Die Gunst der Stunde nutzen

Bad Wildungen will Buxtehude erstmals schlagen

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Freie Bahn: So relativ unbedrängt wie hier von der Kirchhoferin Sandra Szary (Mitte) und gegen SG-Torhüterin Paula Küllmer (rechts) hofft die Bad Wildungerin Marieke Blase auch gegen Buxtehude zum Wurf zu kommen. 

Bad Wildungen – Obwohl sie es selbst sagt, „dass Buxtehude nicht mehr die Mannschaft der Vorsaison und schlagbar ist“, ist der Vierte der vergangen Spielzeit für Tessa Bremmer beim morgigen Saisonstart (19 Uhr, Ense-Halle) der „deutliche Favorit“.

Nachdem Bad Wildungen in den bisherigen 14 Erstligabegegnungen in der Handball-Bundesliga bis auf das 30:30-Remis am 4. Februar 2017 alle Spiele gegen den BSV verlor, dürften die Chancen der Vipers noch nie so gut gestanden haben wie derzeit das Team von Trainer Dirk Leun erstmals zu besiegen. Bremmer will davon zwar auch aufgrund des großen Umbruchs beim Elften der Vorsaison zwar nichts wissen, aber Fakt ist, dass der Pokalsieger von 2015 und 2017 mit den so Bremmer „sehr guten“ Torfrauen Antje Peveling (schwanger) und Jungnationalkeeperin Lea Rüther (Meniskusoperation) und der wurfgewaltigen Halblinke Jessica Oldenburg (schwanger) gleich drei Leistungsträgerinnen verlor, die nicht adäquat ersetzt wurden.

So gilt es für die HSG morgen die Gunst der Stunde zu nutzen und gegen den Vizemeister von 2012 und 2015 zu punkten, auch weil danach mit den Spielen bei Meister SG BBM Bietigheim und gegen die HSG Blomberg-Lippe schwere Aufgaben auf die Vipers warten.

„Ich wäre zufrieden, wenn wir aus den ersten drei Spielen, in denen wir nicht Favorit sind, zwei Punkte hollen würden“, sagt Bremmer. Wegen der vielen Neuzugänge kann sie mit dem Auftaktprogramm gut leben. „Das ist eine günstige Situation für uns, weil die Neuen so ohne Druck erst einmal in die Bundesliga reinschnuppern können“, sagt die Trainerin.

„Nur Sabine Heusdens gesetzt“

Bremmer freut sich über den großen Konkurrenzkampf im Team und sieht derzeit „nur Sabine Heusdens“ auf halblinks als gesetzt an. Dass dürfte im Tor aber auch Manuela Brütsch vor Anne Bocka, die Rückenprobleme plagen und auf rechts Frankova sein. Vor allem auf der Linksaußenposition, wo sich Anna-Maria Spielvogel und Rückkehrerin Alina Otto duellieren und auf der Mitte, auf der es den Zweikampf zwischen Neuzugang Maria Ines Da Silva Pereira und Comebackerin Maxime Struijs gibt und auf halbrechts, wo Bremmer Rechtshänderin Marike Blase als Alternative zu Linkshänderin Jana Scheib nennt, sei der Konkurrenzkampf heftig.

Wer von den genannten Duos jeweils in der Startsieben steht, will Bremmer neben den Trainingseindrücken auch von taktischen Überlegungen abhängig machen. Letzteres gilt besonders für die Besetzung am Kreis, wo die Trainerin, die gegen die flinken Buxtehderinnen ohne Abwehr-/Angriffswechsel auskommen will, die Auswahl zwischen der torgefährlichen Annika Ingenpaß und der abwehrstarken Maxi Mühlner hat. (jh)

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