Fußball-WM mit Kugel im Kopf?

+
Der Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol, Nicolás Leoz (rechts), bei seinem Besuch bei Salvador Cabañas im Krankenhaus.

Asunción/Buenos Aires - Es erscheint wie ein Wunder. Der kürzlich schwer verletzte Fußball-Profi Salvador Cabañas aus Paraguay hofft auf eine WM-Teilnahme.

In der Klinik Fleni in Escobar in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires hat der 29-Jährige, dem im Januar in den Kopf geschossen wurde, erstaunliche Fortschritte gemacht. Doch die Kugel steckt noch immer in seinem Kopf.

Die verrücktesten Vereinsnamen der Welt

Die verrücktesten Vereinsnamen der Welt

“Angenehm überrascht“ über den Genesungszustand von Cabañas war der Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol, Nicolás Leoz, bei seinem Besuch im Krankenhaus. Als Geschenk hatte Leoz einen Fußball dabei. “Damit er weiterhin Tore schießt“, hieß es dazu am Mittwoch auf der Internetseite des Verbandes. Cabañas habe den Hinweis mit einem Lächeln quittiert.

Am 25. Januar hatte ein Unbekannter in einer Bar in Mexiko-Stadt dem Nationalspieler Paraguays in den Kopf geschossen. Vor eineinhalb Wochen war Cabañas von Mexiko nach Argentinien gebracht worden, weil er dort näher bei seiner in Paraguay lebenden Familie sei. In Escobar sind seine Frau María Alonso, seine Eltern Dionisio und Basilia sowie seine beiden Kinder Santiago (8) und Mía Ivonne (3) bei ihm.

“In nur knapp einer Woche hat Salvador erstaunliche Fortschritte gemacht“, wurde seine Frau zitiert. “Die Planung ist so, dass wir hier etwa sechs bis acht Wochen bleiben werden“, fügte María Alonso hinzu. Der behandelnde Arzt, der Neurologe Lisandro Olmos, beschrieb den Zustand von Cabañas so: “Rein körperlich geht es ihm sehr gut. Aber Salvador hat noch kognitive Probleme“, womit Schwierigkeiten zum Beispiel bei der Aufmerksamkeit, der Erinnerung und der Reaktion gemeint seien. Ob Cabañas wieder völlig gesund werde, sei unklar.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare