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Ein Punkt fehlt noch: Werder Bremen müht sich trotz klarem Sieg in Aue Richtung Aufstieg

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Von: Malte Bürger, Fabian Pieper, Daniel Cottäus

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Der SV Werder Bremen gewinnt sein Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue letztlich ungefährdet mit 3:0.
Der SV Werder Bremen gewinnt sein Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue letztlich ungefährdet mit 3:0. © Imago Images / Michael Taeger

Der SV Werder Bremen schlägt den FC Erzgebirge Aue in einem durchwachsenen Spiel letztlich klar mit 3:0 und macht damit einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg. Der Spielbericht der DeichStube.

Aue – Am Ende war es vor allem eine Nachricht, die haften blieb: Der SV Werder Bremen hat mit 3:0 (0:0) bei Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue gewonnen und somit weiterhin allerbeste Chancen auf den Aufstieg. Den Gästen gelang der Sprung auf Rang zwei, ein einziger Zähler im noch ausstehenden Heimspiel gegen Jahn Regensburg (Sonntag, 15. Mai, 15.30 Uhr) fehlt nun noch, um die Bundesliga-Rückkehr abzusichern. Doch wirklich schön war es lange Zeit nicht, was die Bremer zeigten. Andererseits: Per Schönheitspreis werden selten Aufstiege realisiert.

Noch unmittelbar vor dem Spiel hatte Ole Werner die Sinne geschärft: „Alles, was links und rechts von uns passiert, bringt uns nichts, wenn wir selbst nicht liefern“, betonte Werders Cheftrainer am „Sky“-Mikrofon mit Blick auf die Steilvorlage von Konkurrent SV Darmstadt, der am Freitag gegen Düsseldorf gepatzt hatte. „Deshalb konzentriere ich mich mit meiner Mannschaft genau darauf.“ Und Werner wollte dabei nichts dem Zufall überlassen, schickte die bestmögliche Startelf auf den Rasen. Abwehrchef Ömer Toprak kehrte nach seiner Wadenverletzung also ebenso zurück wie Innenverteidiger Milos Veljkovic und Sechser Christian Groß. Da Anthony Jung somit wieder auf seinen Stammplatz auf der linken Seite wechseln konnte, blieb Felix Agu ebenso wie Ilia Gruev oder Nicolai Rapp erst einmal auf der Bank.

Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: Schlampiger und pomadiger Auftritt in Halbzeit eins

In der Anfangsphase dürfte die Sicht von dieser Position aus noch nicht die beste gewesen sein, denn einige Aue-Fans hatten lilafarbenen Rauch in die Arena entsandt. Der erste Schreckmoment fand trotzdem nicht im kompletten Nebel statt, obwohl viele Anhänger der Grün-Weißen sicher gern weggeschaut hätten. Nach nur wenigen Sekunden lag der Ball nämlich bereits im Bremer Tor, weil die Werder-Abwehr ziemlich konfus auf den ersten gegnerischen Angriff reagiert hatte. Aues Dimitrij Nazarov stand letztlich bei der Entstehung des Treffers aber im AbseitsGlück für Werder Bremen! Ein deutlicheres Zeichen, dass es die Elf von Ole Werner an diesem Nachmittag nicht leicht haben würde, konnte es also nicht geben.

Und die Sachsen versuchten immer wieder, kleine Nadelstiche zu setzen. Die Gäste erarbeiteten sich zwar nach und nach die Spielkontrolle, taten sich aufgrund etlicher Ballverluste aber enorm schwer. Zwar hatte Werder ein deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz, die wesentlich bessere Zweikampfquote hatte jedoch zunächst die Heimelf zu bieten (60:40). Die erste gute Werder-Gelegenheit gab es dann auch erst nach knapp 24 Minuten, doch Niclas Füllkrug spielte eine schlampige Hereingabe, die der völlig freistehende Marvin Ducksch so nicht einmal ansatzweise erreichen konnte.

Und es gab noch mehr Grund zum Ärgern für Werder Bremen: Wenig später war der Arbeitstag von Ömer Toprak nämlich auch schon wieder beendet. Bei einem Kopfball kam der 32-Jährige etwas unsanft mit dem Fuß auf dem Rasen auf – und das genügte offenkundig, um nach einer kurzen Behandlung vom Platz zu schleichen (36.). So durfte Nicolai Rapp dann doch wieder schneller auf der Sechs ran als gedacht, während Groß in die Dreierkette ging.

Werder Bremen: Mitchell Weiser der Aktivposten gegen Erzgebirge Aue

Nur kurze Zeit später hatte Romano Schmid dann die ganz dicke Chance zur Führung, doch nach herrlichem Ducksch-Pass scheiterte der Österreicher am Keeper (38.). Auf der Gegenseite musste Jiri Pavlenka eine starke Parade gegen Nazarov auspacken, weil die Bremer wieder einmal jeglichen Zugriff in der Defensive vermissen ließen (41.). Nein, wirklich schön war das nicht, was die Bremer boten. Und immerhin war es wenig später vorbei. Zumindest vorerst. Mit einem 0:0 ging es in die Pause, in der sich viele Werder-Fans ebenso verwundert wie verärgert fragten, warum ihr Team erneut den spielerischen Beweis schuldig blieb, unbedingt aufsteigen zu wollen.

Es dauerte nach dem Wiederanpfiff knapp vier Minuten, ehe sich die Stimmung schlagartig änderte. Mitchell Weiser hatte Leonardo Bittencourt nach einer Ecke schön geschickt, der Mittelfeldmann passte danach punktegenau auf den einlaufenden Marco Friedl, der aus kurzer Distanz zur Führung traf (49.). Werder verlieh das Tor etwas mehr Sicherheit, das Kombinationsspiel sah vor allem dank des beflügelten Weiser etwas gefälliger aus – was allerdings auch daran lag, dass die Sachsen nun nicht mehr ganz so energisch störten. Erst kurz vor dem eigenen Tor griffen sie ein und machten ihre Sache dabei ganz ordentlich. So war ein Distanzschuss von Friedl (67.) lange die gefährlichste Aktion des SV Werder Bremen nach dem 1:0, wenig später verzog Füllkrug leicht abgefälscht nach Weiser-Vorarbeit (72.). Aue trat nur noch punktuell offensiv in Erscheinung, scheiterte dann aber häufig an der eigenen Unzulänglichkeit. Ein anderer, ein besserer Gegner hätte da womöglich für wesentlich mehr Gefahr gesorgt.

Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: Niclas Füllkrug erhöht, Niklas Schmidt macht den Deckel drauf

Eine Viertelstunde vor dem Ende rückte der Fußball dann ganz kurz in den Hintergrund. Die Auer Prince Owusu und Dirk Carlson rasselten bei einem Kopfball im Mittelfeld zusammen, beide wurden minutenlang von den Ärzteteams beider Vereine behandelt. Owusu stand zwar verhältnismäßig schnell wieder, verschwand aber mit blutverschmiertem Trikot zunächst in der Kabine. Carlson musste per Trage vom Feld, reckte aber arg mitgenommen immerhin die Arme in die Luft. Da das Wechselkontingent der Gastgeber bereits erschöpft war, spielten sie kurz in Unterzahl, ehe Owusu mit frischem Shirt zurück aufs Feld kam.

Die mehrminütige Unterbrechung ließ Werder Bremen ein wenig stocken, plötzlich wurden die Auer doch wieder auffälliger. So wurde noch ein wenig gezittert, ehe Niclas Füllkrug während der letztlich achtminütigen Nachspielzeit endgültig alles klar machte, indem er per abgefälschtem Schuss das 2:0 erzielte (90.+2). Und es kam noch besser: Der eingewechselte Niklas Schmidt traf sogar noch zum 3:0 (90.+6). Werder hatte den ersten von zwei großen Schritten in Richtung Aufstieg gemacht. In einer Woche soll dann der zweite Folgen. Notfalls auch ohne Glanz. (mbü)

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Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Deckel drauf! Füllkrug und Schmidt treffen spät!

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15.28 Uhr: Und das war es! Werder Bremen gewinnt mit 3:0 in Aue und bringt sich damit in Position für einen Matchball nächsten Sonntag gegen Regensburg! Nach torloser, aber überlegener erster Halbzeit sind es Friedl, Füllkrug und Schmidt, die harmlose Auer in ihrem vorerst letzten Zweitligaheimspiel verdient drei Gegentore einschenken. Wir verabschieden uns bis nächste Woche, macht es gut!

90.+7: Dinkci hat den Ball an der Grundlinie und legt auf Füllkrug. Der dreht sich, könnte selbst abschließen, legt aber noch mal ab auf Schmidt, der nur noch einschieben braucht. Die Werder-Fans feiern, das war es!

90.+6: TOOOOOR für Werder! Diesmal ist es Schmidt, der trifft. Es wird deutlich!

90.+5: Ehe Dinkci und Gruev für Ducksch und Bittencourt eingewechselt werden, hat Aue noch eine zaghafte Torannäherung über einen scharf von links vors Tor gezogenen Ball.

90.+3: Füllkrug wird vor dem Strafraum angespielt. Die Situation sieht nicht gefährlich aus, aber er verschafft sich im Stand mit ein, zwei Körpertäuschungen etwas Platz und zieht dann einfach mal ab. Klewin fliegt vergebens, der passt genau links rein!

90.+2: TOOOOOOOOOOR für Werder! Der bisher unglückliche Füllkrug macht wohl alles klar!

90. Min: Es gibt acht Minuten Zuschlag!

88. Min: Werder kontert nach einer Auer Ecke über Schmidt. Zuvor hatte Hochscheidt den Ball aus spitzem Winkel nicht an Pavlenka vorbei ins Tor bringen können. Schmidt treibt die Kugel, nachdem Werder die Ecke geklärt hat, könnte rechts auf den völlig freien Ducksch ablegen, wartet aber sehr, sehr, sehr lange und kann den Ball dann nur noch mit der Fußspitze spitzeln. Ehe Ducksch an die Kugel kommt, klärt Aue. Kann man besser ausspielen.

87. Min: Schade! Ein schöner Werder-Angriff über die rechte Seite und über den heute starken Weiser findet im Strafraum zwar seine Mitspieler, aber die können damit nichts anfangen.

86. Min: Aues Kühn setzt vorm Werder-Strafraum zum Solo an, kommt aber nicht in Abschlussposition und spielt dann den Ball ins Toraus.

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Zwei Platzwunden bei Aue – Verletzungsunterbrechung

85. Min: Gut für Aue: Owusu wurde zusammengetackert, bekommt ein neues Trikot und betritt mit Erlaubnis von Schiri Brand der Platz wieder. Also doch keine Unterzahl für die Gastgeber.

82. Min: Das Spiel läuft weiter, aber es wird bestimmt fünf, sechs Minuten Nachspielzeit geben. Gute Besserung an die beiden Auer von dieser Stelle aus!

81. Min: So ist es. Carlson wird auf die Trage verfrachtet, auch er hat eine Platzwunde. Aber er hebt den Daumen. Für ihn kommt Barylla.

78. Min: Carlson wird nach wie vor behandelt. Unterdessen hat Werder die Pause zum Wechsel genutzt: Schmid geht, Schmidt kommt. Owusu ist mitterlweile in der Kabine verschwunden. Sollte er den Platz nicht mehr betreten, muss Aue wohl die letzten Minuten in Unterzahl spielen, da Aue nur noch einmal wechseln kann und Carlson, da legen wir uns fest, heute keine Minute mehr spielen wird.

77. Min: Weiser steht wieder, aber bei Carlson sieht es schlecht aus. Die medizinische Abteilung von Werder hilft bei ihm aus. Owosu steht auch wieder, aber das weiße Trikot ist voller Blut und er trägt einen dicken Verband am Kopf. Mal schauen, wie es hier weitergeht. Bei Carlson warten die Sanitäter mit der Trage.

75. Min: Autsch! Weiser, Owusu und Carlson steigen zum Kopfball hoch und stoßen aneinander. Alle drei werden behandelt.

73. Min: Doppelwechsel beim Gastgeber. Nazarov und Jonjic machen Platz für Hochscheidt und Trujic.

72. Min: Weiser tunnelt gleich zwei Gegenspieler und legt auf Füllkrug ab, dessen abgefälschter Schuss aber links am Tor vorbeirollt.

69. Min: Füllkrug wird rechts im Strafraum eingesetzt, kommt aber mit seiner Hereingabe nicht durch. Im Gegenteil: Der Abpraller fällt ihm unglücklich vor die Füße, sodass es Abstoß gibt.

67. Min: Friedl hat Bock. Er zieht aus 30 Metern einfach mal flach ab und verfehlt den Kasten nur hachdünn.

65. Min: Erst faustet Pavlenka den Ball aus dem Strafraum, den Schuss von Jonjic aus der zweiten Reihe schnappt er sich anschließend und hält ihn sicher fest.

64. Min: Das Spiel hat sich sehr beruhigt nach dem Tor für Werder. Bremen nach wie vor die aktivere Mannschaft mit mehr Zug zum Tor, aber so richtig gefährlich wird es nicht. Jetzt aber mal Ecke auf der anderen Seite für Aue.

60. Min: Bittencourt taucht plötzlich links im Sechzehner frei auf, lässt sich dann aber zu viel Zeit bei der Entscheidung, ob er schießt oder abspielt und wird dann abgelaufen. Die Werder-Fans fordern Elfmeter, aber selbst der vermeintlich gefoulte beschwert sich nicht, also wird es wohl nichts gewesen sein.

59. Min: Weiser bekommt eine Flanke von links vor dem Tor auf den Kopf, köpft aber ein gutes Stück am langen Eck vorbei.

57. Min: Aue wechselt. Baumgart verlässt den Platz, den Majetschak verletzungsbedingt bereits in den vergangenen zwei Minuten nicht mehr betreten hat. Stattdessen spielen jetzt Kühn und Cacutalua.

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Tor für Werder, Marco Friedl trifft nach Wiederanpfiff!

52. Min: Damit vergrößert Werder seinen Abstand auf die Konkurrenz auf drei Punkte, sogar die Meisterschaft wäre mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Regensburg wieder möglich, aber wichtiger: Den Bremern fehlt nur noch ein einziger Punkt zum Wiederaufstieg!

50. Min: Und so ist es passiert: Bittencourt spielt mit Weiser einen einfach Doppelpass im Anschluss an eine Ecke, hat dann viel Platz um in den Strafraum zu ziehen und bringt den Ball scharf nah vors Tor. Dort löst sich im Pulk Friedl von seinem Gegenspieler und hält den Schlappen hin. Der Ball rauscht zwischen den Beinen von Klewin hindurch ins Tor, genau vor der Werder-Fankurve, die durchdreht!

49. Min: TOOOOOOOOOR für Werder! Da ist das 1:0, Friedl hat es gemacht!

48. Min: Souverän wegverteidigt – und dann rollt der Konter! Weiser treibt die Kugel, aber bevor er Ducksch einsetzen kann, wird er von Jonjic gehalten. Das Foul ist taktisch und zieht Gelb nach sich.

47. Min: Nach einer Minute gibt es Eckball für Aue.

46. Min: So ist es! Brand gibt den zweiten Durchgang frei!

14.34 Uhr: So, die Halbzeitpause neigt sich dem Ende entgegen. Die Teams kehren auf den Platz zurück, es wird gleich weitergehen!

14.20 Uhr: Es ist kein gutes Fußballspiel. Nicht von Werder, noch weniger aber von Aue. Nach dem Schockmoment mit dem korrekt wegen einer Abseitsposition nicht gegebenen Auer Treffer aus der ersten Spielminute entwickelten die Gastgeber keine große Torgefahr, außer bei einem Abschluss in der 41. Minute von Nazarov. Werder hat das Spiel weitestgehend im Griff, aber ist noch zu unkreativ, um dem designierten Absteiger Chancen aufzudrücken. Trotzdem hätten Ducksch, Füllkrug und Schmid hier treffen müssen, aber noch steht auf beiden Seiten die Null. Wir sind gespannt auf die zweite Halbzeit.

14.18 Uhr: Ereignisarme zwei Minuten. Schiedsrichter Brand bittet zum Pausentee.

45. Min: Es gibt zwei Minuten Nachschlag für diese erste Halbzeit.

44. Min: Bittencourt sieht nach einem Foul den Gelben Karton.

43. Min: Der nächste gute Weder-Angriff über rechts. Füllkrug läuft mit dem Ball in den Strafraum und zieht den Ball scharf auf die linke Seite. Rapp will ihn ablegen, aber wieder findet sich kein Abnehmer.

41. Min: Jetzt muss Pavlenka mal sein Können zeigen! Eine scharfe Hereingabe von rechts von Zolinski wird von Rapp vor die Füße von Nazarov abgelenkt. Letzterer zieht aus halblinker Position ab, visiert das lange Eck an, aber Pavlenka fliegt und siegt. Der folgende Eckball bringt nichts ein.

38. Min: Ducksch sieht eine kleine Lücke und bedient Schmid, der plötzlich frei vor Klewin steht und den Ball mit der linken Fußspitze am Auer Schlussmann vorbeizulegen versucht, aber Klewin wehrt per Fußabwehr ab. Großchance, toller Pass von Ducksch!

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Auswechslung – Arbeitstag für verletzten Ömer Toprak beendet

36. Min: So ist es. Rapp kommt, Toprak verschwindet in den Kabinen.

35. Min: Toprak wurde hier nach einem Laufduell in den letzten Minuten behandelt. Jetzt ist klar: Es geht für den Kapitän nicht weiter. Rapp steht an der Seitenlinie bereit.

33. Min: Aus eigenem Antrieb heraus bleibt Werder bislang ungefährlich. Gefahr kommt bislang nur über Auer Fehler auf den Platz.

31. Min: Friedl erobert einen Ball per Grätsche und bringt die Kugel damit auf Schmid. Die Fahne des Linienrichters geht aber hoch, Abseits.

29. Min: Es schleichen sich Ungenauigkeiten in das Spiel der Bremer ein. Friedl spielt unbedrängt einen langen Ball genau ins Seitenaus, für Weiser unerreichbar.

26. Min: Eine Serie von drei Eckbällen in Folge für Werder bleibt ohne das erhoffte Ergebnis. Aues Abwehr steht sicher und klärt jedes Mal.

24. Min: Das muss das 1:0 für Werder sein! Füllkrug erarbeitet sich den Ball in vorderster Reihe und muss nur noch auf Ducksch querlegen. Macht er auch, aber die Hereingabe ist etwas zu scharf, sodass Ducksch den Ball nicht erreicht.

21. Min: Aller guten Dinge sind drei: Zolinski versucht es aus der zweiten Reihe, wieder Pavlenka ohne Mühe. Reicht dann jetzt auch.

20. Min: Fandrich mit dem zweiten Abschluss aus der zweiten Reihe. Der Schuss geht rechts vorbei. Vorher hatten die Bremer den Zugriff nicht gefunden.

18. Min: Erster Verlegenheits-Abschluss von Aue. Jonjic flacher Schuss aus der zweiten Reihe stellt Pavlenka vor keine großen Probleme.

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Werder hat das Spiel im Griff, tut sich vorne aber schwer

17. Min: Werder hat hier mittlerweile die Kontrolle übernommen, lässt Ball und Gegner laufen. Ballverluste werden zügig gemeinsam repariert.

14. Min: Gelbe Karte für Aues Carlson. Der Luxemburger setzt einem Ball nach und trifft Schmid am Knöchel. Die Teamkollegen des Getroffenen diskutieren, wollen hier wohl ein rot-verdächtiges Foul gesehen haben. Das sehen wird aber anders, Gelb ist schon ok. Die Aue-Fans zeigen mit Gesängen, was sie davon halten.

13. Min: Weiser wird zur Grundlinie geschickt und hebt den Ball von dort an den Elfmeterpunkt. Ducksch läuft in Position, trifft den Ball aber nicht. Chance vertan.

12. Min: Der erste Werder-Abschluss aufs Tor kommt von Füllkrug, der am Sechzehner die Kugel bekommt, sich nach innen dreht und mit links abschließt. Klewin pariert.

11. Min: Füllkrug bekommt den Ball rechts und dribbelt sich in den Strafraum. Er spielt den Ball scharf nach innen, findet aber keinen grün-weißen Abnehmer.

8. Min: Zolinski flankt von der rechten Seite an den Elfmeterpunkt auf den Kopf von Owosu, aber Pavlenka eilt aus seinem Kasten und pflückt die Kugel sicher herunter.

6. Min: Langer Ball von Groß hinter die Abwehrkette auf Ducksch. Aue-Keeper Klewin rutscht beim Rauslaufen aus, Ducksch versucht es per Heber – aber der Ball ist so hoch angesetzt, dass es wohl erst in Wilhelmshaven wieder festen Boden berührt.

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Das Spiel in Aue läuft – fast der Nackenschlag für Werder!

2. Min: Zuvor hatte Toprak den Zweikampf gegen Owosu verloren, der den Ball ablegt. Der Abschluss aus der zweiten Reihe landet dann aber am Fünfmeterraum auf den Füßen von Nazarov in der verbotenen Zone, der auf Baumgart rauslegt. Baumgart nicht im Abseits, aber Nazarov nie und nimmer passiv, die Entscheidung ist korrekt. Puh!

1. Min: Der Ball liegt im Werder-Tor, aber das Tor zählt wohl nicht! Eine Abseitsposition, die es wohl auch gewesen sein dürfte, aber es wird überprüft.

1. Min: Die Sicht klart auf, Brand gibt das Spiel frei!

13.30 Uhr: Der Rauch legt sich über das Spielfeld, Schiedsrichter Benjamin Brand wartet daher noch ein wenig, ehe er die Partie freigibt.

13.29 Uhr: Während im Hintergrund das Steiger-Lied läuft, werden die Teams von Toprak und Nazarov aufs Feld geführt. Die Auer Ränge füllen sich mit lilafarbenem Rauch, man will sich hier mit einer kleinen Show im vorerst letzten Zweitliga-Heimspiel verabschieden.

13.28 Uhr: ... und da kommen sie!

13.26 Uhr: Die Mannschaften haben sich in die Kabinen zurückgezogen, die Fans haben Bock, wir haben Bock. Das Spiel kann losgehen!

13.17 Uhr: Clemens Fritz, Leiter für Scouting und Profifußball beim SV Werder, sagt am Sky-Mikrofon, dass das 2:3 gegen Kiel aufgearbeitet sei und die Mannschaft sehr selbstkritisch damit umgegangen ist, und man weiterhin mit breiter Brust auftreten könne.

13.15 Uhr: Das Erzgebirge ist heute zwar nicht fest in Bremer Händen, da nur etwa 1800 Karten an die Weser gegangen sind. Trotzdem dürften es etwa 3000 Werder-Fans sein, die sich im Erzgebirgsstadion einfinden werden. Das Stadion ist erst vor wenigen Jahren eingeweiht worden und besticht vor allem durch seine traumhafte Lage, direkt an den Hängen des Erzgebirges.

13.10 Uhr: Werder-Trainer Ole Werner steht am Sky-Mikro. Der sagt, er habe das Spiel gegen Darmstadt nicht verfolgt: „Nicht links, nicht rechts gucken. Wir müssen unsere Aufgaben erledigen. Alles andere ist egal, wenn wir es tun.“ Der Angang vor der heutigen Partie sei es gewesen, gut vorbereitet zu sein, denn das Ziel ist klar: „Wir wollen das Spiel gewinnen.“ Zu den Rückkehrern sagt er: „Es ist gut, dass die Jungs wieder da sind, auch wenn die anderen das gut aufgefangen haben.“

13.04 Uhr: Eine leicht besondere Note erhält das heutige Spiel durch das Sondertrikot, das die Werder-Elf heute tragen wird. Es ist verziert mit etlichen Abbildern von Fan-Tattoos. Hoffen wir mal, dass es Glück bringt.

12.58 Uhr: Wiederaufstieg ist ein gutes Stichwort, denn den hat der FC Schalke seit gestern Abend in der Tasche. Trotz eines 0:2-Rückstands gegen den FC St. Pauli gewann die Elf von Michael Büskens ihr Heimspiel mit 3:2, brachte St. Pauli in die Position eines absoluten Außenseiters ohne reelle Chancen mehr und kehrte nach einem Jahr Abstinenz zurück in die Bundesliga. Glückwunsch dazu aus Bremen!

12.55 Uhr: Der Blick auf Werder: Aus den vergangenen sieben Spielen holte die Werner-Elf „nur“ neun Punkte. Davon kann Aue zwar nur träumen, aber für die Aufstiegsambitionen unserer Grün-Weißen ist das etwas zu wenig. So bleibt es definitiv bis zum kommenden Wochenende spannend, auch sich Werder heute mit einem Sieg in eine glänzende Ausgangsposition vor dem letzten Spieltag bringen kann und nach wie vor alles in eigener Hand hat. Das wäre auch bei einem einfachen Punktgewinn so, der Werder auf den zweiten Platz spülen würde, für den sicheren Wiederaufstieg allerdings dann am letzten Spieltag einen Sieg voraussetzt.

12.53 Uhr: Wie bereits erwähnt: Aue ist seit der heftigen 0:6-Klatsche vom vergangenen Wochenende offiziell abgestiegen. Aus den letzten sechs Spielen holte die Mannschaft nur vier Punkte, was für eine Rettung selbst über die Relegation zu wenig ist. Nach fünf Jahren 2. Bundesliga muss Aue wieder den Weg in die Drittklassigkeit antreten.

12.46 Uhr: Wir blicken auf die gemeinsame Statistik beider Teams: Da stehen bislang nur zwei Spiele in den Geschichtsbüchern. Logischerweise hat es bereits ein Hinspiel gegeben, in dem Werder mit 4:0 gewonnen hat – es war das erste Spiel unter der kreativen Leitung Ole Werners und der Start einer Serie von sieben aufeinanderfolgenden Siegen. Torschützen waren damals Schmid, Veljkovic per Traumtor, Ducksch und Füllkrug. Im Ergebirge hat Werder 2008 seine Visitenkarte abgegeben, damals gewann der SV Werder – unter anderem mit Wiese, Naldo, Baumann, Özil, Diego und Pizarro – knapp mit 2:1 in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Torschützen damals: Pizarro und Rosenberg. Die Bilanz ist also noch makellos.

12.39 Uhr: Und wenn wir schon dabei sind, mit Namen um uns zu werfen, hier noch der Vollständigkeit halber das Schiedsrichtergespann für die heutige Partie: Die oberste Entscheidungsgewalt hat Benjamin Brandt inne, ihm assistieren an den Seitenlinien Christian Leicher und Christian Ballweg. Der Name des Vierten Offiziellen ist einer mit großer Vertipper-Gefahr: Tim-Julian Skorczyk – dreimal geprüft und trotzdem noch möglich, dass er falsch geschrieben ist. Video-Assisten ist Robert Kampka, Video Assistent-Assistens ist Justus Zorn.

Werder Bremen gegen den FC Erzgebirge Aue im Live-Ticker: Die Aufstellungen sind da!

12.35 Uhr: Auch die Gastgeber aus dem Erzgebirgskreis schicken – völlig überraschend – elf Mann aufs Feld. Der erfahrene Pavel Dotchev lässt heute so beginnen: Klewin – Carlson, Ballas, Majetschak, Baumgart – Zolinski, Fandrich, Nazarov, Schreck, Jonjic – Owusu. Potenzielle Einwechselspieler sind Kips (ET), Barylla, Cacutalua, Gonther, Lang, Hochscheidt, Strauß, Kühn und Trujic.

12.30 Uhr: Damit sind es drei Positionen, auf denen rotiert wird: Rapp, Gruev und Agu schauen heute zumindest zu Beginn nur zu, dafür spielen mit Veljkovic, Toprak und Groß erfahrene Leute.

12.26 Uhr: Die Aufstellungen sind da! Ole Werner wechselt im Vergleich zur jüngsten Partie kräftig durch und lässt folgendermaßen beginnen: Pavlenka – Weiser, Veljkovic, Toprak, Friedl, Jung – Bittencourt, Groß, Schmid – Füllkrug, Ducksch. Auf der Bank nehmen zunächst Platz: Zetterer (ET), Agu, Mai, Gruev, Rapp, Schmidt, Assalé, Dinkci und Woltemade.

12.22 Uhr: Moin aus der Deichstube! Wir sind schon heiß auf das vorletzte reguläre Saisonspiel des SV Werder Bremen in der 2. Fußball-Bundesliga! Heute tritt die Mannschaft von Trainer Ole Werner beim bereits abgestiegenen FC Erzgebirge Aue an. Eine vermeintlich leichte Aufgabe, aber daher auch eine Aufgabe mit großer Fallhöhe. Und spätestens seit der 2:3-Heimniederlage nach 2:0-Führung von vor neun Tagen gegen Holstein Kiel wissen wir: Man darf sich seiner Sache niemals zu sicher sein ...

Aue - Werder Bremen im Live-Ticker gegen den FC Erzgebirge Aue. Anpfiff in Aue ist heute um 13.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 12.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos aus der 2. Bundesliga - alles live im Live-Ticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen FC Erzgebirge Aue - der Vorbericht:

Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) auswärts gegen den FC Erzgebirge Aue und will am 33. Spieltag der 2. Bundesliga wieder einen Schritt Richtung Aufstieg machen. Der Vorbericht der DeichStube.

Kiel abgehakt, jetzt zählt es gegen Erzgebirge Aue! Werder Bremen fest entschlossen: „Wir sind heiß ohne Ende“

Bremen – Es ist eine stolze Zahl – 58 Jahre – und deshalb taugt sie so kurz vor dem Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim FC Erzgebirge Aue (Sonntag, 13.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) auch durchaus als Mutmacher. 58 Jahre – so lange ist es inzwischen schon her, dass die Bremer zuletzt ein Spiel gegen einen Gegner verloren haben, der beim Anstoß bereits als Absteiger feststand. 2:3 hieß es damals gegen den 1. FC Saarbrücken, danach folgten bis heute 16 weitere Absteiger-Duelle, von denen Werder kein einziges verlor und den Großteil sogar deutlich gewann – genauso also, wie es nach Möglichkeit auch im nächsten Spiel dieser Art laufen soll. Auch Aue ist bekanntlich bereits abgestiegen, wenn die Bremer am Sonntag im Erzgebirgsstadion antreten und darum kämpfen, die eigene Position im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga kurz vor Saisonschluss wieder zu verbessern.

Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: Druck im Aufstiegsrennen erhöht sich noch im Laufe des 33. Spieltags

Ole Werner dürfte sich zwar eher weniger mit dieser statistischen Kuriosität beschäftigt haben, seine Vorfreude auf das Spiel gegen Erzgebirge Aue ist aber ohnehin groß genug. „Wir sind heiß ohne Ende“, betont der Cheftrainer des SV Werder Bremen, der sich und seiner Mannschaft attestiert, diese bittere 2:3-Heimpleite gegen Holstein Kiel mittlerweile gut verarbeitet zu haben. „Die Stimmung bei uns ist gut. Wir haben unter der Woche die richtige Mischung gefunden, die es für das Aue-Spiel braucht“, sagt Werner – und erklärt: „Einerseits ist natürlich Anspannung und Konzentration da, weil es beides einfach braucht. Andererseits geht es aber auch um die Freude an dem, was wir tun, nämlich Fußballspielen.“

Auch und vor allem in der heißen Schlussphase einer Saison sei das „ganz wichtig“. Sich nicht zu viele Gedanken machen, auf dem Platz bloß nicht verkrampfen, genau das war den Bremern in der zweiten Halbzeit gegen Kiel nicht gelungen – und genau das soll (und muss) nun bei Erzgebirge Aue besser laufen. Und zwar ungeachtet der Tatsache, dass die Ansetzungen dieses 33. Spieltags dafür sorgen könnten, dass sich der Druck auf Werder Bremen vor Beginn der eigenen Partie noch einmal deutlich erhöht, weil die Konkurrenz im Aufstiegsrennen ihre Partien am Sonntag nämlich längst bestritten und womöglich vorgelegt hat. Die gute Nachricht gab es am Freitagabend: Darmstadt ist das schon mal nicht gelungen, das Team verlor in Düsseldorf mit 1:2. Allzu viel Bedeutung will Ole Werner den Ergebnissen der Konkurrenz aber – zumindest öffentlich – nicht beimessen.

Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: Trainer Ole Werner verändert die üblichen Abläufe etwas

„Wir können den Spielplan ja nicht ändern, also ist es so, wie es ist“, sagt Ole Werner und versichert, sich wenig Gedanken über dieses Thema gemacht zu haben: „Mir ist das relativ egal. Wir müssen auf uns schauen und unsere Hausaufgaben machen. Alles andere können wir ja ohnehin nicht beeinflussen. Unser Fokus liegt einzig und allein darauf, dass wir in Aue gewinnen.“ Was unter Umständen schwierig genug werden könnte. So hat Erzgebirge Aues Trainer und Sportchef Pavel Dotchev bereits angekündigt, zum „Stolperstein“ und „Stressfaktor“ für den SV Werder Bremen werden zu wollen. Immerhin geht es für seine Mannschaft darum, sich mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison ordentlich von den eigenen Fans in Richtung 3. Liga zu verabschieden.

„Wir gehen davon aus, dass Aue all das, was das Team an Qualität hat, auch auf den Platz bringen wird“, sagt Werner, der zudem damit rechnet, dass der Gegner eine Reaktion auf die jüngste 0:6-Pleite gegen Darmstadt wird zeigen wollen. „Fakt ist aber: Wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen, werden wir uns auch durchsetzen können“, sagt Werner. Um den Spielern dabei möglichst vollumfänglich helfen zu können, hat der Trainer des SV Werder Bremen in dieser Woche – anders als direkt nach dem Kiel-Spiel noch angekündigt – doch etwas an den sonst üblichen Abläufen geschraubt.

SV Werder Bremen gegen FC Erzgebirge Aue: Hoher Sieg? Trainer Ole Werner will das nicht fordern

In der Öffentlichkeit, gegenüber den Medien, hat sich nämlich kein Profi des SV Werder Bremen geäußert – und wird es womöglich auch bis zum letzten Saisonspiel gegen Jahn Regensburg nicht mehr tun. „Wir wollten, dass sich die Jungs auf ihre Arbeit auf dem Platz konzentrieren und alles dafür tun, dass sie mit den Gedanken beim Kerngeschäft sind“, erklärte Ole Werner die Abschottung, zu der die gleich drei nicht-öffentlichen Trainingseinheiten im Stadion aber nicht gezählt werden dürften: „Das lag vielmehr daran, dass wir unseren anderen Trainingsplatz ziemlich runtergerockt haben.“

Bei allem Ehrgeiz, bei aller Vorfreude und Entschlossenheit des SV Werder Bremen – anders als sein Stürmer Niclas Füllkrug verzichtete Werner übrigens darauf, einen möglichst hohen Sieg gegen Erzgebirge Aue zu fordern. „Wir sollten während des Spiels durchgehend den Fuß auf dem Gas lassen, klar, aber wir unterhalten uns vorher nicht darüber, wie viele Tore wir wann, wie und wo schießen werden.“ (dco) Schon gelesen? Werder Bremen gegen Erzgebirge Aue: So seht Ihr das Zweitliga-Spiel live im TV und im Live-Stream!

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