Vipers-Neuzugang Munia trifft bei ihrem HSG-Debüt auf Schwester Xenia

Smits gegen Smits: Schwesternduell zum Bundesliga-Start der Wildunger Vipers

Szene vom Handball: Der Bad Wildunger Neuzugang Munia Smits (Zweite von links) hat Helena Mikkelsen, Pia Dietz, Swantje Heimburg (von links, Halle-Neustadt) versetzt.
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Freie Bahn: Der Bad Wildunger Neuzugang Munia Smits (Zweite von links) hat Helena Mikkelsen, Pia Dietz, Swantje Heimburg (von links, Halle-Neustadt) versetzt.

An diesem Samstag wird Munia Smits sehr aufgeregt sein. Kein wunder: Bad Wildungens Neuzugang wird nicht nur sein Pflichtspieldebüt für die Vipers geben, sondern beim schweren Saisonstart bei der SG BBM Bietigheim (19 Uhr) auch noch erstmals auf ihre Schwester Xenia treffen.

„Das wird ein ganz besonderes Spiel für mich“, weiß Munia Smits, für die ihre sechs Jahre, acht Monate und einen Tag ältere Schwester ihr Vorbild ist. Auch das verwundert nicht, da die 26-Jährige, die wie Munia im belgischen Antwerpen geboren wurde, längst in der Deutschen Nationalmannschaft zu den Leistungsträgerinnen zählt und sich handballerisch deutsch fühlt. Smits, die die Nationalhymne mitsingt und auch noch den belgischen Pass besitzt, hat nach ihrer Einbürgerung seit 2014 in 57 Länderspielen 143 Tore für die DHB-Auswahl erzielt.

Dass die beiden im linken Rückraum spielenden Schwestern heute erstmals als Gegenspielerinnen aufeinandertreffen, ist auch für Xenia Smits komisch und „etwas besonderes, weil wir noch nicht einmal miteinander trainiert haben, da sich das irgendwie einfach nicht ergeben hat.“ Dass lag auch daran, dass die Topspielerin im Sommer 2015 nach fünf Jahren Blomberg gerade in Richtung des französischen Abonnementmeister Metz HB verließ, als Munia ins Internat der Lipperinnen übersiedelte.

Und noch eine Smits: Xenia Smits (Mitte), die für Bietigheim spielt, freut sich auf das erstmalige Geschwisterduell.

Während die Drittligatorschützenkönigin der Saison 2017/18 nach den folgenden zwei Erstligaspielzeiten in Blomberg auch deshalb nach Bad Wildungen wechselte, um mehr Spielzeiten zu bekommen, wurde Xenia selbst zwischen 2008 und 2010 vor ihrem Wechsel nach Blomberg im damaligen Bad Wildunger Handballinternat wie auch ihre jüngere Schwester Aaricia (24 Jahre), die inzwischen beim Zweitligisten VfL Waiblingen spielt, ausgebildet.

Auch deshalb verfolgt die 1,82 Meter große Rückraumspielerin das Geschehen in Mordhessen noch, wo die trotz aller Erfolge wie vier französischen Meistertiteln bodenständige gebliebene Rechtshänderin einst als 14-Jährige erst einmal zurückhaltend war und sich am Anfang scheute deutsch zu sprechen, weil sie keine Fehler machen wollte. Dem heutigen Gast traut dessen ehemalige Jugendspielerin einen „Mittelfeldplatz“ zu, auch „weil der Großteil der Mannschaft schon länger zusammenspielt und sich Trainerin Tessa Bremmer in der Bundesliga gut auskennt.“

Smits-Schwester: Drei Stunden vor dem Spiel ist Funkstille

Mit ihrem neuen Team, für das sich Xenia Smits auch wegen ihres Bauchgefühls entschied, will sie den Meistertitel holen, „auch wenn Dortmund sehr stark ist“, sodass ein Sieg des Zweiten der Vorsaison gegen den Zwölften Pflicht ist.

„Wir müssen Bad Wildungen schlagen“, sagt die dreimal zur besten Halblinken in Frankreich gekürte Neu-Bietigheimerin. „Das Spiel wird natürlich ganz schwer für uns“, weiß Schwester Munia um die klare Außenseiterrolle der Vipers, freut sich aber sehr auf das Wiedersehen mit ihrer Schwester, mit der sie normalerweise regelmäßig telefoniert.

„Aber drei Stunden vor den Spiel wird bei uns Funkstille herrschen und auch beim Aufwärmen werden wir uns nur kurz Hallo sagen“, sagt Xenia Smits, um dann anzufügen: „Aber egal, was auf dem Spielfeld auch passiert, nach dem Abpfiff sind wir wieder Geschwister und dann werden Munia und ich uns wieder lieb haben.“

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