Achtbar aus der Affäre ziehen

Bad Wildungen gastiert zum Erstliga-Restart bei „Übermannschaft“ Dortmund

Gelbe Wand: Den übermächtig erscheinenden Handballerinnen von Borussia Dortmund wird die Bad Wildunger Rückraumspielerin Munia Smits, wie hier bei ihrem Freiwurf bei der mit 16:23 verloren gegangenen Begegnung beim Vorbereitungsturnier der SG Kirchhof im August in Melsungen, auch heute Abend gegenüberstehen.
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Gelbe Wand: Den übermächtig erscheinenden Handballerinnen von Borussia Dortmund wird die Bad Wildunger Rückraumspielerin Munia Smits, wie hier bei ihrem Freiwurf bei der mit 16:23 verloren gegangenen Begegnung beim Vorbereitungsturnier der SG Kirchhof im August in Melsungen, auch heute Abend gegenüberstehen.

Als krasser Außenseiter gastieren die Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen heute Abend (19.30 Uhr, Sporthalle Wellinghofen) zum Restart der Bundesliga bei Titeltopfavorit Borussia Dortmund. „Dortmund ist die Übermannschaft der Liga“, sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer über den BVB, der am vergangenen Sonntag mit dem 36:30 (19:12)-Erfolg beim Thüringer HC glänzte.

Bad Wildungen. „Sie sind von der Qualität her auf allen Positionen sehr stark besetzt. Ihre absolute Stärke ist der breite Kader, den sonst keine Mannschaft in Deutschland hat“, fügt die Niederländerin an und ist sich ganz sicher, dass die Mannschaft von Trainer André Fuhr „Meister werden wird“. Die Chance ihres Teams bei der Borussia etwas zu holen, sieht die 37-Jährige „noch geringer als sonst an“.

Marieke Blase in Quarantäne

Das begründet sie damit, dass ihr neben der Langzeitverletzten portugiesischen Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira (Operation am Syndesmoseband), die Ende Januar wieder das Mannschaftstraining aufnehmen soll, auch Rückraumspielerin Marieke Blase und Kreisläuferin Maxi Mühlner fehlen werden. Das Duo befindet sich bis Anfang Januar in Quarantäne, nachdem bei Mühlner, die keine Symptome hat, ein Coronatest positiv war und die ebenfalls im Abwehrinnenblock einsetzbare Blase wegen eines Coronafalls in ihrem Umfeld als sogenannte Kontaktperson ebenfalls ihre Wohnung nicht verlassen darf. Seit Mühlners positivem Testergebnis am 18. Dezember, weshalb das geplante Testspiel am Tag darauf gegen Erstligakonkurrent TuS Metzingen abgesagt wurde, sind inzwischen alle Vipers-Spielerinnen dreimal negativ getestet worden.

Auch aufgrund ihres derzeit nur zwölfköpfigen Kaders sieht Bremmer die Partie beim verlustpunktlosen Tabellenzweiten als gute Möglichkeit an, „ohne Druck und Erwartungen“ in den Spielrhythmus zurückzufinden. „Dazu hätten wir uns keinen besseren Gegner als Dortmund aussuchen können. Aber wir wollen von denen natürlich auch nicht abgeschossen werden“, sagt Bremmer und hofft, dass sich ihr dezimiertes Team bei der Borussia gut aus der Affäre ziehen wird.

Wegen Mühlners Ausfall ist Annika Ingenpaß als einzige Kreisläuferin besonders gefordert und dürfte deshalb in der Abwehr von der routinierten Rückraumlinken Sabine Heusdens, die auch die erste Option am Kreis ist, ersetzt werden.

Auf halblinks könnte die wurfstarke Belgierin Munia Smits wieder den Vorzug vor Heusdens und Larissa Platen erhalten, die aufgrund des Fehlens von Da Silva Pereira auch die erste Alternative für Spielmacherin Maxime Struijs ist. (jh)

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