20. Spieltag

Sieg in Frankfurt: Gladbach schöpft Hoffnung im Abstiegskampf

- Borussia Mönchengladbach hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen weiteren wichtigen Sieg gelandet. Der Tabellenletzte kam am Sonntag bei Eintracht Frankfurt zu einem glücklichen 1:0 (0:0). Igor de Camargo markierte in der 84. Minute den Siegtreffer.

Mit seinem Tor sechs Minuten vor dem Schlusspfiff hat Igor de Camargo im Abstiegskampf der Fußball- Bundesliga Borussia Mönchengladbach neue Hoffnung gegeben. Durch den späten Treffer des belgischen Nationalspielers machte das Tabellenschlusslicht Boden auf Stuttgart und Köln gut. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg sind die Gladbacher nun mit 16 Zählern punktgleich mit dem Vorletzten VfB Stuttgart. Drei Punkte sind es noch bis auf einen Relegationsplatz, den die Kölner belegen. Die Frankfurter warten weiter auf das erste Erfolgserlebnis im neuen Jahr.

Vor 43.700 Zuschauern in der Commerzbank-Arena waren die Frankfurter über das gesamte Spiel gesehen die bessere Mannschaft. Die Borussia spielte erst nach der Pause richtig Fußball und kam über Kampf in Spiel. So gesehen war der Erfolg dann doch noch verdient. Frankfurt gelang in den letzten fünf Spielen nur ein mageres Tor - dieser Treffer reichte immerhin für drei Punkte gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund. Gegen den Tabellenletzten blamierten sich die Hessen.

„Das war ein guter Konter. Aber auch wir hätten gewinnen können“, sagte Frankfurts Trainer Skibbe. „Wir haben viele gute Tormöglichkeiten herausgespielt. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber am Ende verloren.“

Schon 20 Minuten vor Schluss hatte de Camargo schon einmal gejubelt, doch seinen Kopfball wehrte Eintracht-Keeper Oka Nikolov 20 Minuten vor dem Schlusspfiff spektakulär ab. Ob vor oder hinter der Linie blieb unklar. Selbst die TV-Zeitlupe konnte keine Klarheit schaffen. Es war aber wohl kein Tor.

Vor der Pause gab die Eintracht den Ton an. Im 200. Bundesliga- Spiel von Trainer Michael Skibbe spielten die Frankfurter gefällig, waren die weitaus bessere Mannschaft. Doch Tore gab es zunächst nicht. „Wir sind nicht aggressiv genug“, klagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl in der Pause.

Allein der abwanderungswillige Brasilianer Caio, der unter der Woche für drei Millionen Euro nach Moskau hatte wechseln wollen, hätte mit Toren viel Werbung in eigener Sache machen können. Sein Wechsel nach Russland war nach dem Medizincheck geplatzt, gegen Gladbach war er topfit, aber glücklos. Erstmals knallte er nach neun Minuten das Leder gefährlich auf das Tor der Gladbacher. Dann ging ein Freistoß (21.) knapp vorbei. In der 33. Minute traf er sogar den Pfosten. Zwei Minuten vor der Pause wäre er beinahe mit einem Freistoß erfolgreich gewesen. Skibbe konnte es kaum glauben.

Die Gladbacher zeigten eine desolate Leistung, hatten aber doch eine gute Chance. Idrissou verlängerte kurz vor dem Wechsel nach einer Ecke, der Ball rutschte de Camargo über den Scheitel. Dahinter stand Neustätter, ebenfalls chancenreich. „Solche Geschenke muss man annehmen“, klagte Eberl.

Nach der Pause waren die Gladbacher viel besser drauf. Matmour kam für den enttäuschenden Hanke. Und der Neue hätte sich Sekunden nach seiner Einwechslung beinahe gut eingeführt, doch Eintracht-Torhüter Nikolov hielt stark. Kurzweiliger wurde die Begegnung, die Gladbacher Profis zeigten eine bessere Berufsauffassung. Viel früher störten die Gäste, hatten urplötzlich mehr vom Spiel. Das war das Erfolgsrezept.

dpa

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