Freude über Leistung bei 32:27-Sieg in Portugal

Bad Wildungerin Annika Ingenpaß überzeugt bei Länderspieldebüt

Hand drauf: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links) rangelt mit der Portugiesin Bebiana Rodrigues Sabino (Mitte) um den Ball. Dabei wird sie von ihrer Teamkollegin Mia Zschocke unterstützt.
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Hand drauf: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links) rangelt mit der Portugiesin Bebiana Rodrigues Sabino (Mitte) um den Ball. Dabei wird sie von ihrer Teamkollegin Mia Zschocke unterstützt.

In ihrem ersten Handball-Länderspiel zählte die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß beim 32:27 (17:10)-Sieg in Portugal gleich zu den besten deutschen Spielerinnen.

Luso – Annika Ingenpaß riss die Hände in die Höhe, strahlte über das ganze Gesicht und ballte dann auf dem Rückweg in die Abwehr die Fäuste. Zuvor hatte die Bad Wildungerin beim 32:27 (17:10)-Sieg der deutschen Handballerinnen in Portugal bei ihrem Länderspieldebüt gerade ihr erstes Tor erzielt. „Das war nach der Nationalhymne noch einmal ein ganz besonderes Gefühl“, sagte die Kreisläuferin. Dabei hatte sich die 24-Jährige nach Pass von Mia Zschocke (Leverkusen) gegen ihre HSG-Teamkollegin Maria Ines Da Silva Pereira durchgesetzt und per Aufsetzer zum 14:10 (28.) getroffen.

Dem ließ Ingenpaß nur 43 Sekunden später das 15:10 (29.) folgen, als sie den Pass von Xenia Smits (Bietigheim) mit einer Hand fing und dem Ball dann mit rechts im Tor der Gastgeberinnen unterbrachte. Damit hatte die nach 19 Minuten für Luisa Schulze (Bietigheim) eingewechselte Sportökonomiestudentin, die danach bis zum Ende durchspielte, ihren Anteil daran, dass sich die deutsche Mannschaft im Playoff-Hinspiel für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Dezember in Spanien in Luso bis zur Pause vorentscheidend absetzen konnte.

Mit ihrer ersten Angriffsaktion hatte die Blondine gleich einen Siebenmeter herausgeholt, den Marlene Zapf (Metzingen) zum 10:6 (20.) verwandelte. Auch in der zweiten Hälfte war Ingenpaß beim 18:11 (32.) und 23:16 (38.) nach zwei weiteren Pässen der blassen Smits erfolgreich. Ansonsten enttäuschte die Ex-HSG-Jugendspielerin im Rückraum ebenso wie Interimskapitänin Emily Bölk, Alicia Stolle (beide Ferencvaros Budapest), die Totalausfälle waren, und Maren Weigel (Metzingen), die das junge Team führen sollten.

Weil Ingenpaß, „ich bin froh, dass wir gewonnen haben, wir haben noch Potenzial nach oben“, die keinen Fehlwurf aufwies, auch in der 6:0-Abwehr auf den Halbpositionen gut spielte, zählte sie mit Zapf (7 Tore/3 durch Siebenmeter), die die Partie mit dem 29:24 (54.) entschied, und Ex-Viper Johanna Stockschläder (8, Dortmund) zu den besten deutschen Spielerinnen, sodass ihre Premiere kaum besser hätten ablaufen können.

„Ich bin zufrieden und super happy, dass das so gut geklappt hat. Es war für mich das absolut Größte und ein wahnsinniges Gefühl ein Länderspiel zu bestreiten“, sagte Ingenpaß.

„Ich hatte bis zur Hymne Gänsehaut“

„Ich war natürlich nervös und hatte vom Einlaufen bis zur Nationalhymne Gänsehaut“, fügte die von Groener in der Schlussviertelsunde meist nur noch im Angriff eingesetzte Kreisläuferin an und freute sich, dass ihre Nervosität auf dem Spielfeld „schnell abgefallen“ war.

Weil Schulze doch noch fit geworden war, saß Viper Maxi Mühlner als 17. Spielerin auf der Tribüne und hofft morgen (17.30 Uhr, Sport 1) im Rückspiel in Hamm auf ihr Länderspieldebüt. Zum Einsatz kam dagegen zur Überraschung von Ingenpaß, „ich wusste nicht, dass sie spielt, wir konnten uns nur kurz hallo sagen“, auf der Gegenseite Da Silva Pereira, die nach ihrer gegen Göppingen (28:32) am 13. März erlittenen Ellenbogenverletzung ihr Comeback gab und so auch der HSG am Samstag gegen Spitzenreiter Dortmund zur Verfügung stehen wird.

Dabei holte die im rechten Rückraum zwischen der 19. und 50. Minute eingesetzte Portugiesin zwei Siebenmeter heraus und traf zum 21:27 (47.), während die 29-Jährige danach noch einen Fehlwurf und ein Stürmerfoul zu verzeichnen hatte. (jh)

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