Überragende Brütsch reicht nicht aus

Bad Wildungen verliert im Pokal in Bietigheim 22:34

Hochgestiegen: Die Bad Wildungerin Munia Smits (Mitte) wird bei ihrem Sprungwurf gegen die Bietgheimerin Danick Snelder (rechts) von ihrer Schwester Xenia beobachtet.
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Hochgestiegen: Die Bad Wildungerin Munia Smits (Mitte) wird bei ihrem Sprungwurf gegen die Bietgheimerin Danick Snelder (rechts) von ihrer Schwester Xenia beobachtet.

Die HSG Bad Wildungen hat den Einzug in die Pokalendrunde verpasst. Im Viertelfinale verloren die Vipers erwartungsgemäß bei der SG BBM Bietigheim mit 22:34 (10:16).

Bietigheim. Die favorisierte Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch steht damit nach den Erstligakonkurrenten TuS Metzingen, HSG Blomberg-Lippe und Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten ebenfalls im Final Four-Turnier um den Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) in der Stuttgarter Porsche-Arena (15./16. Mai).

„Die Niederlage ist am Ende deutlich zu hoch ausgefallen. So krass war der Unterschied nicht“, sagte HSG-Trainerin Tessa Bremmer. Ihr Team hatte in der Sporthalle am Viadukt bis zur 48. Minute beim Stand von 20:24 eine ansprechende Partie geboten, bevor die Gäste völlig einbrachen.

Im Angriff waren die Bad Wildungerinnen durch den Ausfall ihrer Spielmacherin Maxime Struijs (Schleudertrauma) entscheidend geschwächt. Weder die Halblinke Munia Smits, die überraschend auf der Rückraum Mitte begonnen hatte, während Marieke Blase ihre Position einnahm, noch Maria Ines Da Silva Pereira oder auch Larissa Platen konnten die Niederländerin ersetzen.

Trotzdem zeigten die Vipers beim SG-Starensemble keinerlei Respekt und führten nach starker Anfangsphase nach dem 1:2 (5.) und dem 4:2 (8.) nach zwölf Minuten sogar mit 5:3. Auch nach einem 4:0-Lauf zum 7:5 für Bietigheim (17.) ließ sich Bad Wildungen nicht abschütteln und glich zum 7:7 nach 18 Minute aus. Bis zum 10:11 (24.) blieben die Vipers weiter auf Tuchfühlung, was auch an ihrer überragenden Torfrau Manuela Brütsch lag, die insgesamt 14 und in beiden Halbzeiten je sieben Bälle parierte, wobei die SG-Angreiferinnen meist völlig frei vor ihr auftauchten.

Aufrund sechs schwacher Minuten der HSG vor der Pause, lag Bietigheim beim Seitenwechsel mit 16:10 in Front. Aber die Gäste gaben auch nach dem 10:17 in der 33. Minute nicht auf, sondern kamen noch auf 17:21 (43.) heran. Bis zum 20:24 ließen sich die Südwaldeckerinnen, gestützt auf Brütsch, die eine Weltklasseleistung zeigte, erst einmal nicht entscheidend abschütteln. Doch danach hatte der Elften beim Dritten gar nichts mehr zuzusetzen.

„Krass, was sie gehalten hat“

Nach dem 27:20 durch Karolina Kudlacz-Gloc in der 53. Minute, die nach ihrer Schulterverletzung ein „Super-Comeback“, so Gaugisch, feierte, war die SG endgültig auf die Siegesstraße eingebogen. „Es ist schade, dass wir die Leistung von ‘Manu‘ zu keinem Zeitpunkt richtig nutzen konnten. Das, was sie gehalten hat, war echt krass“, sagte Bremmer. (jh)

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