HSV ohne Millionen-Stars zum 4:0 in Randers

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Der Hamburger SV steht mit einem Bein in der nächsten Runders der Europa League.

Randers - Auch ohne seine Millionen-Transfers hat sich der Hamburger SV mit einem 4:0 (2:0)-Sieg beim FC Randers die Teilnahme an den Playoff-Spielen zur Europa League praktisch schon gesichert.

Vor 5755 Zuschauern im Essex-Park erwischten die Norddeutschen am Donnerstag beim Tabellenletzten der dänischen Liga einen Blitzstart und gingen durch Paolo Guerrero (11.) sowie Jerome Boateng (24.) in Führung. Mladen Petric (53.) und Piotr Trochowski (80./Foulelfmeter) machten den verdienten Erfolg perfekt. "Unser Ziel war ein gutes Ergebnis. Das heißt kein Tor bekommen und möglichst auch gewinnen", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia, für den das Rückspiel in einer Woche zur lockeren Vorbereitung auf den Bundesliga-Start in Freiburg wird.

Den kurzfristigen Ausfall des 8,5 Millionen-Flügelstürmers Eljero Elia (Knieverletzung) kompensierte Labbadia, indem er den schnellen Jonathan Pitroipa in der Startelf aufbot. Der Flügelspieler aus Burkina Faso wechselte mit Piotr Trochowski ständig die Seiten. Weil auch Rekordtransfer Marcus Berg (10 Mio aus Groningen) wegen einer Magen-Darm-Grippe nicht mitreiste, hatte Labbadia im nur 300 Kilometer entfernten Randers in Mladen Petric und Guerrero nur zwei erfahrene Angreifer. Nach der komfortablen Führung gegen die harmlosen Gastgeber brachte Labbadia nach 65 Minuten Nachwuchsstürmer Eric-Maxim Choupo-Moting für den angeschlagenen Peruaner.

Lazio-Einkauf David Rozehnal kann frühestens am Montag im Pokal bei Fortuna Düsseldorf auf Einsatzminuten hoffen, auch wenn U-21-Europameister Jerome Boateng seinen Platz in der Innenverteidigung nicht freiwillig räumen wird. Er zeigte gegen die Dänen ordentliche Ansätze und sammelte durch sein Abstauber-Tor nach Freistoß von Trochowski Pluspunkte. Der einzige Wermutstropfen war die Verletzung von Abwehrspieler Guy Demel, der schon nach sieben Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz getragen wurde. Die erste Diagnose lautete: Prellung oberhalb des linken Knies.

Gegen die robusten Dänen glänzte zu Beginn Guerrero, der einen Steilpass von Kapitän David Jarolim unhaltbar für Torhüter Kevin Stuhr Ellegaard einschoss. Der ehemalige Bundesliga-Profi von Hertha BSC machte aber nicht immer einen glücklichen Eindruck: So verhinderte in der 29. Minute nur die Latte einen Treffer durch Jarolim, nachdem Ellegaard die Situation nicht entschärfen konnte. Zehn Minuten vor Schluss holte der Keeper im Strafraum Petric von den Beinen und verschuldete damit den Elfmeter zum 0:4.

Randers-Trainer John Jensen, der noch mit Labbadia beim HSV zusammen gespielt hatte, musste auf Kapitän und Stürmer Marc Nygaard wegen Oberschenkelproblemen verzichten und fand auch in den zweiten 45 Minuten kein taktisches Mittel gegen die wachen Hamburger. Besonders gefeiert von den 600 mitgereisten HSV-Anhängern wurde Petric für seinen technisch gekonnten Drehschuss mit links zum 3:0. Elegant und ballsicher gab Zé Roberto im Mittelfeld sein Pflichtspiel-Debüt für den HSV.

Von Britta Körber, dpa

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