Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bad Wildungen will gegen Göppingen endlich punkten

+
Das Tor im Blick: Die Bad Wildungerin Alina Otto (Mitte), die hier Madeleine Boudard (rechts, Drome) versetzt hat und das Gehäuse von Camille Depuiset ins Visier nimmt, ist mit der HSG gegen Frisch Auf Göppingen gefordert. 

Bad Wildungen – Mit dem WM-Song „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, gelang der Kölner Musikgruppe „Die Höhner“ 2007 bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer ein Hit. Das Motto passt auch zum morgigen Spiel (19 Uhr, Ense-Halle) der immer noch punktelosen Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen gegen Göppingen. Die Vipers brauchen im siebten Anlauf in dieser Saison endlich die ersten Zähler.

„ Es wäre schon blöd, wenn wir mit null Punkten in die WM-Pause gehen müssten. Wir werden auch deshalb alles daran setzen, um das Spiel zu gewinnen“, sagt Tessa Bremmer. Zwar ist Trainerin bemüht den Druck von ihrer jungen Mannschaft fernzuhalten, doch weiß sie auch, „dass wir irgendwann mal gewinnen müssen.“ Da der Gast durch die Ausfälle der Rückraumspielerinnen Annika Blanke (Nasenbeinbruch), Johanna Schindler (Sprunggelenksverletzung) und Roxana Ioneac (Mittelhandbruch) ersatzgeschwächt nach Südwaldeck kommt und als Tabellenelfter ein direkter Mitkonkurrent der HSG um den Klassenerhalt ist, ist ein Sieg der Vipers über das Team von Trainer Aleksandar Knezevic am Samstagabend Pflicht.

Den Ligaerhalt gab Bremmer aufgrund der Verletzungsprobleme ihres Teams durch die Ausfälle von Vanessa Magg und Marieke Blase (beide Kreuzbandriss), Vanessa Plümmer (Schulteroperation) und Anna-Maria Spielvogel (doppelter Bänderriss im linken Fuß) nach dem 21:29 in Metzingen erst einmal als neue Zielsetzung aus. „Zu 95 Prozent wird ‘Spieli´ gegen Göppingen nicht spielen können, was ein krasser Verlust für uns ist, da sie in dieser Saison einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat und extrem wichtig für unsere Abwehr ist“, sagt Bremmer über die verletzte Linksaußen.

Deren Position wird wie schon nach Spielvogels Verletzung in Metzingen Alina Otto einnehmen, während die dort nicht zum Einsatz gekommene Josepha Kallenberg nun auch auf Linksaußen die erste Alternative ist, was die Rechtshänderin auf der anderen Seite hinter Anna Frankova bereits war. 

„Göppingen hatte einen ähnlich schweren Saisonstart wie wir“, sagt Bremmer, wobei der Gast mit Ex-Viper Romy Bachmann-Morf im Gegensatz zur HSG wenigstens gegen die Kurpfalz Bären - allerdings zuhause - mit 34:26 gewann. „Trotz unserer wirklich nicht optimalem Bedingungen wollen wir die zwei Punkte holen, weil wir dann mit mit einem anderen Gefühl in die Pause gehen würden als mit null Zählern“, sagt Bremmer. (jh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare