Für Aufstieg muss HSG die SGH Rosengarten-Buchholz trotz Fehlens der Rechtsaußen schlagen

Auch ohne Annika Busch siegen

- Bad Wildungen. (jh). Die wegen ihrer Roten Karte im Derby gegen Kirchhof (22:22) gesperrte Linkshänderin soll morgen (19 Uhr, Ense-Halle) von Johanna Stockschläder auf Rechtsaußen ersetzt werden.

„Annikas Fehlen ist eine absolute Schwächung für uns, weil sie eine super Saison spielt“, sagt Trainer Karsten Moos über die für ein Spiel gesperrte Ex-Dortmunderin. Um deren Ausfall zu kompensieren, stehen ihm zwei Alternativen zur Auswahl. Zum einen könnte der 31-Jährige seine rechte Rückraumspielerin Romana Grausenburger auf die Außenbahn stellen, zum anderen Busch durch Stockschläder dort ersetzen. „Ich favorisiere leicht die zweite Alternative“, sagt Moos, was auf den ersten Blick verwundert, da Grausenburger eine gelernte Rechtsaußen und Stockschläder Rechtshänderin ist. Doch die flinke 18-Jährige hat in einigen Testspielen und auch im Training schon bewiesen, dass sie auf der für sie ungewohnten Position spielen kann. Weil Moos zudem auf halbrechts wegen des Spielflusses eine Linkshänderin im Rückraum bevorzugt und Grausenburger diesbezüglich die einzige Spielerin im Kader ist, wird Stockschläder wohl von Beginn an auflaufen. So wird Rückraumspielerin Petra Nagy erst einmal auf der Bank sitzen, von der die Ungarin spätestens dann kommen wird, wenn Grausenburger auf rechtsaußen aushelfen muss. Moos ist froh, dass ihm gegen Rosengarten wieder Dinah Eckerle als zweite Torfrau zur Verfügung steht, sodass der Kader der Vipers wenigstens elf Spielerinnen umfasst. Zunächst wird aber Manuela Brütsch das HSG-Tor hüten, auch weil die Schweizerin beim 30:26-Sieg im Pokal mit 19 Paraden gegen Rosengarten überragte, während beim Gast Cara Hartstock mit neun Toren überzeugte. „Ich hoffe, dass wir schnell unseren Rhythmus finden“, sagt Moos, der mit seinem Team nach der Weihnachtspause erst am Sonntag das Training wieder aufgenommen hat. Klar ist, dass sich die HSG, wenn sie ihre Aufstiegsambitionen wahren will, gegen Klubs wie Rosengarten keine Ausrutscher mehr leisten darf.Dass die Gäste mit Ralf Böhme, der von den Oberliga-Herren des TSV Bremervörde kommt, mit einem neuen Coach in die Badestadt reisen, sieht Moos als Nachteil für sein Team an, weil sich die Vipers so schwerer auf die Norddeutschen einstellen könnten. „Das Spiel wird eine harte Nuss. Aber wenn wir oben dabei bleiben wollen, ist ein Sieg Pflicht“, sagt Moos. Der Coach geht bis zum Saisonende von einem Fünfkampf der derzeit fünf bestplatzierten Teams um die drei Aufstiegsplätze aus. Dabei sieht er auch die Füchse Berlin trotz der spektakulären Verpflichtung von Nationallinksaußen Natalie Augsburg (Leipzig) und nur drei Minuspunkten nicht als Übermannschaft an, auch weil diese noch je zweimal gegen die ersten vier Teams spielen müssen.

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