Ehemaliger Nationaltrainer im Fokus

Klinsmann-Rückkehr nach Deutschland? Das sagt er selbst zu einem Amt beim VfB Stuttgart

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Jürgen Klinsmann ist beim VfB Stuttgart im Gespräch.

Jürgen Klinsmann steht offenbar vor einer Rückkehr nach Deutschland. Jetzt hat er selbst über eine mögliche Zukunft beim VfB Stuttgart gesprochen.

Update vom 29. Juli, 20.52 Uhr: Der VfB Stuttgart hat einen Austausch mit Jürgen Klinsmann über ein mögliches Engagement beim Fußball-Zweitligisten bestätigt. „Wir führen viele Gespräche. Das ist ein laufender Prozess. Wir tauschen uns auch mit Jürgen Klinsmann aus“, sagte der kommissarische Clubchef Bernd Gaiser am Montagabend. 

Klinsmann sagte der Stuttgarter Zeitung: „Der Informationsaustausch verlief sehr positiv.“ Nach Angaben der Zeitung hat sich der 54-Jährige mit den Aufsichtsräten des Zweitligisten, Wilfried Porth und Hermann Ohlicher, sowie dem kommissarischen Clubchef Bernd Gaiser getroffen.

Der in Kalifornien lebende Klinsmann soll sich offenbar vorstellen können, das neu geschaffene Amt des Vorstandsvorsitzenden der VfB Stuttgart AG zu übernehmen. „Der Posten als Präsident, der künftig vor allem repräsentativ ausgerichtet sein soll, kommt für ihn dagegen nicht infrage“, schreibt die „Stuttgarter Zeitung“. Klinsmann spielte von 1984 bis 1989 für die Schwaben. In 156 Bundesliga-Spielen traf er 79 Mal.

Klinsmann vor Bundesliga-Rückkehr? Hansi Müller: „Kann sehr unbequem sein“

Update vom 17. Juli, 13.20 Uhr: Ex-Nationalspieler Hansi Müller würde eine Rückkehr von Jürgen Klinsmann zum VfB Stuttgart begrüßen, sähe aber auch komplizierte Verhandlungen auf den Traditionsclub zukommen. „Jürgen kann sehr unbequem sein. Er ist ein Typ mit Ecken und Kanten. Sollte eine Funktion beim VfB zum Thema werden, wird er sicher klare Forderungen haben und Bedingungen stellen“, sagte Müller am Mittwoch dem TV-Sender Sky Sport. Der Fußball-Zweitligist sucht derzeit nicht nur einen neuen Präsidenten, sondern auch einen Vorstandsvorsitzenden - eine möglicherweise reizvolle Aufgabe für Klinsmann.

Auch der künftige Präsident sollte nach dem Rücktritt von Wolfgang Dietrich sportliche Kompetenzen haben, wie Müller findet: „Für wirtschaftliche Angelegenheiten gibt es im Vorstand doch die entsprechenden Fachleute. Zudem kamen die letzten VfB-Präsidenten aus der Wirtschaft und es hat bei keinem wirklich funktioniert.“ Die VfB-Mitglieder können auf einer außerordentlichen Versammlung am 15. Dezember einen neuen Clubchef wählen.

Stuttgarts Präsident zurückgetreten - Ministerpräsident schlägt Ex-Bayern-Coach als Nachfolger vor

Update vom 16. Juli, 9.43 Uhr: Wird ein ehemaliger FC-Bayern-Trainer Nachfolger von Wolfgang Dietrich beim VfB Stuttgart? Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann schlägt Jürgen Klinsmann als Präsidenten vor. Der Verein braucht jetzt eine Persönlichkeit mit Fußballkompetenz, die ausschließlich das Interesse des Vereins im Blick hat“, teilte der Grünen-Politiker am Montagabend auf Facebook mit. „Jemand der von hier kommt, der zusammenführt und hinter dem sich die ganze VfB-Familie versammeln kann.“

„Als VfB-Fan würde mir da aber schon jemand einfallen, den ich letztes Jahr in Kalifornien getroffen habe und der den Brustring definitiv im Herzen trägt.“ Kretschmann traf Klinsmann 2018 in Nordamerika. „Als langjähriges Mitglied des Vereins und als Fan seit Kindertagen leide ich natürlich mit und mache mir Sorgen um die Zukunft des VfB Stuttgart“, sagte Kretschmann.

VfB Stuttgart: Kehrt Jürgen Klinsmann zurück?

„Es ist doch Wahnsinn, wie die Fans und die ganze Region auch in Liga 2 hinter unserem VfB stehen“, sagt der Ministerpräsident. Thomas Hitzlsperger sei als Sportvorstand der richtige Mann, um den Verein mit dem neuen Trainer Tim Walter und der jungen Mannschaft wieder zum Erfolg zu führen. 

Klinsmanns Berater Roland Eitel sagte dem SID: „Der VfB ist ein besonderer Verein für ihn. Wenn ihn jemand vom VfB anruft - egal aus welchem Grund - wird er immer ans Telefon gehen. Wie in der Vergangenheit auch.“ Klinsmann hatte im vergangenen November geäußert, dass „mein Herz noch immer für den VfB schlägt“ und es ihn „mit meiner Erfahrung und meinem Netzwerk in den Profizirkus zurück zieht“. Er sei „für alles offen“ und könne sich „auch eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen“. Eitel sagte dazu: „An der Lebenssituation von Jürgen hat sich seither nichts geändert.“

Nach Problemen bei der Mitgliederversammlung: Stuttgarts Präsident Dietrich tritt zurück

Erstmeldung vom 15. Juli, 11.23 Uhr: Wolfgang Dietrich ist als Präsident des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart zurückgetreten. Der 70-Jährige bestätigte seine auf Facebook verkündete Entscheidung am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

In seinem Statement heißt es unter anderem: „Schon am gestrigen Abend haben mich das Präsidium, der Vereinsbeirat und der Aufsichtsrat gebeten, in jedem Fall im Amt zu bleiben. Für dieses Vertrauen bedanke ich mich sehr. Auch geht mein herzlicher Dank an alle, die mich bis zum heutigen Tage in meiner Arbeit für den VfB in den letzten drei Jahren mit Rat und Tat unterstützt haben.

Nichtsdestotrotz habe ich mich dazu entschlossen, heute mit sofortiger Wirkung vom Amt des Präsidenten des VfB Stuttgart 1893 e.V., sowie vom Vorsitz des Aufsichtsrats der VfB Stuttgart 1893 AG zurückzutreten.“

Die Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart ist am Sonntagabend wegen technischer Probleme abgebrochen worden. Da in der Mercedes-Benz Arena das extra für diese Veranstaltung installierte WLAN nicht funktionierte, konnte die Abstimmung über eine Abwahl des umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich nicht stattfinden und musste auf einen anderen Termin verschoben werden. Der VfB plant die Versammlung nach den Sommerferien im September fortzusetzen.

Das Statement im Wortlaut lesen Sie hier:

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