Tor in letzter Sekunde beschert dem Bundesliga-Schlusslicht den 30:29-Sieg über Wildungen

Bittere Niederlage der Vipers in Trier

Trier/Bad Wildungen - Große Entäuschung bei den Vipers der HSG Bad Wildungen: Das Team von Tessa Bremmer quittierte mit 29:30 (16:14) eine womöglich folgenreiche Niederlage beim Schlusslicht DJK/MJC Trier und verpasste es mit eigentlich fest eingeplanten zwei Punkten, sich ins sichere Tabellenmittelfeld der Handball-Bundesliga abzusetzen. Der Abstand zu den Triererinnen schrumpfte auf fünf Zähler.

Dass die Begegnung kein Selbstläufer werden würde, deutete sich früh an. Zwar erzielte Petra Nagy das erste Tor des Abends für die Vipers, doch diese konnten sich nie eine deutliche Führung erspielen. Im Gegenteil, nach dem 10:8 durch Triers überragende Spielerin Katrin Schneider führte plötzlich der Außenseiter mit zwei Toren (20.). Erst kurz vor der Pause drehten de Gäste das Spiel, nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Silvia Slolic erzwangen Nicoleta Vasilescu per Siebenmeter und Johanna Stockschläder den knappen Vorsprung bei Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild: Nur beim 20:17, wieder per Strafwurf von Vasilescu erzielt (39.), schienen die Bad Wildungerinnen kurz in ruhigeres Fahrwasser zu geraten, freilich nicht lange: Trier holte auf und glich zum 21:21 (43.) wieder aus. Die Gastgeberinnen ahnten um ihre Chance, egalisierten in der Folge stets die jeweilige Führung der Vipers - um dann nach drei Treffern am Stück mit 29:27 in der 57. Minute scheinbar vorentscheidend in Führung zu gehen.

Die Schlussphase war Drama pur: Nach einem Timeout erzwangen Annika Busch und Vasilescu gut eine Minute vor Schluss den Ausgleich. Und das Happyend schien möglich, denn 13 Sekunden vor Schluss bekamen die Gäste einen Siebenmeter zugesprochen. Vasilescu, die bis dahin sieben ihrer acht Strafwürfe verwandelt hatte, trat an - und ausgerechnet in dieser Situation zeigte die Rückraumspielerin Nerven. Sie knallte den Ball an den Pfosten, und quasi im Gegenzug gelang Triers Katrin Schneider (13 Treffer) mit der Schlusssirene das K.o.-Tor gegen die frustrierten Vipers.

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