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Anti-Abstiegsthriller mit Happy End: Wildunger Vipers gewinnen in Zwickau 29:28

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Feiern mit den Fans: Die Wildunger Spielerinnen bejubeln mit ihren Anhängern den wichtigen Sieg in Zwickau.
Feiern mit den Fans: Die Wildunger Spielerinnen bejubeln mit ihren Anhängern den wichtigen Sieg in Zwickau. ©  Frank Kruczynsk

Die Vipers behalten die Nerven. Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben mit dem 29:28 (14:15) im Kellerduell beim BSV Sachsen Zwickau einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan.

Zwickau - Es war kein Last-Minute-Sieg, sondern eher ein Last-Second-Erfolg. Denn nachdem Anika Hampel 30 Sekunden vor Schluss das 29. Tor für die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer erzielte hatte, musste Torfrau Manuela Brütsch erst noch den Wurf der Zwickauer Rechtsaußen Rebeka Ertl entschärfen, der Rest war eine Wildunger Jubeltraube mit Kreistanz.

Auf der anderen Seite ließen sich viele Zwickauer Spielerinnen wie auf Befehl zu Boden fallen und es flossen dort auch einige Tränen. Das könnte es mit der Bundesliga für die Sächsinnen gewesen sein.

Den Spannungsbogen für diese Partie hätte ein Drehbuchschreiber auch nicht besser setzen können. Für die Fans beider Teams waren die 60 Minuten vermutlich fast schon an der Grenze der Erträglichkeit. Handball-Herz was willst du mehr. Vielleicht einfach nur mehr Ruhe.

Aber schon recht früh deutete sich an, dass es an diesem Tag keine von beiden Mannschaften schaffen würde, einen Vorsprung von fünf, sechs und mehr Toren herauszuspielen. Dafür war die Fehlerquote auf beiden Seiten zu hoch. Das höchste was an Leistungsunterschied möglich wurde, war ein Drei-Tore-Vorsprung für beide Seiten, der aber stets schnell wieder aufgebraucht war.

Schlussminute Höhepunkt im Anti-Abstiegsthriller

So bot die Schlussminute auch den Höhepunkt in diesem Anti-Abstiegsthriller mit dem Wurf von Anika Hampel (Bad Wildungen), der von der Zwickauer Torfrau noch abgewehrt wurde, aber der Ball trudelte doch noch über die Linie. „Wir auf der Bank haben auch zuerst gedacht, dass die Torfrau den Ball gehalten hat“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer und fügte hinzu: „Hauptsache gewonnen, mehr gibt es über dieses Spiel nicht zu sagen. Ich bin superglücklich über den Sieg und habe nur Freude heute.“ Ihr Zwickauer Kollege Norman Rentsch zollte seiner Mannschaft sogar ein Lob: „Ich bin trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Natürlich hatte der Coach auch Grund zur Kritik: „Beim Stand von 19:16 hätten wir das Spiel auf unsere Seiten ziehen und konsequenter auf vier, fünf Tore Vorsprung gehen müssen. Ich bin auch mit unserer Abwehrleistung nicht so ganz zufrieden, im Rückraum rechts und am Kreis ist Wildungen zu oft durchgekommen.“

Im Rückraum rechts stand auf Wildunger Seite Jana Scheib, die ihre Mannschaft in der Schlussviertelstunde immer wieder durch Eins-gegen-Eins-Situationen im Spiel gehalten hat, bei denen die Zwickauerinnen sie nur durch ein Foul mit anschließendem Siebenmeter stoppen konnten.

Die Strafwürfe übernahm dann eine von der Siebenmeterlinie souverän agierende Munia Smits. Sie war mit acht Toren (vier Siebenmeter) auch die beste Wildunger Werferin vor Kreisläuferin Annika Ingenpaß (6). Bei Zwickau erzielte Anna Lena Hausherr (8/2) die meisten Treffer. (rsm)

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