„Lassen uns zu schnell verunsichern“

Bad Wildungens Torfrau Manuela Brütsch im Interview

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Breit gemacht: Die Bad Wildunger Torfrau Manuela Brütsch (rechts) versucht den Siebenmeter der Leverkusenerin Svenja Huber abzuwehren. 

Was Führungsspielerin Manuela Brütsch über den Fehlstart der Vipers denkt und wieso sie dennoch optimistisch in die Zukunft des Tabellenzwöften vor dem wichtigen Spiel am Samstag bei den ebenfalls noch punktelosen Kurpfalz Bären  blickt, verrät die Züricherin im Interview.

Wie stufen Sie das mit 21:25 verloren gegangenen Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen ein, Frau Brütsch?

Unsere Leistung war gut, vergleichbar mit den den letzten zwei Spielen in Bietigheim und gegen Blomberg Während wir in der Abwehr über fast 60 Minuten gut waren, haben wir das Spiel im Angriff verloren, weil wir zu viele freie Chancen nicht reingemacht haben. Wir haben mit zu wenig Druck und Überzeugung gespielt, wobei Leverkusen zu schlagen gewesen wäre.

Wie bitter war es, aus dem Pokal auszuscheiden, vor allem nachdem das Final-Four-Turnier in Stuttgart im Mai 2018 trotz Platz vier ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der Vipers war?

Ich war schon enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben. Natürlich wollten wir wieder ins Final Four kommen. Aber im Pokal braucht man auch etwas Glück, um weit zu kommen. Wir hatten jetzt das Pech, dass wir gleich gegen einen Erstligisten spielen mussten. Die Meisterschaft hat indes aber auch definitiv Priorität.

Was können Sie an positiven Dingen bisher mitnehmen?

Die Abwehr sieht, vom Buxtehude-Spiel, das wir abgehakt haben, einmal abgesehen, schon sehr gut aus. Ich denke, wenn wir den Willen und Kampfgeist wie zuletzt auch in Ketsch zeigen, werden wir bei den Kurpfalz Bären hoffentlich auch die ersten zwei Punkte holen. Das Spiel in Ketsch ist extrem wichtig für uns.

Ihr Team hat gegen Leverkusen fast elf Minuten kein Tor gemacht. Fehlt die Sicherheit, vor allen im Angriff, noch?

Wir lassen uns teilweise noch zu schnell aus dem Konzept bringen und zu schnell verunsichern. Wir müssen lernen, nicht gelungene Aktionen schnell abzuhaken und vorne mit der gleichen Überzeugung weitermachen. Wenn wir das schaffen, bin ich auch wegen unserer guten Abwehr überzeugt, dass es noch eine gute Saison für uns werden kann.

Ein Sieg in Ketsch ist auch wegen des angestrebten einstelligen Tabellenplatzes Pflicht.

Das stimmt. Da müssen wir uns auch nichts vormachen. Das wird ein sehr schwieriges Spiel. Gerade Aufsteiger haben nichts zu verlieren und sind vor allem zu Hause gefährlich. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir dort wieder wie zuletzt eine gute Abwehr stellen und gestützt auf eine stabile Deckung vorne die Tore dann auch reinmachen.

Wie sehen Sie denn die Chance, in Ketsch zu gewinnen?

Ich bin zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen, weil zuletzt trotz der Niederlagen wenig bei uns gefehlt hat und die Gegner von der Qualität stärker waren als Ketsch es ist. Aber wir werden die Kurpfalz Bären auf keinen Fall unterschätzen. Aber wenn wir die Leistung der letzten drei Spiele bringen, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden. (jh) 

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