Den Widrigkeiten trotzen

Bad Wildungen will gegen Bensheim erste Punkte

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Hochgestiegen: Harte Gegenwehr, wie hier von Samira Brand (Kurpfalz Bären, Mitte), die von ihrer Mitspielerin Rebecca Engelhardt beobachtet wird, erwartet die Bad Wildungerin Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte) auch gegen Bensheim. Foto: 

Bad Wildungen – In der Vergangenheit zeigten die Bad Wildunger Erstligahandballerinnen oft ihre besten Leistungen, wenn die Voraussetzungen dafür schlecht standen. Genau das ist vor dem morgigen Spiel (19 Uhr, Ense-Halle) gegen die HSG Bensheim/Auerbach der Fall. 0:8 Punkte, Relegationsplatz 13 und das Aus im Pokal stehen für die Vipers vor dem Spiel gegen den Achten zu Buche.

Zudem kann Trainerin Tessa Bremmer nach der Schulteroperation von Rechtsaußenneuzugang Vanessa Plümer im Frühjahr, dem verletzungsbedingten Karriereende von Linkshänderin Lisa-Marie Preis, dem Kreuzbandriss von Rechtshänderin und Rückraumallrounderin Vanessa Magg in der Vorbereitung sowie den Ausfällen der Rückraumkräfte Marieke Blase (Knieverletzung) und Erika Rajnohova (allergische Reaktion) nur noch auf zwölf von ursprünglich 17 Spielerinnen in ihrem Kader zurückgreifen.

Struijs und Ingenpaß gefordert

Besonders im Rückraum, in dem Bremmer in den Spielmacherinnen Maria Ines Da Silva Pereira und Maxime Struijs sowie den Halbspielerinnen Sabine Heusdens und Jana Scheib nur noch vier statt sieben Kräfte zur Verfügung stehen, herrscht Personalnot. So ist Da Silva Pereira im rechten Rückraum nun statt Blase die erste Alternative zu Scheib, während Bremmer sich auch vorstellen kann, Struijs, „die eine gelernte Halblinke ist“, dort einzusetzen.

Durch Blases Fehlen ist im Innenblock Kreisläuferin Annika Ingenpaß noch mehr gefordert. „Da hilft kein Gelabber mehr, der Druck auf sie wird größer und sie muss hinten zulegen“, sagt Bremmer, was vorne auch für die zweite Kreisläuferin Maxi Mühlner gilt, weil Bremmer einen Abwehr-/Angriffwechsel vermeiden will.

„Gegen Bensheim waren es fast immer enge Spiele. Sie sind der Favorit, auch weil sie weniger Druck haben“, sagt Bremmer. Beim Team von Ex-Vipers-Regisseurin Sarah van Gulik warnt sie besonders vom „extrem torgefährlichen Rückraum“ mit den starken Halbspielerinnen Julia Maidhof und Ines Ivancok. (jh)

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