Europäische Fußball-Union

UEFA kritisiert FIFA in WM-Streit

Aleksander Ceferin
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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat die FIFA für ihre Pläne einer WM und EM alle zwei Jahre erneut kritisiert und verschärft die Forderung nach einer Debatte um den Terminkalender.

Chisinau - Auch mehr als eine Woche nach der Bitte der UEFA und ihrer Mitglieder um den DFB, eine Sondersitzung zu organisieren, habe die FIFA darauf noch nicht geantwortet, klagte der Kontinentalverband in einer Mitteilung. Dabei wolle die UEFA ihre Bedenken zu den Folgen der Planspiele für eine Reform des Kalenders äußern, hieß es nach einer Sitzung des Exekutivkomitees im moldauischen Chisinau.

Die Gedankenspiele der FIFA, die Weltmeisterschaft ab 2028 und Kontinentalturniere wie die Europameisterschaft ab 2025 alle zwei Jahre auszutragen, hatten vor allem in Europa für jede Menge Kritik gesorgt. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin drohte mit Boykott. Der Deutsche Fußball-Bund stellte sich an die Seite der UEFA und betonte, dass eine derartige Entscheidung „nicht ohne die Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs getroffen werden darf“.

Die UEFA zeigte sich in der Mitteilung nun „enttäuscht, da radikale Reformprojekte bereits kommuniziert und öffentlich beworben wurden, bevor der UEFA die Möglichkeit gegeben wurde, zusammen mit den anderen Interessenträgern in einem Konsultationsverfahren Stellung zu beziehen.“

Der Kontinentalverband wies auf Gefahren hin, die eine Halbierung des Rhythmus großer Turniere aus seiner Sicht mit sich bringen würde: So würde der Wert der WM gemindert, schwächere Nationalteams würden weniger sportliche Möglichkeiten haben, da reguläre Spiele durch Endrunden ersetzt würden. Zudem bestünde die Gefahr einer Überforderung der Spieler.

Die FIFA will den umstrittenen Plan kommende Woche mit seinen Mitgliedsverbänden debattieren. Am 30. September soll ein so genannter Online-Gipfel über den internationalen Spielkalender stattfinden. Dieser läuft für Frauen Ende 2023 und für Männer 2024 aus. dpa

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