Österreich-Trainer: "Müssen den Respekt in der Kabine lassen"

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Trotz der Überlegenheit der Deutschen auf dem Papier spricht der Trainer der Österreicher, Dietmar Constantini, seinen Spielern Mut zu.

Wien - Drei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen den Erzrivalen hat sich der große Außenseiter Österreich selbst Mut zugesprochen.

“Wir werden alles dafür tun, damit wir am Freitag eine Sensation schaffen“, versprach Fußball-Nationaltrainer Dietmar Constantini in der Zeitung “Österreich“ (Dienstag) kurz vor dem Aufeinandertreffen im Wiener Ernst-Happel-Stadion.

Der letzte Sieg Österreichs gegen den Nachbarn liegt bereits ein Vierteljahrhundert zurück: ein 4:1 im Jahr 1986. Normalerweise habe er vor jedem Gegner Respekt - doch im Duell mit dem Tabellenführer gelte vor allem ein Motto: “Wir müssen den Respekt in der Kabine lassen und mutig sein.“ Dass es gegen die DFB-Elf nicht einfach werde, sei dem 56-Jährigen klar. Trotzdem: “Ich bin überzeugt, dass wir den Deutschen Nadelstiche versetzen können.“

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Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger von Austria Wien geht noch weiter als sein Chef: “Wir wollen den Deutschen ein Haxerl stellen. Davon träumt jeder österreichische Fußballer“, kündigte er bereits am Montag im Trainingslager im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf an.

Bei so viel Nachbarschaftsrivalität steht auch die minimale Hoffnung des Vierten in der Qualifikationsgruppe A auf die Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine hinten an. “Derzeit denken wir überhaupt nicht über unsere Chancen in der EM-Qualifikation nach - wir leben nur für die beiden Partien gegen Deutschland“, sagte Mittelfeldspieler Paul Scharner der Zeitung “Österreich“.

Der Defensiv-Allrounder von West Bromwich Albion aus der englischen Premier League spielt am Freitag wahrscheinlich in der Innenverteidigung, weil Aleksander Dragovic mit Fieber ausfällt. Constantini könnte auf ein 4-4-2-System mit Martin Harnik (VfB Stuttgart) und Marc Janko (Twente Enschede) als Stürmerduo setzen.

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Für die Mittelfeldspieler Baumgartlinger und Zlatko Junuzovic (Austria Wien) wird das Spielfeld zur besonderen Probebühne: An Baumgartlinger soll der 1. FC Nürnberg Interesse haben, mit Junuzovic liebäugeln angeblich Hannover, Bremen und Wolfsburg. Er könnte mit allen drei Clubs gut leben, aber Interessierte müssten sich zuerst an die Austria wenden, sagte Junuzovic der Zeitung “Kurier“ (Dienstag): “Es ist nervenaufreibend, weil du die ganze Zeit über einen Transfer nachdenkst. Es ist schwer, abzuschalten.“

dpa

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