Befangenheitsantrag

Im Streit um 50+1-Regel steht DFL zu Eilers

- Streit um 50+1-Regel: Der Befangenheitsantrag von Hannover 96 gegen den vom Ligaverband benannten Schiedsrichter Götz Eilers ist von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurückgewiesen worden.

Im Streit um die 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball hat der Ligavorstand einen Befangenheitsantrag von Hannover 96 gegen den vom Ligaverband benannten Schiedsrichter Götz Eilers als unbegründet zurückgewiesen. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag mitteilte, hält das Gremium den Antrag der Niedersachsen neun Monate nach der Bestellung von Eilers „sowohl für zeitlich verspätet als auch für inhaltlich unbegründet“. Auch die Tatsache, dass Eilers zuvor als Chefjustiziar beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) tätig war, lässt nach Auffassung des Ligavorstandes keine Zweifel an „der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit von Herrn Eilers aufkommen“. 96-Clubchef Martin Kind hatte genau dies bemängelt.

Die 50+1-Regel legt fest, dass deutsche Profi-Clubs nicht - wie beispielsweise englische oder spanische Vereine - von sogenannten Investoren übernommen werden dürfen. Die Stimmenmehrheit bei am Spielbetrieb teilnehmenden Kapitalgesellschaften muss bei den Stammvereinen verbleiben. Ausnahmen sind Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg.

Bis auf Hannover 96 hatten alle Clubs der 1. und 2. Bundesliga auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes im November 2009 für eine Beibehaltung dieser Praxis gestimmt. 96 hatte dagegen im Januar 2010 Klage beim Ständigen Schiedsgericht eingereicht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare