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Hoeneß findet Stuttgart-Party nach Klassenerhalt lächerlich - und kassiert deftigen Konter von VfB-Boss

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Von: Marius Epp

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Uli Hoeneß hält es für übertrieben, wie frenetisch der VfB Stuttgart den Last-Minute-Klassenerhalt feierte. Der schwäbische Konter hat es in sich.

München - Nach längerer Pause lieferte Uli Hoeneß am Tag der Meisterfeier des FC Bayern wieder genug verbales Material, um die Zeitungen der Nation problemlos eine Woche lang zu füllen. Der Ehrenpräsident rechnete gnadenlos mit Niklas Süle ab und äußerte sich zum Wechseltheater um Robert Lewandowski.

Auch die Bundesliga-Konkurrenz musste sich Seitenhiebe gefallen lassen: Hoeneß sagte Borussia Dortmund süffisant einen „sicheren zweiten Platz“ in der kommenden Saison voraus. Der VfB Stuttgart bekam ebenfalls sein Fett weg. „In Stuttgart denkt man ja, sie haben die Weltmeisterschaft gewonnen. Dabei sind sie nur nicht abgestiegen.“

FC Bayern: Uli Hoeneß ätzt gegen VfB Stuttgart - Schwaben ätzen zurück

Die Schwaben sicherten sich in einem irren Fernduell mit der Berliner Hertha in allerletzter Minute den direkten Klassenerhalt. In der Folge brachen in der Mercedes-Benz-Arena alle Dämme, Fans stürmten auf den Platz - Ekstase pur, zum großen Teil sicherlich aufgrund der verrückten Umstände.

Uli Hoeneß und Alexander Wehrle geraten leicht aneinander.
Uli Hoeneß und Alexander Wehrle geraten leicht aneinander. © Marijan Murat/Tom Weller/dpa

In Ulm geboren und aufgewachsen, schießt Hoeneß quasi gegen sein eigenes, schwäbisches Fleisch und Blut. Gut kam der Spruch natürlich nicht an. VfB-Boss Alexander Wehrle setzte prompt zum Gegenschlag an: „Wenn man die Emotionen bei den Feiern der Bayern sieht, denkt man, sie sind gerade Zehnter geworden - und nicht zum zehnten Mal Meister“, zitiert ihn die Bild.

FC Bayern: Begeisterung über Meistertitel hält sich in Grenzen

Gäbe es in einem solchen Fall Punktrichter, hätte Wehrle für diesen Konter wohl einen Punkt sicher. Die Meisterfeierlichkeiten auf dem Münchner Rathausbalkon waren zwar durchaus launig, der Marienplatz gefüllt - vergleicht man allerdings die Bilder mit jenen aus Stuttgart, hält sich die Begeisterung über den ersten Meistertitel von Julian Nagelsmann beim FC Bayern in Grenzen. Auch wegen des verkorksten Saisonabschlusses.

Die zehnte Meisterschaft in Folge bleibt zwar eine bemerkenswerte und in den europäischen Top-Ligen einzigartige Leistung, das Gefühl des Triumphs ist naturgemäß nach dem zehnten Titel nicht mehr so groß wie beim ersten Mal. Auch, weil die Schale in diesem Jahr allein kommt und nicht von weiteren Trophäen begleitet wird. Deshalb steht nun ein Total-Umbruch an. (epp)

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