Bad Wildungen erwartet Vizemeister SG BBM Bietigheim

Vipers wollen zumindest Selbstvertrauen tanken

Wieder am Ball: Die Schweizer Nationalspielerin Romy Bachmann, die vor ihrem Comeback steht, will so wie hier gegen Bogna Sobiech (Bensheim/Auerbach) ihren Zug zum Tor demonstrieren. Links Viper Isa-Sophia Rösike. Foto: malafo

Bad Wildungen. Wie zuletzt schon vor dem 21:35 (11:17) am vergangenen Samstag bei Meister Thüringer HC ist die Hoffnung von Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer auch vor dem Spiel am Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) gegen Vizemeister SG BBM Bietigheim „gering“, dass ihr seit sieben Spielen siegloses Team punkten könnte.

„Bietigheim ist eine richtig gute Mannschaft“, sagt Bremmer über den souveränen Vorjahresmeister.

Bei dem sieht sie die polnische Rückraumallrounderin Karolina Kudlacz-Gloc als „entscheidende Spielerin“ an. „Sie ist mit ihrer Erfahrung und Cleverness etwas Besonderes“, sagt die Vipers-Trainerin über die 33-jährige Ex-Leipzigerin.

Diese wird seit Anfang Februar von Nationalmannschaftsspielführerin und - spielmacherin Anna Loerper unterstützt, mit der die SG versucht, die Lücken durch den Kreuzbandriss von Kapitänin Kim Naidzinavicuis und die Abgänge des suspendierten Ehepaars Nina und Susann Müller im Rückraum zu kompensieren. „Bietigheim ist auch im Tor sehr gut besetzt“, sagt Bremmer in Richtung der aus Aserbaidschan stammende Valentyna Salamakha hinter der die niederländische Nummer eins, Tess Wester, oft nur zweite Wahl ist.

Zudem verfügt der Gast mit der dänischen Nationalspielerin Fie Woller noch über eine starke Linksaußen, während die niederländischen Nationalspielerinnen Charris Rozemalen (Halbrechts, Aufbautraining nach Knieoperation) und Angela Malestein (Rechtsaußen gebrochener Ringfinger) ausfallen.

„Wir müssen kämpferisch voll da sein, weil Bietigheim unsere harte und körperbetonte Spielweise nicht mag“, sagt Bremmer. Mit der gelang den Vipers 2014 sogar ein 24:20-Coup bei der SG, die auch beim ihrem 25:24-Erfolg in der Ense-Halle 2016 größte Mühe hatte, während das Team von Trainer Martin Albertsen die HSG im Vorjahr beim 49:17-Erfolg in Bad Wildungen auseinander nahm.

Um nicht erneut überrannt zu werden, müsse ihr Team am Samstag Ballverluste vermeiden, sagt Bremmer. Sie hofft, dass die Vipers an die ersten 23 Minuten beim THC, 11:13, anknüpfen können, „als wir im Angriff mit Überzeugung gespielt haben und auch torgefährlich waren.“ Dabei freute sich die HSG-Trainerin in Bad Langensalza über den Formanstieg von Torjägerin Laura Vasilescu.

 „Wir wollen Selbstvertrauen tanken und unsere Leistung steigern“, sagt die HSG-Trainerin. (jh)

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