Vipers mit Rück- statt Fortschritt

Bad Wildunger Handballerinnen werden Zweite  in Halle

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Attackiert: Die Bad Wild ungerin Erika Rajnohova (Mitte), die hier von Ex-Viper Sarah von Gulik (links) und Lisa Friedberger (Bensheim/Auerbach) angegriffen wird, wurde mit der HSG beim Turnier in Halle Zweite. 

Halle – „Wir haben nicht an unsere gute Form beim Turniersieg in Fritzlar anknüpfen können, sondern Rück- statt Fortschritte gemacht“, ärgerte sich Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach Platz zwei ihres Teams beim Viererturnier um den Saale-Cup in Halle.

Dieses hatte mit drei Siegen Erstligakonkurrent TuS Metzingen bei einer Spielzeit von je 2 x 20 Minuten für sich entschieden, der nach dem 24:17 über Bad Wildungen auch Gastgeber SV Union Halle-Neustadt mit 23:15 und die Spreefüchse Berlin (ebenfalls 2. Liga) mit 23:16 schlug, während Halle gegen Berlin 17:13 gewann.

Bad Wildungen – Metzingen 17:24 (8:12). 

Nicht ausgeschlafen hatten sich die Bad Wildungerinnen, die neben den Langzeitverletzten Vanessa Magg (Kreuzbandriss) und Vanessa Plümer (Aufbautraining nach Schulteroperation) auch auf Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Patellasehnenprobleme) verzichten mussten, nach der Anreise um 7 Uhr am Samstagmorgen gegen den Erstligadritten in ihrem ersten Turnierspiel präsentiert. Die 4:2-Führung war schnell verspielt, nach dem 6:5 zogen die TusSies sogar zwischenzeitlich auf neun Tore davon.

Bei ihrem ungefährdeten Sieg waren Ex-Viper Tamara Haggerty (fünf Tore) und die beste Turnierspielerin Marlene Zapf (4/1) neben Viper Maxi Mühlner (5) am treffsichersten. „Maxi war unsere einzige Spielerin, die bei dem Turnier richtig gut war“, lobte Bremmer die Kreisläuferin und ärgerte sich über die vielen technischen Fehler und Fehlwürfe ihres Teams.

Halle-Neustadt – Bad Wildungen 15:16 (7:5). 

Auch beim knappen Erfolg über die Gastgeberinnen war die Chancenauswertung der HSG schwach, die deshalb gegen den Erstligaabsteiger um Neuzugang Saskia Lang (Thüringer HC) nach 30 Minuten Spielzeit zwischenzeitlich sogar mit sechs Treffer im Rückstand lag.

Danach konnte der Favorit das Spiel wenigstens noch drehen. „Wir haben gekämpft. Das war das einzig Gute, nachdem wir in der ersten Viertelstunde alles verworfen haben“, bilanzierte Bremmer den schwachen Auftritt.

Berlin – Bad Wildungen 15:17 (7:6). 

Kaum besser als gegen Halle agierten die Vipers beim knappen Erfolg gegen Berlin und scheiterten oft an Chantal Pagel, die als beste Torhüterin des Turniers ausgezeichnet wurde.

„Wir waren richtig schlecht. Das war ein typisches letztes Turnierspiel. Ich bin froh, dass sich niemand verletzt hat“, bilanzierte Bremmer, deren Team am Mittwoch um 18.30 Uhr in der heimischen Ense-Halle gegen den französischen Erstligisten Bourg de Péage Drome sein nächstes Testspiel bestreitet.(jh)

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