Vipers scheitern an sich selbst

Bad Wildungen verliert in Buxtehude 25:31

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Hochgestiegen: Die Bad Wildungerin Maxime Struijs (rechts) setzt gegen die Buxtehuderin Christina Haurum (links) zum Sprungwurf an, während deren Teamkollegin Frederike Gubernatis (Zweite von rechts) Sabine Heusdens am Kreis festmacht. 

Selten dürfte es für die Bad Wildunger Erstligahandballerinnen leichter gewesen sein, Punkte aus Buxtehude mitzunehmen. Trotz des 31:25 (17:11)-Sieges über die Vipers klagte BSV-Trainer Dirk Leun später über die hohe Fehlerquote seiner Mannschaft.

Buxtehude – Die der Gäste war jedoch noch höher, sodass die Südwaldeckerinnen enttäuscht die Sporthalle des Schulzentrums Nord verließen.

„Die Niederlage war nicht nötig. Buxtehude war kein übermächtiger Gegner. Immer, wenn wir uns zurückgekämpft hatten, sind wir an unseren eigenen Fehlern gescheitert“, brachte HSG-Trainerin Tessa Bremmer die vor allem vor dem Seitenwechsel schwache Vorstellung ihrer Mannschaft auf den Punkt, die nach der Niederlage vor 1048 Zuschauern auf Relegationsrang 13 zurückfiel.

Einzig beim 1:0 (1.) durch Spielmacherin Maria Ines da Silva Pereira lagen die Gäste in Führung. Nach dem 4:4 (5.) übernahm Buxtehude dann das Kommando, 6:4 (8.), auch wenn die Vipers bis zum 8:9 nach 14 Minuten gut mithielten.

Hatte die HSG bis dahin in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff gefunden, weil den Bad Wildungerinnen die nötige Aggressivität fehlte und in der 6:0-Formation zu wenig im Verbund gedeckt wurde, lief nun auch im Angriff nichts mehr zusammen.

Nur drei Tore der HSG in 16 Minuten

Kümmerliche drei Törchen gelangen den Gästen noch bis zur Pause, wobei die am Kreis und im linken Rückraum eingesetzte Sabine Heusdens mit ihrem Treffer zum 9:12 (22.) die über achtminütige Torflaute der Nordhessinnen beendete.

„Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu passiv und haben zu viele Tore von Buxtehude aus dem Rückraum kassiert. Vor der Pause war die Abwehr definitiv das Problem“, ärgerte sich Bremmer, die aber auch mit der Offensive ab Minute 15 nicht zufrieden sein konnte, sodass die HSG in dieser Phase insgesamt wie ein Abstiegskandidat agierte. Dahin, wo es weh tut, ging bei den Gästen fast nur die mit Licht und Schatten agierende Da Silva Pereira.

„Wir sind viel zu wenig in die Lücken gegangen und standen zu viel im Angriff“, kritisierte Bremmer, was nach der Pause besser wurde. Zwar gestalteten die Vipers die zweite Halbzeit mit 14:14 ausgeglichen, doch vergaben sie nach dem 11:18 (32.) ab dem 15:19 (37.) zunächst mehrfach die Chance den Siebten noch mehr in Bedrängnis zu bringen. Erst beim 22:25 (53.) war Bad Wildungen auf drei Treffer dran, um dann, bezeichnenderweise, durch zwei Fehler in Folge die Norddeutschen wieder auf 27:22 (55.) davonziehen zu lassen.

Auch nach dem 24:27 (56.) durch die eingewechselte und dieses Mal auf Linksaußen eingesetzte Miranda Schmidt-Robben musste Bad Wildungen aufgrund seiner Fehler Buxtehude entscheidend wieder auf 29:24 (59.) davon ziehen lassen. Den Treffer hatte die starke Torfrau Lea Rühter erzielt, die insgesamt zweimal ins leere HSG-Tor traf.

Während die eingewechselte Jungnationaltorhüterin zusammen mit Ex-Nationallinksaußen Lone Fischer beim BSV überragte, hielt bei den Vipers Torfrau Manuela Brütsch bis zur zwölften Minute, 7:8, keinen Ball und die für sie gekommene Anne Bocka ganz passabel. jh

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