Ein ungleiches Duell

Bad Wildungen möchte Meister  Bietigheim ärgern

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Flugeinlage: Die Bad Wildungerin Jana Scheib (links) wird von den Bensheimerinnen Elisa Stuttfeld (vorne) und Sarah van Gulik attackiert, während ihre Teamkollegin Maxime Struijs (rechts) die Szene beobachtet. 

„Bietigheim spielt in einer ganz anderen Liga“, antwortet Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach einem kurzen Lachen auf die Frage, was sie sich im Spiel (Sa., 19 Uhr, Ense-Halle) der HSG Bad Wildungen gegen den Meister ausrechne. Trotz des ungleichen Duelles zwischen dem von Personalsorgen geplagten Zwölften und dem Zweiten, hofft Bremmer, dass ihre Mannschaft „das Starensemble“ der SG BBM „ordentlich ärgern“ kann.

Bad Wildungen. Aus der 28:30 (14:14)-Hinspielniederlage bezieht der krasse Außenseiter dabei „eine Extramotivation. Dass wir in Bietigheim verloren haben, war ungerecht“, sagt die Niederländerin in Anspielung darauf, dass die Vipers am 14. September in der Sporthalle am Viadukt ihre sensationelle 28:27-Führung nach 57 Minuten noch verspielten. Dabei fühlten sich die Gäste von den Schiedsrichtern Timo Hofmann und Thomas Horath ungerecht behandelt. „Der Frust über die Niederlage steckte noch lange in uns drin“, blickt Bremmer zurück, deren Team den Saisonstart mit 0:12 Punkten völlig in den Sand setzte.

Die Aussichten den Titelträger um die deutsche Nationalkeeperin und Ex-Viper Dinah Eckerle, „sie ist in der Liga eine Klasse für sich“, so Bremmer, am Samstag in Bedrängnis zu bringen, dürften wesentlich geringer sein.

Einsatz von Maxi Mühlner fraglich

Und das auch deshalb, weil der Einsatz von Maxi Mühlner, die vom Lehrgang der U20-Nationalmannschaft in Kaiserau mit einer Muskelverletzung zurückkehrte, fraglich ist. Sollte die 20-Jährige ausfallen, wäre der etatmäßige Innenblock der 6:0-Stammdefensive mit der Ex-Leipzigerin und Sabine Heusdens gesprengt und Bremmer zum Improvisieren gezwungen.  Trotz aller Widrigkeiten hat Bremmer die Hoffnung dem Gast das Leben schwer machen zu können noch nicht aufgegeben, auch weil sich ihr Team vom 17:49 im Jahr 2016 abgesehen, „gegen die SG oft gut verkauft hat“. jh 

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