Bremmer: „Müssen die zwei Punkte holen“

Bad Wildungen gastiert bei Kurpfalz Bären

Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Munia Smits (Mitte) hat die Leverkusenerin Mariana Ferreira Lopes (links) versetzt und nimmt das Gehäuse von Bayer-Torfrau Kristina Graovac ins Visier.
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Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Munia Smits (Mitte) hat die Leverkusenerin Mariana Ferreira Lopes (links) versetzt und nimmt das Gehäuse von Bayer-Torfrau Kristina Graovac ins Visier.

„Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagt Trainerin Tessa Bremmer vor dem Spiel der HSG Bad Wildungen bei den Kurpfalz Bären.

Bad Wildungen – Nach zuletzt 0:6 Punkten ist für den Elften (Sa., 18 Uhr, Neurotthalle Ketsch) beim Schlusslicht ein Sieg Pflicht. „Wir müssen zwei Punkte holen, auch weil wir uns lange nicht belohnt haben. Wir haben ein Muss-Gefühl zu gewinnen“, sagt Bremmer über das Spiel beim Tabellen-16., der nur eine Zweitligalizenz für die nächste Saison beantragt hat und damit bereits als erster Erstligaabsteiger feststeht.

„Das Spiel müssen wir gewinnen, egal wie. Da gibt es keine Ausreden mehr. Für uns zählen nur zwei Punkte“, sagt Annika Ingenpaß, auch weil die Kreisläuferin weiß, dass die Vipers in den danach folgenden letzten sechs Saisonspielen nur noch am Ostersamstag gegen den Zwölften SV Union Halle-Neustadt Favorit sind, während sie danach auf fünf der sechs Topteams der Liga treffen. Mit acht Punkten und 85 Treffern Vorsprung auf Göppingen auf Relegationsplatz 13 ist der Vorsprung der HSG zwar noch sehr komfortabel und sollte auch für eine ruhige Restsaison ausreichend sein.

„Extrem heiß auf Erfolgserlebnis“

Doch nachdem es die Vipers zuletzt bei der 28:32 (12:17)-Pleite gegen Göppingen nach einer sehr schwachen Leistung versäumten, endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen, sollten dies die Südwaldeckerinnen mit einem Sieg in Ketsch unbedingt nachholen und es so vermeiden in eine Negativspirale zu geraten. Nachdem ihr Team nach zuvor sechs Spielen in 16 Tagen nach der Begegnung gegen Frisch Auf am 13. März endlich wieder durchatmen konnte, sei ihre Mannschaft „extrem heiß“ sich in Ketsch „ein Erfolgserlebnis zu holen“, sagt Bremmer.

Bei diesem Unterfangen muss die HSG-Trainerin aber wie wohl auch für den Rest der Saison auf Rückraumspielerin Maria Ines Da Silva Pereira verzichten, die sich gegen Göppingen zu allem Überfluss den rechten Ellenbogen ausgekugelt hatte. Die notwendige Magnetresonanztomographie (MRT) steht laut Bremmer indes immer noch aus, „weil die Schwellung an ihrem Ellenbogen immer noch zu groß ist.“ Vor allem in der Abwehr ist der Ausfall der Portugiesin ein herber Verlust für die HSG, bei der in der Deckung nun Aushilfe Sabine Heusdens mehr gefordert sein könnte.

„Wir werden Ketsch nicht unterschätzen, auch weil wir uns schon im Heimspiel gegen sie, als sie uns mit der der siebten Feldspielerin überrascht haben, schwer getan haben“, sagt Bremmer in Anspielung auf den umkämpften 32:30 (15:14)-Erfolg am 14. November. Gegen die „seit Jahren eingespielte Mannschaft“, so Bremmer, ihres Trainerkollegen Adrian Fuladdjusch verloren die Bad Wildungerinnen im Vorjahr sogar in Ketsch mit 27:30, was sie am Samstag unbedingt vermeiden wollen. (jh) 

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