„Das war deutlich zu wenig von vielen“

Pleite gegen Brasilien - So scharf rechnet Kroos mit Mitspielern ab

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Toni Kroos (r.) im Zweikampf mit dem Brasilianer Paulinho.

Ungewohnt scharf hat sich Toni Kroos nach der deutschen Heimniederlage gegen Brasilien geäußert. Er kritisierte die B-Elf heftig, sah in der Pleite aber auch etwas Gutes.

Weltmeister Toni Kroos hat die zweite Garde der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem 0:1 (0:1) der B-Elf im letzten WM-Härtetest gegen Brasilien scharf kritisiert. "Alles" habe ihm missfallen, sagte Kroos im ZDF: "Und das, obwohl wir einige Spieler auf dem Platz hatten, die die Möglichkeit hatten, sich zu zeigen auf diesem Niveau. Das haben sie nicht getan."

Für ihn überwiege nach der Niederlage von Berlin (der Spielverlauf im Live-Ticker zum Nachlesen) "klar das Negative", ergänzte Kroos: "Da haben wir mal gesehen, dass wir doch nicht so gut sind, wie uns immer eingeredet wird oder wie vielleicht auch einige denken von uns. Das war deutlich zu wenig von vielen. Besonders die mit Ball haben mir gar nicht gefallen, muss ich sagen. Wir haben kaum einen Ball gehalten vorne, haben uns viel zu einfach abkochen lassen, die Zweikämpfe nicht so angenommen."

Kroos: „Noch eine Menge Luft ist nach oben“

Bundestrainer Joachim Löw hatte seine Startelf im Olympiastadion nach dem guten Spiel gegen Spanien (1:1) auf sieben Positionen verändert, Kroos war einer von vier Spielern, die in beiden Partien begannen (daneben Jerome Boateng, Joshua Kimmich und Julian Draxler).

Ein Gutes habe der Weckruf gegen die Selecao aber wohl, meinte Kroos: "Vielleicht war es gut zu sehen, dass da noch eine Menge Luft ist nach oben. Das heißt jetzt nicht, dass wir nicht zur WM fahren brauchen, aber es ist ganz gut zu sehen, dass da schon noch ein Stück fehlt."

Draxler: „Er hat recht, die Alarmglocken angehen zu lassen“

Seine Kollegen pflichteten ihm bei. "Ich gebe Toni recht, es hat einiges gefehlt. Er hat recht, die Alarmglocken angehen zu lassen. Aber ich sehe für die WM nicht schwarz", sagte Draxler. Ilkay Gündogan meinte: "Wir müssen selbstkritisch sein, klar und deutlich ansprechen, was wir besser machen müssen. Da gibt es einiges."

SID

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