaufen. Das Nürnberger Fest störte nur eine kurze Spielunterbrechung wegen im Cottbusser Fanblock gezündeter Rauchbomben.

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